NSU Mordserie: Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses belegt, dass der SPIEGEL den Verdacht, der Staat könnte in die Taten der NSU-Terrorzelle verstrickt sein und Mundlos und Bönhardt könnten getötet worden sein, absolut zu Unrecht ins Lächerliche zog

  20. August 2014, von T. Engelbrecht

“Zweifel an der Version der Bundesanwälte haben die Thüringer Abgeordneten noch in einem anderen Punkt: dem Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt[, die zusammen mit der derzeit vor Gericht stehenden Beate Zschäpe die Terrorzelle des Nationalsozialistischen Untergrunds, kurz NSU, formten]. Ihre Leichen wurden am 4. November 2011 in einem brennenden Wohnmobil in Eisenach gefunden, nachdem sich zwei Polizisten dem Fahrzeug genähert hatten. Die NSU-Terroristen sollen sich [laut Bundesanwaltschaft] selbst erschossen haben. Gegen einen Suizid spreche aber, so der [Untersuchungs]Ausschuss, dass die beiden sonst kaltblütig und gewaltbereit gewesen seien.”
Tanjev Schultz, “Gravierende Fahndungsfehler: Thüringer Untersuchungsausschuss prangert NSU-Ermittlungen an”, sueddeutsche.de, 18. Aug. 2014

“Auch der in den Foren geäußerte Verdacht, die beiden Mitglieder der so genannten Zwickauer Terrorzelle – Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt – könnten sich gar nicht selbst umgebracht haben, sondern von Geheimdiensten umgebracht worden sein, wird von SPIEGEL Online als ‘krude Gegentheorie’ bezeichnet und damit letztlich auch als Fantasterei abgekanzelt… Offenbar ist SPIEGEL Online nicht.. primär daran gelegen, Aufklärung zu leisten, die den Machtcliquen in einschneidender Form gefährlich werden könnte.”
SPIEGELblog am 18. Nov. 2011 über die NSU-Berichterstattung des SPIEGEL

nsu

Anders als der SPIEGEL fuhr z.B. hintergrund.de mit den Behörden keine Art Schmusekurs. Am 16. Nov. 2011 heißt es in dem Beitrag “Immer tiefer verstrickt: Geheimdienste und Naziterror”: ”Wurden die beiden Männer [Mundlos und Böhnhardt] vielleicht getötet, damit nicht herauskommt, wer hinter den Mordtaten steckt? Oder sollte eventuell eine neue, zweite Mordserie verhindert beziehungsweise beendet werden?… Welche Rolle auch immer Mitarbeiter der Geheimdienste bei den Aktivitäten der Neonazi-Terrorzelle namens ‘Nationalsozialistischer Untergrund’, kurz NSU, gespielt haben mögen, Fakt ist, dass das Zwickauer Trio nicht über ein Jahrzehnt ohne staatliche Unterstützer in der Illegalität leben konnte.”

Erinnern wir uns: Ende 2011 kanzelte SPIEGEL Online den Verdacht, die Geheimdienste und Behörden könnten in die mutmaßlich von der NSU-Terrorzelle begangenen Wahnsinnstaten verstrickt sein, noch als “krude Theorie” ab. Und in diesem Zsh. zog das Nachrichtenportal auch die Vermutung ins Lächerliche, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die ja zusammen mit der derzeit vor Gericht stehenden Beate Zschäpe die Terrorzelle des Nationalsozialistischen Untergrunds, kurz NSU, formten, könnten nicht Selbstmord begangen haben, sondern getötet worden sein.

Doch der Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses belegt nun, dass der SPIEGEL absolut daneben liegt, kritische Äußerungen dieser Art einfach ins Lächerliche gezogen zu haben.

Bereits der im Frühjahr 2014 veröffentlichte Obduktionsbericht führt die offizielle Selbstmord-Theorie ad absurdum und überführt BKA-Chef Ziercke der Lüge – doch den SPIEGEL interessierte es nicht
So geht der Thüringer Untersuchungsbericht insbesondere auch mit den Verfassungsschutzämtern hart ins Gericht und wirft ihnen sogar “mittelbare Unterstützung” und “Begünstigung” rechtsextremer Strukturen vor. Und wie etwa Tanjev Schultz vorgestern auf sueddeutsche.de in ihrem Beitrag “Gravierende Fahndungsfehler: Thüringer Untersuchungsausschuss prangert NSU-Ermittlungen an” schreibt, spreche laut Untersuchungsausschuss “gegen einen Suizid, dass die beiden [NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt] sonst kaltblütig und gewaltbereit gewesen seien.”

Im Übrigen führte auch der im Frühjahr 2014 veröffentlichte Obduktionsbericht nicht nur die offizielle Selbstmord-Theorie ad absurdum, sondern überführt auch BKA-Chef Ziercke der Lüge – doch den SPIEGEL interessierte es nicht. (siehe SPIEGELblog-Beitrag vom 4. April 2014).

So konnten gemäß Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin weder in der Lunge von Uwe Böhnhardt noch in der Lunge von Uwe Mundlos Rußpartikel gefunden werden. „Damit ist es sehr zweifelhaft, dass Mundlos erst das Wohnmobil angezündet hat und sich dann erschossen hat“, wie die Vorsitzende des Thüringer NSU-Ausschusses, Dorothea Marx (SPD), gegenüber inSüdthüringen.de, sagte.

Auch bei der NSU-Berichterstattung zeigt sich mal wieder, dass der SPIEGEL seiner selbsternannten Rolle als “Sturmgeschützt der Demokratie” alles andere als gerecht wird, da er eine Anti-Berichterstattung betrieben hat, die den Machtcliquen alles andere als das Fürchten lehrt. Genau dieses Fürchten lehren ist aber die Aufgabe kritischer/investigativer Berichterstattung.

Dazu passt auch, dass SPIEGEL Online zu dem Abschlussbericht des Thüringer Untersuchungsausschusses lediglich einen kleinen Beitrag veröffentlichte und diesen auch noch in der Rubrik “Panorama” verordnete (siehe hier) – also dort, wo auch bunte Geschichtchen zu lesen sind wie “Nachwuchs bei Christina Aguilera Ein Mädchen namens Sommerregen”.

Das könnte unpassender nicht sein, denn allein schon der begründete Verdacht, Geheimdienste könnten dem NSU-Terrortrio entscheiden geholfen haben und Mundlos und Bönhardt könnten umgebracht worden sein, ist ein Megaskandal, der, wenn er sich bewahrheiten sollte, offenbaren würde, dass (Unterstützer von) Nazi-Mörder(n) und üble Lügner höchste Ämter in unserem Staat bekleiden.

Ebola: Der SPIEGEL hat aus seiner vermurksten Schweingrippe-Berichterstattung nichts gelernt… denn auch das Ebola-Virus ist ein Fake – und die medial befeuerte Ebola-Hysterie spielt offenbar nur Pharmainteressen in die Hände

  14. August 2014, von T. Engelbrecht

“Kürzlich las ich auf SPIEGEL Online den Artikel ‘Experimentelles Medikament: USA ermöglichen Einsatz von Ebola-Mittel in Westafrika’. Und was ich dort gelesen habe, hat mich alarmiert: Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA hat gestattet, dass ein experimentelles Medikament namens TKM-Ebola bei Ebola eingesetzt wird. Zu TKM-Ebola gab es in den USA lediglich eine kleine Testreihe am Menschen, die durch ein beschleunigtes Verfahren im März 2014 ermöglicht wurde. Die Testreihe wurde kürzlich plötzlich gestoppt. Begründung: Es würden von der FDA ‘zusätzliche Informationen gewünscht’. Und es sieht so aus, dass man sich diese ‘zusätzlichen Informatione’ durch Menschenversuche in der Dritten Welt besorgen will – und die aktuelle Ebola-Hysterie hier als Möglichmacher fungiert.

Doch das ist bei weitem nicht das Schlimmste. TKM-Ebola wurde von der kanadischen Pharmafirma Tekmira entwickelt, und zwar laut SPIEGEL Online gemeinsam mit dem Pentagon! TKM-Ebola basiert laut Hersteller Tekmira auf Fetten in Nano-Größe. Nano-Partikel können gut in Zellen eindringen. So wird das Zeug in Zellen geschmuggelt, wo es dann das menschliche Erbgut manipulieren soll. Tekmira schreibt, ihre Medikamente hätten ‘das Potential, eine große Anzahl von Krankheiten zu behandeln, indem sie krankheitsverursachende Gene zum Schweigen bringen’. Derlei Verprechen von Pharmariesen gibt es freilich zuhauf – und auch wenn sie sich immer wieder als haltlos erweisen, Milliardengewinne werden trotzdem gemacht. Am Erbgut herumzufummeln birgt wohlgemerkt erhebliche Gefahren, und genau deshalb braucht man einen Feldversuch! Und um diesen auch durchführen zu können, braucht man eine potenziell tödliche Krankheit, die in allen Massenmedien präsent ist. Dadurch hat man öffentlich den Druck einer gefährlichen Ausnahmesituation erzeugt, der es ermöglicht, es mit klinischen Studien nicht so genau nehmen zu müssen. Und hier kommt Ebola nun ins Spiel.

Denn über das Heraufbeschwören einer Ebola-Gefahr erzeut man einen eindringlichen Ruf nach unbürokratischer medizinischer Hilfe. Das berechtigt zu der Vermutung, dass die aktuelle medial erzeugte Ebola-Hysterie die Basis für einen gentechnischen Feldversuch des Pentagon schaffen soll. Beweise dafür, dass ein potenziell tödliches Ebola-Virus je nachgewiesen wurde und dass die in den Medien als Ebola-Opfer präsentierten armen Menschen tatsächlich durch ein solches Ebola-Virus krank geworden oder sogar an ihm gestorben sind, liegen wohlgemerkt nicht vor.”
Michael Leitner, “EBola – Gentechnischer Feldversuch des Pentagon?”, 13. Aug. 2014

“Das Ebola-Virus ist ein Fake, genau wie vor einigen Jahren das Schweinegrippe-Virus. Die Virus-Nachweismethoden der Seuchenbehörden sind so unbrauchbar, dass man vermutlich auch in einer Frikadelle, die man 12 Stunden gebraten hat, Partikel ausfindig machen könnte, die man dann der Öffentlichkeit einfach als ‘lebende’ und ‘vermehrungsfähige’ Ebola-Viren verkauft”, so der Journalist Michael Leitner in seinem Filmbeitrag “Ebola – Gentechnischer Feldversuch des Pentagon?”

Erinnern wir uns: Im Jahr 2009 hielt die so genannte Schweinegrippe die Welt monatelang in Atem. Regierungen kauften für Milliarden Impfstoffe ein, obwohl deren Wirksamkeit nie nachgewiesen wurde – und am Ende kam es nie zu der vielbeschworenen weltweiten Seuche (Pandemie). Fazit: Zu diesem gigantischen Murks, der uns Steuerzahler extrem teuer zu stehen gekommen ist, konnte es letztlich nur deshalb kommen, weil Massenmedien wie der SPIEGEL ihren Job nicht gemacht hatten (kritisch hinzuschauen) und stattdessen den mit der Pharmaindustrie eng verbandelten (Seuchen)Behörden blindlings vertraut und deren Aussagen völlig ungeprüft an ihr Millionenpublikum weitergetragen hatten.

Nicht anders sieht es jetzt mal wieder bei Ebola aus. Und das, obwohl sich der SPIEGEL nach seiner für ein journalistisches Medium unwürdigen Schweinegrippe-Berichterstattung ja eigtl. geläutert gab. So schreibt der SPIEGEL in seiner Ausgabe 10/2010 in dem Beitrag „Chronik einer Hysterie“:

„AUCH DIE MEDIEN befördern die Angst. Der SPIEGEL etwa hatte immer wieder über die Vogelgrippe berichtet. Nun widmet er dem neuen ‚Welt-Virus’ [= Schweingrippe-Virus] eine Titelgeschichte, die geprägt ist von der Sorge, der Schweinegrippe-Erreger könne zum Horrorvirus mutieren (SPIEGEL 19/2009).“

Doch zum Horrorvirus wurde der (angebliche) Erreger ja bekanntlich nicht – und dennoch befördert der SPIEGEL jetzt auch bei Ebola wieder die Angst anstatt kritisch hinzuschauen und die Aussagen der Seuchenbehörden eben nicht eins zu eins zu übernehmen…

Wie wirklich journalistische (= den Behörden und Machtcliquen gegenüber kritische) Berichterstattung in Sachen Ebola auszusehen hätte, führt der Filmemacher Michael Leitern in seinem knapp 11-minütigen und auf Youtube zu sehenden Beitrag “Ebola – Gentechnischer Feldversuch des Pentagon?” vor.

Das darin gezogene Fazit: Das Ebola-Virus ist ein Fake – und die medial befeuerte Ebola-Hysterie spielt offenkundig nur den Interessen der Pharmaindustrie in die Hände.

Robin Williams: Auch der SPIEGEL mutmaßt über einen möglichen Suizid des US-Schauspielers, der unter schweren Depressionen litt – doch dass Antidepressiva nachweislich Selbstmorde auslösen können, wird erneut nicht thematisiert – und auch bei der Ukraine-Berichterstattung versagt der SPIEGEL

  12. August 2014, von T. Engelbrecht

“No one is asking that question when there is a mass shooting or when someone else is committing suicide: Was he on a serotonin-specific reuptake inhibitor [= SSRI-Antidepressivum]? Because it’s on the inserts of the entire family of [these] drugs that one of the main things it causes as a side-effect is megalomania [= Wahn],  people blacking out, people committing suicide, people murdering other folks. This ist something I think that needs to be looked at.”
Alex Jones, “Was Robin Williams on Suicide Pills?”, Infowars.com Video, 12. Aug. 2014

“Es konnte festgestellt werden, dass SSRI-Antidepressiva bei gesunden freiwilligen Teilnehmern gewalttätige und suizidale Gedanken hervorrufen können.”
Interview mit Robert Whitaker, Natur & Heilen, Sept. 2013

“Seit Anfang der 90er Jahre nehmen Hinweise aus Versuchen mit gesunden Probanden, Fallserien und randomisierten klinischen Studien zu, dass selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Paroxetin (SEROXAT u.a.) Selbsttötungstendenzen verstärken können.”
arznei-telegramm

“Für fast alle Kriege der letzten Jahre lässt sich nachweisen, dass der Zugang zu Erdöl, Erdgas und anderen Rohstoffen sowie den Transportwegen zu den wesentlichen Kriegsgründen zählte.”
“Deutschland und die Rohstoffkriege”, Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges und in sozialer Verantwortung e.V.

“Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass der USA bzw. der NATO propagandistische Tricks durchaus geläufig sind. Zumindest folgende Kriege wurden durch Lügen vorbereitet:… Vietnamkrieg (1964)… Irak (1991)… Kosovokrieg (1999)… zweiter Irakkrieg (2003)… US-Militärintervention in Syrien (2013), die jedoch in letzter Minute durch Putins Agieren verhindert worden ist… Und jetzt erlebt die Welt den Versuch der ‘westlichen Wertegemeinschaft’, dem Sündenbock Putin zumindest die mittelbare Schuld an dem Flugzeugabsturz zuzuweisen. Derlei Meinungsmanipulationen sind demokratischer Rechtsstaaten unwürdig. Nicht weniger schlimm ist, dass sich große Teile der deutschen Presse und des staatsfrommen Rundfunks/Fernsehens nicht gescheut haben, sich als Lokomotive vor den Propagandazug spannen zu lassen.”
Peter Vonnahme (Ex-Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof), “MH 17 – der Glaubwürdigkeits-GAU: Zwischen Vasallenpolitik und willfährigen Medien”, hintergrund.de, 15. Aug. 2014

williams

Robin Williams hat offenbar Suizid begangen; doch dass Antidepressiva, die Williams wahrscheinlich genommen hat, diesen Selbstmord eingeleitet oder zumindest begünstigt haben könnten, das blendet der SPIEGEL aus; Foto: DPA

Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Konsequenz die SPIEGEL-Journalisten bei bedeutenden Themen wichtige Fakten einfach ausblenden bzw. nicht groß zum Thema machen. Bei der Ukraine-Berichterstattung etwa erzählt das Nachrichtenmagazin, grob formuliert, immer noch die Mär vom Kampf des guten Obama gegen den bösen Putin. Und auch wenn Putin ohne Frage ein unsäglicher Despot ist, so ist es doch in Wahrheit so, dass die Kämpfe, die allerorten auf der Welt geführt werden, in Wahrheit Wirtschaftskriege sind, die allein den Großkonzernen in die Hände spielen (sollen).

Tatsächlich geht als nicht um “gute Westpolitik gegen böse Despoten aus Russland, Irak & Co.”, sondern um “Großkonzerne, die die Politiker als Kasperpuppen benutzen, gegen die breite Masse der Menschheit”.

Dafür spricht auch, dass Russlands Präsident inmitten wachsender Spannungen mit dem Westen jetzt ein russisch-amerikanisches Milliardenprojekt in der rohstoffreichen Arktis gestartet hat. Putin höchstpesönlich startete sogar per Videokonferenz eine Ölplattform, die von den Energiegiganten Rosneft und ExxonMobil verwaltet wird, wie SPIEGEL Online selber am Sonntag berichtete.  Mit anderen Worten: Westliche Großkonzerne machen immer ihre Milliardengeschäfte, egal ob – oder besser: gerade weil – Krieg herrscht oder nicht. Und auch in der Ukraine genau wie im Irak geht es offenbar um Rohstoffe und nix anderes, siehe z.B. hier oder auch hierwie ja übrigens auch unser Ex-Bundespräsident Köhler auch konstatiert hat.

Nicht tiefschürfend ist auch die SPIEGEL-Berichterstattung über den Tod von Robin Williams. “Robin Williams ist im Alter von 63 Jahren in Kalifornien gestorben. Den Behörden zufolge besteht Verdacht auf Suizid”, heißt es im aktuellen Hauptaufmacher auf SPIEGEL Online (siehe auch Screenshot). Desweiteren wird berichtet, Williams habe zuletzt gegen schwere Depressionen gekämpft.

Und jeder, der sich mit der Thematik auskennt, würde sofort darauf kommen, dass Antidepressiva den tragischen Suizid von Robin Williams verursacht haben könnten. Denn heutzutage lassen sich viele, die unter schweren Depressionen leidet, Antidepressiva verschreiben – und Antidepressiva können nachweislich Betroffene dazu veranlassen, Selbstmord zu begehen. Und tatsächlich warf Robin Williams etwa das Antidepressivum Seroxat ein, wie The Sun berichtete. Und wie etwa das arznei-telegramm schreibt, “nehmen seit Anfang der 90er Jahre Hinweise aus Versuchen mit gesunden Probanden, Fallserien und randomisierten klinischen Studien zu, dass selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Paroxetin (SEROXAT u.a.) Selbsttötungstendenzen verstärken können.”

Auch SPIEGELblog hat bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, wie der SPIEGEL und andere etablierte Massenmedien die tödlichen Wirkungen von Antidepressiva konsequent verschweigt (siehe hier).

PS: Im Übrigen gibt es auch mal einen guten Artikel vom SPIEGEL, und zwar die SPON-Kolumne “Der Lügner als Zeuge” von Sascha Lobo, in der er beschreibt, wie sehr uns die Politik anlügt und warum wir der Politik im Grunde nix mehr glauben können. Man wünscht sich, dass diese Sichtweise beim SPIEGEL grundsätzlich Einkehr halten würde…

Wie der SPIEGEL seiner Leserschaft mit einem Interview Melinda Gates fälschlicherweise als “Philantropin” verkauft

  23. Juni 2014, von T. Engelbrecht

“Problematisch ist die enge Verknüpfung privater Stiftungen mit Unternehmen, wie im Falle der Gates-Stiftung die enge Zusammenarbeit mit Monsanto”, sagt Benjamin Luig, agrarpolitischer Sprecher des Hilfswerks Misereor.
Süddeutsche.de, “Staaten gehen, Bill Gates kommt”, 29. Jan. 2013

“Vor allem die schwächeren Bereiche der Gesellschaft kommen [im SPIEGEL] kaum noch vor, dafür die Topmanager aus Wirtschaft und Politik um so mehr.”
Oliver Gehrs, Buch “Der SPIEGEL-Komplex”, S. 12

gates

Ja, in der Tat, es muss sich für Melinda Gates “großartig” anfühlen, wenn man vom SPIEGEL kostenlos eine vierseitige Werbung, die den Lesern in Form eines Interviews als redaktioneller Beitrag verkauft wird, geschenkt bekommt…; Foto: Dominik Butzmann/DER SPIEGEL

Mannomann, da ist sich der SPIEGEL doch tatsächlich wieder mal nicht zu schade, pures Marketing für die Bill-Gates-Stiftung zu machen. So findet sich in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL ein vierseitiges Interview mit Melinda Gates, der Frau des Milliardärs, in dem sie selber als “Philantropin” (Freundin der Menschen) und die von ihr mitverwaltete Bill-Gates-Stiftung als Weltverbesserungsmaschine angepriesen werden. Überschrift des Interviews: “Es fühlt sich großartig an” (siehe auch Bild links). Besser hätte es die Marketingabteilung der, so wörtlich, “größten privaten Entwicklungshilfeorganisation” selber auch kaum machen können…

Das Wort “Monsanto” genau wie der Umstand, dass die Gates-Stiftung in viele Firmen investiert hat, die Standards sozialer Verantwortung brechen, tauchen im Interview nicht auf
SPIEGElblog hat bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, wie unerträglich eine solche Promotion für die Stiftung ist (siehe hier). Tatsächlich nämlich ist die Stiftung nichts anderes als eine gigantische Marketingmaschine, die mit einem Smiley-Face – in diesem Fall von Melinda Gates – knallhart die Interessen der Pharmaindustrie und des Gentechmultis Monsanto vertritt.

Dass die Gates-Stiftung ein Monsanto-Hansel ist, wird in dem Interview aber genau so wenig thematisiert wie der Skandal, den die Los Angeles Times bereits vor Jahren aufdeckte: dass nämlich die Gates-Stiftung Aktien an Firmen besitzt, die alle Standards sozialer Verantwortung brechen, weil sie die Umwelt zerstören, ihre Angestellten diskriminieren oder die Rechte der Arbeitnehmer verletzen.

So geschehen z.B. in Nigeria. Hier förderte die Gates-Stiftung für 167 Mio. € ein Impfprogramm gegen Kinderlähmung und Masern. Zugleich aber besitzt sie dem Bericht zufolge Anteile an einer Öl-Firma des italienischen Eni-Konzerns, der wie viele Firmen im Niger-Delta, überschüssiges Öl in einer riesigen Flamme abfackelt – und einen Regen von 250 giftigen Substanzen auf Mensch und Umwelt niedergehen lässt. Dadurch werden Kinder krank – und es besteht Grund zur Annahme, dass diese Kinder durch die Gifte in ihrem Immunsystem so geschwächt werden, dass sie genau die Krankheiten bekommen, gegen die sie dann (idiotischerweise) geimpft werden.

Und wer sich, wie die Gates-Stiftung, für Impfprogramme oder den Kampf gegen HIV/AIDS einsetzt, hat in der Öffentlichkeit natürlich immer gute Karten. Doch bei genauer Betrachtung der Fakten – und eine solche Betrachtung nimmt der SPIEGEL gerade auch in diesem Interview mit Melinda Gates nicht vor – ist die Gleichung “Millionen für Impfstoffe und AIDS-Medikamente = gut für die Menschheit” eigentlich gar nicht haltbar. SPIEGELblog hat auch darüber bereits berichtet, etwa in dem Beitrag “Der SPIEGEL gibt erneut haltlose Werbebotschaften des Impfstoff-Lobbyisten Bill Gates an sein Millionenpublikum weiter” (oder siehe auch den SPIEGELblog-Artikel “Der SPIEGEL und das Thema Impfen: noch kein hinreichend neutraler Zugang”).

Im Übrigen bedürfen gerade auch die armen Länder Afrikas und anderer Kontinente zuallererst demokratische Strukturen, unäbhängige Medien und eine gerechte Verteilung der Ressourcen. So wie es Amartya Sen, Harvard-Ökonom und Nobelpreisträger, formulierte: “Hungersnöte geschehen nicht in Ländern mit einer freien Presse. Denn Hungersnöte resultieren aus einem Problem der Verteilung von Nahrung, nicht aus einem absoluten Mangel an Nahrung.”

Weitere interessante Links, die das Gerede von den “Philanthropen” Melinda und Bill Gates als Märchen entlarven:

# “Bill Gates, Monsanto, and eugenics: How one of the world’s wealthiest men is actively promoting a corporate takeover of global agriculture”, naturalnews.com

# Generell zum Thema Bill Gates und sein äußerst fragwürdiger Einsatz für AIDS-Medikamente, Polio-Impfungen etc.: “Virus-Wahn. Vogelgrippe (H5N1), SARS, BSE, Hepatitis C, AIDS, Polio – Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet und auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden-Profite macht”, von Torsten Engelbrecht und Dr. med. Claus Köhnlein

# “‘Doomsday Seed Vault’ in the Arctic: Bill Gates, Rockefeller and the GMO giants know something we don’t”, globalresearch.ca (auf Deutsch unter www.engdahl.oilgeopolitics.net)

DFB-Pokal Finale: Während SPIEGEL Online noch ausschließlich “Peps Pokal” bejubelt, moniert BILD bereits den “Tor-Zoff im Pokalfinale” und spricht Focus.de längst von “Tor-Klau” und einem “Rückschlag für die Fairness im Fußball”

  18. Mai 2014, von T. Engelbrecht

Kritische Berichterstattung beim SPIEGEL? Die sucht man, wie in diesem Blog hinreichend dokumentiert, leider allzu oft vergeblich. Das zählt offenbar selbst für das Thema Fußball.

Während sich SPIEGEL Online selbst um 10 h früh am Morgen nach dem Pokal-Finale nur für "Peps Triumph über Dortmund" interssiert...; Foto: Reuters

Während sich SPIEGEL Online selbst um 10 h früh am Morgen nach dem Pokal-Finale nur für “Peps Triumph über Dortmund” interessiert…; Foto: Getty Images

Wer etwa nach dem skandalösen DFB-Pokalfinale am gestrigen Samstag Abend zwischen dem BVB und dem FC Bayern München kritische Berichterstattung sucht, wird bei SPIEGEL Online nicht wirklich fündig. So bestimmt selbst noch um 10 h früh am heutigen Sonntag Morgen der Jubel über den Sieg des FC Bayern die Schlagzeilen auf SPIEGEL Online. Hauptaufmacher zu diesem Themenkomplex ist zu diesem Zeitpunkt der Beitrag “Bayern-Triumph über Dortmund: Peps Pokal”. Und auch sonst ist nirgendwo auf der Startseite von dem Skandal, der sich gestern Abend beim Pokal-Finale zutrug, ein Sterbenswörtchen zu finden.

BILD und Focus.de machen den Skandal zu ihren Hauptaufmachern und schildern ihn in seinen Einzelheiten
Ganz anders etwa BILD, das zu diesem Zeitpunkt (10 h) mit der Schlagzeile “Tor-Zoff im Pokal-Finale” aufmacht. Und auch bei Focus.de wird im Hauptaufmacher der gesamten Startseite der Skandal explizit zum Thema gemacht, und es ist darin von “Tor-Klau” und einem “Rückschlag für die Fairness im Fußball” die Rede.

... berichtet z.B. Focus.de längst vom "Tor-Klau"; Foto: Reuters

… berichtet z.B. Focus.de längst vom “Tor-Klau”; Foto: Reuters

“Was war passiert?”, fragt Focus.de und schildert den Skandal in seinen Einzelheiten. “Nach einer Freistoßflanke von Marco Reus gewinnt Robert Lewandowski im Bayern-Strafraum das Kopfballduell gegen Dante, Torwart Manuel Neuer fliegt am Ball vorbei. Am langen Pfosten steht Mats Hummels, der den Ball per Kopf aufs Bayern-Tor drückt. Dante sprintet heran und schlägt den Ball aus dem Tor. Die BVB-Spieler jubeln bereits, doch Schiedsrichter Florian Meyer gibt das Tor nicht. Die TV-Bilder zeigen: Der Ball war hinter der Linie… Jürgen Klopp reagierte nach dem Spiel sichtlich angefressen: ‘Der war so weit drin, das kann man sehen, da braucht man keine Torlinientechnik. Alle meine Ersatzspieler, die sich hinter dem Tor warmgemacht haben, haben es gesehen. Das Tor hätte uns in dieser Phase sehr gut getan.’”

Focus.de mit Beckenbauer einig: Toni Kroos hätte eigentlich Rot sehen müssen
Auch zitiert Focus.de etwa Pep Guardiola mit den Worten “Das Tor für Dortmund hätte alles geändert”. Zudem zieht die Focus.de-Redaktion das Fazit: “Kroos hätte Gelb-Rot sehen müssen”, was das Schiedsrichtergespann aber ebenfalls nicht auf die Reihe bekommen hat. Focus.de: “Dass BVB-Coach Jürgen Klopp und Nationalverteidiger Mats Hummels nach dem Spiel bei Schiedsrichter Florian Meyer vorstellig wurden, hatte aber auch andere Gründe. Der erfahrene Unparteiische ließ die Bayern gewähren und verzichtete auf Gelbe Karten, als sie die schnellen BVB-Konter mit taktischen Fouls unterbanden. Immer wieder rissen die Bayern-Defensivspieler am Trikot von Marco Reus. ‘Da gehen wir sonst drei gegen eins. Das kann nicht sein, dass das keine Gelbe Karte gibt.’

Und dann gab es da ja auch noch Toni Kroos. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern bewarb sich mit zwei Fouls intensiv um eine Gelb-Rote Karte, Schiri Meyer beließ es bei einer Ermahnung. Dass Kroos 120 Minuten spielen durfte, verwunderte sogar Franz Beckenbauer: ‘Da hätte er sich nicht beschweren dürfen, wenn er einen Platzverweis bekommen hätte’, sagte der Bayern-Ehrenpräsident.”

Fazit von Focus.de: “Die Bayern feiern das Double, das DFB-Pokal-Finale war jedoch für viele Fans ein Rückschlag für die Fairness im Fußball.”

NSU-Prozess: Kürzlich veröffentlichter Obduktionsbericht führt nicht nur die offizielle Selbstmord-Theorie ad absurdum, sondern überführt auch BKA-Chef Ziercke der Lüge – doch den SPIEGEL interessiert es nicht

  04. April 2014, von T. Engelbrecht

“Das bringt die schon bisher mehr als zweifelhaften Grundlagen der Prozessführung in München in endgültige Erklärungsnöte. Wenn Wissen Macht ist, kann Unwissen nur Politik sein.”
FAHRWAX auf freitag.de zu den Aussagen von BKA-Chef Ziercke, die durch den Obduktionsbericht nun als Lüge entlarvt sind, 2. April 2014

Vergangene Woche, nach wohlgemerkt zwei Jahren, erhielt der Thüringer NSU-Ausschuss endlich den Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin. Demnach sind weder in der Lunge von Uwe Böhnhardt noch in der Lunge von Uwe Mundlos Rußpartikel gefunden worden (beide haben ja gemäß offizieller Darstellung zusammen mit der vor Gericht stehenden Beate Zschäpe die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund, kurz NSU, gebildet). „Damit ist es sehr zweifelhaft, dass Mundlos erst das Wohnmobil angezündet hat und sich dann erschossen hat“, wie die Vorsitzende des Thüringer NSU-Ausschusses, Dorothea Marx (SPD), gegenüber inSüdthüringen.de, sagte.

Die laut Obduktion fehlenden Rußpartikel nähren also die ohnehin bestehenden Zweifel an der Selbstmord-Theorie. “Und sie überführen mit den Untersuchungen betraute Verantwortliche der Lüge”, wie hintergrund.de konstatiert. So verkündete “Ende November 2011 BKA-Präsident Jörg Ziercke die offiziell bis heute gültige Version, derzufolge Uwe Mundlos erst Böhnhardt mit einem aufgesetzten Kopfschuss  getötet, dann das Wohnmobil in Brand gesetzt, und sich schließlich selbst gerichtet habe.” Das sei durch die Tatsache belegt, dass „bei der Obduktion nur in der Lunge von Mundlos Rußpartikel des Feuers gefunden wurden“, wie einst die FAZ berichtete – schließlich muss Uwe Mundlos noch gelebt haben, um die Partikel eingeatmet haben zu können.

Auch für die Seite friedensblick.de z.B. steht damit fest: “BKA-Chef Ziercke log!”

Doch diese neuen hochbrisanten Fakten interessieren den SPIEGEL nicht. In Anbetracht des Umstandes, das sich das Magazin selbst “Sturmgeschütz der Demokratie” nennt, eine unfassbare Angelegenheit. Denn wenn höchste Staatsbeamte wie BKA-Chef Ziercke die Öffentlichkeit in einer so brisanten Angelegenheit wie die NSU-Morde auf so dreiste Weise belügen können, ohne dass dafür von zentral wichtige Medien nachhaltig bloß gestellt werden, dann ist es um unsere Demokratie nicht gut bestellt.

Journalistisch geradezu beschämend ist auch das Vorgehen von Ex-SPIEGEL-Schreiber Leyendecker
Wohlgemerkt: Der Lungeninhalt von Mundlos war alles andere als ein geringfügiger Nebenaspekt in der offiziellen NSU-Darstellung. Denn die Behauptung von den Rußspuren, die sich ja nun eben als üble Lüge entpuppt, zementierten die offizielle Selbstmord-These. Sie waren der handfeste Beleg dafür, dass die Neonazis das Wohnmobil selbst in Brand gesetzt hatten, und somit mögliche andere Täter ausgeschlossen werden konnten. Sonst ließe sich die unbeirrte Sichtweise der Behörden, der NSU habe aus nur drei Mitgliedern bestanden, nicht aufrechterhalten.

Journalistisch geradezu beschämend ist auch das Vorgehen von Ex-SPIEGEL-Schreiber Hans Leyendecker, der seit einiger Zeit tatsächlich als Ressortleiter Investigative Recherche bei der Süddeutschen Zeitung agiert. Anfang Dezember 2011 zog er ganz in der Manier eines Mainstreamjournalisten gegen die „kursierenden Verschwörungstheorien“, gegen „das Geraune um das Ende der beiden Neonazis“ ins Schlachtfeld der medialen Deutungshoheit, wie hintergrund.de noch mal in Erinnerung ruft. Der Obduktionsbericht decke sich mit der Selbstmord-Theorie, gab sich Leyendecker überzeugt – und hatte also ganz offenbar den Angaben des BKA blind Glauben geschenkt.

Doch ein solches Vorgehen ist eines investigativen Journalisten unwürdig, denn als solcher hat man gerade KEIN blindes Vertrauen in Behördenaussagen. Und damit nicht genug, auch behauptet Leyendecker dann auch noch allen Ernstes, “der Obduktionsbericht [wird] vermutlich das Geraune um das Ende der beiden Neonazis nicht beenden können. In Gazetten wird weiter über ‘mysteriöse Umstände’ des Todes gemunkelt und behauptet, ein ‘Suizidmotiv’ sei ‘nicht erkennbar’.

Da möchte man Herrn Leyendecker die Worte des Buddhisten Gendün Rinpoche zurufen: “Im Geisteszustand der Verblendung befinden wir uns immer dann, wenn wir nicht in der Lage sind, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.”

Jetzt hat es – hoffentlich ein für allemal – auch der SPIEGEL geschnallt: US-Präsident Obama ist ein Menschenverächter und eines Friedensnobelpreises unwürdig

  21. Januar 2014, von T. Engelbrecht


“Obama: ‘Ich bin echt gut darin, Menschen zu töten.’”
focus.de, 4. Nov. 2013

Obama: “Wir legalisierne bei uns jetzt sämtliche Kriminalität.”
Claus Kleber: “Wieso das denn, frage ich da, mmmh.”
Obama: “Na, weil dann die Verbrechensrate vollständig verschwinden tut.”
Claus Kleber: “Was wird also in Amerika noch alles legalisiert, Herr Bush?”
Obama: “Naja, Amokläufe, Sex vor der Ehe, Serienmorde – alles, einfach alles.”
Claus Kleber: “Is’ ja schrill.”
Obama: “Eben, und dann können wir auch mit unserem Gen-Soja die Dritte Welt verseuchen und der Merkel beim Langlaufen den Skistock ansegen und sind immer unschuldig.”
Claus Kleber: “Sie sind ja ein Psychopath, hehe!”
NDR-Sendung extra 3, Persiflage auf das Interview von Claus Kleber mit Barack Obama, 5. Feb. 2014

SPIEGEL Online trägt in seinem aktuellen Hauptaufmacher die scharfe Kritik von Human Rights Watch an Barack Obama an seine Leser weiter – in den vergangnen Jahren hat das Online-Portal hingegen gerne Jubelarien auf den US-Präsidenten angestimmt; Foto: Reuters

Gerne gerierte sich der SPIEGEL in der Vergangenheit wie eine PR-Abteilung des US-Präsidenten und ergoss sich in Lobeshymnen wie “Gipfelstürmer Obama packt Weltprobleme an”. Der SPIEGEL betrieb damit oft genug Mythenbildung statt Aufklärung (SPIEGELblog berichtete mehrfach über dieses PR-Gebaren, siehe hier).

Wie richtig SPIEGELblog mit der Kritik lag, zeigt sich jetzt auch an der Kritik von Human Rights Watch an der Politik von Obama. So schreibt SPIEGEL Online aktuell in seinem Hauptaufmacher “Drohnenkrieg und NSA-Affäre: Menschenrechtler prangern Obamas Politik an” (siehe auch Screenshot):

“Bei Drohnenangriffen sterben Zivilisten, Massenüberwachung löscht das Recht auf Privatsphäre aus: Human Rights Watch äußert scharfe Kritik an US-Präsident Obama. Insgesamt listet die Organisation Verstöße gegen die Menschlichkeit in 90 Ländern auf.”

Die Politik-Journalisten beim SPIEGEL haben in Bezug auf Obama schlicht ihren Job nicht gemacht
Dass Obama im Grunde nicht besser ist als sein Vorgänger George W. Bush – und in so mancher Hinsicht sogar noch schlimmer -, das war für den kritischen Betrachter freilich nicht schwer zu erkennen. Die Politik-Journalisten vom SPIEGEL haben folglich in Bezug auf den US-Präsidenten einfach ihren Job nicht gemacht, sondern viel zu oft regelrecht ehrerbietig zu Obama aufgeschaut.

Bleibt zu hoffen, dass uns der SPIEGEL in Zukunft mit seinen Jubelarien auf Obama verschont und stattdessen der hohen Politik konsequent und penibel auf die Finger schaut und, wenn nötig, sozusagen auch auf die Finger haut.

Bluter und AIDS: Der SPIEGEL behauptet wider die Faktenlage, mehr als tausend Bluter seien in Deutschland an AIDS gestorben, weil sie mit HIV verseuchte Blutpräparate bekommen hätten

  25. Oktober 2013, von T. Engelbrecht

“Darby’s study suggests that, at least for hemophiliacs, HIV medicine is the deadliest factor affecting those diagnosed as having AIDS.”
Paul Philpott, “Darby Debunked: Pro-HIV hemophiliac study actually points towards non-contagious AIDS”, rethinkingaids.com

Ausschnitt aus dem SPIEGEL-Artikel “Die Vergessenen”, Ausgabe vom 21. Okt. 2013, S. 122 – 124; Foto: Dmitrij Leltschuk/SPIEGEL

In einer aktuellen Ausgabe bringt der SPIEGEL den Artikel “Die Vergessenen” (siehe auch Screenshot), in dem die Behauptung aufgestellt wird, “mehr als tausend Bluter starben in den vergangenen drei Jahrzehnten in Deutschland an AIDS, weil sie verseuchte Blutpräparate bekommen hatten”.

Doch diese These ist schlicht unbewiesen, um nicht zu sagen hanebüchen.

Dasselbe gilt im Übrigen für den ZDF-Film “Blutgeld”, der in dem SPIEGEL-Artikel zitiert wird und den das ZDF am kommenden Montag ausstrahlt. Wird doch in “Blutgeld” auch die haltlose These aufgestellt, “bis Mitte der 80er Jahre wurden tausende Bluter von den Herstellern, insbesondere dem BAYER-Konzern, wissentlich mit HIV und Hepatitis-C infiziert”.

Dass derlei Behauptungen durch die Faktenlage nicht gedeckt sind, kann ich fundiert so konstatieren, denn ich habe das Thema HIV/AIDS eingehend über Jahre recherchiert und faktisch durchgeprüft. Ergebnis davon ist u.a. meine Artikel “HIV ist nachweislich ein Mythos – und AIDS-Medikamente können nicht die Lösung sein”, der Anfang 2013 in der Zeitschrift CoMed erschienen ist, genau wie das Buch “Virus-Wahn”, das ich zusammen mit dem Kieler Internisten Dr. med. Claus Köhnlein geschrieben habe.

In diesem Buch “Virus-Wahn” gehen wir auch dezidiert auf die Themen Hepatitis C und HIV/AIDS ein. Und z.B. in dem Unterkapitel “Bluter und AIDS” zeigen wir klar auf, warum es nicht fundiert ist anzunehmen, dass tausende Bluter mit dem so genanntem HIV infiziert wurden.

Tatsächlich waren es nämlich die toxischen Medikamente, die die Bluter krank machten – und nicht ein imaginäres HI-Virus!

Warum dies nachweislich so ist, zeigen wir in dem erwähnten “Virus-Wahn”-Unterkapitel “Bluter und AIDS” auf. Dort heißt es unter anderem:

Zur endgültigen Zementierung des Glaubens, dass AIDS eine Virus-Krankheit ist, hat auch die Veröffentlichung der Darby-Studie im September 1995 in Nature beigetragen. Darin wurden für den Zeitraum 1985 bis 1992 die Todesraten von Blutern in England, die positiv getestet worden waren, mit denen von “negativen” Blutern verglichen. Und an den abgedruckten Kurven konnte man sehen, dass die Todesraten der positiv getesteten Bluter von etwa 1986 an zu steigen begannen; und 1987 ging deren Sterbekurve dann noch steiler nach oben. Im Vergleich dazu blieb die Kurve, die die Todesfälle der “negativen” Bluter abbildete, praktisch unverändert. Damit war und ist für die orthodoxe Medizin der Beweis erbracht: HIV ist verantwortlich für den Anstieg der Todeszahlen unter den positiven Blutern.

Doch auch an dieser Studie und ihren Schlussfolgerungen regte sich scharfe Kritik. Der bereits erwähnte australische Forscher Mark Craddock zum Beispiel verfasste ein dezidiertes Paper und reichte dies bei Nature ein. Doch es wurde genauso zurückgewiesen wie die Analysen von Peter Duesberg297 und der australischen Perth Group. Dabei ist die Logik hinter der Kritik bestechend:

So steht das, was Blutern fehlt – der Gerinnungsfaktor VIII – seit den 60-er Jahren als Präparat zur Verfügung. Fortan wurde Faktor VIII verabreicht, woraufhin die Lebenserwartung von Blutern kontinuierlich anstieg, und zwar bis 1985, also genau bis zu dem Zeitpunkt, als die HIV-Antikörper-Tests eingeführt wurden. Ein entscheidender Aspekt, der in der Darby-Studie sträflich vernachlässigt wird.

Mit ihrer Einführung 1985 kamen diese Antikörper-Tests sofort und massenweise zum Einsatz. Zugleich hatte alle Welt bereits die Formel fest im Kopf abgespeichert: positiver Test = HIV-Infektion = AIDS = Todesurteil. Dadurch wird der Anstieg der Todesrate bei den Blutern ab 1985 leicht erklärbar. Denn diejenigen, die einen positiven Testbescheid übermittelt bekamen, wurden in eine Art Schockzustand versetzt, woraufhin viele von ihnen Selbstmord begingen. Vor allem aber wurden alle, die von ihrem positiven Test-Ergebnis erfahren hatten (egal, wie gesund oder krank sie waren), automatisch als AIDS-Patienten behandelt.

Mit der Folge, dass die Forscher und Ärzte alle möglichen Stoffe, und seien sie noch so toxisch, an ihnen ausprobierten und als Dauergabe verabreichten, darunter Anti-Pilzpräparate oder das die Zellteilung hemmende Antibiotikum Eusaprim. Dies betraf auch Bluter, die positiv getestet wurden, aber ansonsten keine gesundheitlichen Probleme hatten – und die erst durch die giftigen Medikamente richtig krank gemacht wurden.

Generalbundesanwalt bestätigt: Adam Lanza, der Ende 2012 Amok lief, hat genau wie Aaron Alexis, der Mitte September 2013 Amok lief, Antidepressiva genommen – doch der SPIEGEL blendet immer noch aus, dass die Psychopharmaka sehr wohl für die Amokläufe verantwortlich zeichnen können

  30. September 2013, von T. Engelbrecht

“Once again, antidepressants have been linked to an episode of horrific violence. The New York Times reports [on September 18, 2013, on page A1] that Aaron Alexis, who allegedly shot 12 people to death at a Navy facility in Washington, DC, on September 16, 2013, received a prescription for the antidepressant trazodone in August.”
John Horgan, “Did Antidepressant Play a Role in Navy Yard Massacre?”, Scientific American, 20. Sept. 2013

“Bereits die ersten Studien und weitere klinischen Arbeiten zum SSRI-Antidepressivum Prozac zeigten in der Tat, dass diese Präparate gewalttätig machen können. Auch gibt es eine große Zahl von Fallberichten über die Nebenwirkungen gibt, die in der MedWatch-Datenbank der US-Medikamentenzulassungsbehörde FDA aufgelistet sind. Ein Team um den Harvard-Psychiater Dr. Joseph Glenmullen wertete in einer Studie diese MedWatch-Datenbank aus: Er erstellte eine Liste von 31 Medikamenten, in deren Zusammenhang bereits über Fälle von Gewalt gegen andere Personen berichtet wurde, darunter auch viele Tötungsdelikte. 25 der 31 Medikamente waren Psychopharmaka, wiederum elf davon Antidepressiva. Das Erstaunliche ist, dass von den 31 Präparaten die SSRI-Antidepressiva Prozac und Paxil am zweit- und dritthäufigsten mit derlei Gewaltakten in Verbindung gebracht werden konnten.”
Robert Whitaker, US-Bestsellerautor und Kritiker der heutigen auf Medikamente fixierten Psychiatrie, in einem Interview mit mir (Torsten Engelbrecht), Natur & Heilen, 09/2013

Erinnern Sie sich noch an den Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School (US-Bundesstaat Connecticut in der Kleinstadt Newtown, rund 100 Kilometer nordöstlich von New York City) am Vormittag des 14. Dezember 2012? Bei dem Amoklauf kamen insgesamt 28 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder, sechs Angestellte einer Grundschule sowie die Mutter des Täters. Der Täter, der 20-jährige Adam Lanza aus Newtown, tötete sich anschließend selbst.

Gemessen an der Anzahl der Todesopfer handelt es sich bei der Wahnsinnstat um den drittschwersten Amoklauf an einer Schule in der Geschichte der Vereinigten Staaten, so ist bei Wikipedia zu lesen.

Entsprechend umfassend berichtete auch der SPIEGEL – und das Magazin versprach natürlich schonungslose Aufklärung. Doch Pustekuchen. Denn auch der SPIEGEL schaute, als es um die Identifizierung möglicher Ursachen bzw. um Erklärmuster für das Geschehene ging, gerne auf die Waffenlobby oder auch auf Videospiele – Medikamente und insbesondere Antidepressiva, kurz SSRIs, hingegen wurden konsequent ausgeblendet. Dies ist ein eklatantes Versäumnis, da es fundierte Daten gibt, die unmissverständlich anzeigen, dass SSRIs und andere Psychopharmaka brutal aggressiv machen können.

Über dieses eklatante Versäumnis des SPIEGEL haben wir auch berichetet (siehe unseren Beitrag vom 17. Dezember 2012 “Amoklauf in Newtown: Der SPIEGEL blendet das Thema Medikamente als mögliche (Mit)Ursache erneut fahrlässig aus”). Und dieses Versäumnis wiegt nun um so schwerer, wenn man bedenkt, dass nun der stellvertretende Generalbundesanwalt des US-Bundesstaates Connecticut de facto bestätigt hat, dass der Amokläufer Adam Lanz Antidepressiva genommen hatte.

“It is known that Lanza suffered from Asperger syndrome, which is commonly treated with SSRIs [= Antidepressiva] that have been linked with violent outbursts”
So berichetet infowars.com am 24. September in dem Artikel “State of Connecticut Refuses to Release Adam Lanza’s Medical Records”: “The State of Connecticut is refusing to release Sandy Hook gunman Adam Lanza’s medical records over fears that divulging the identity of the antidepressants he was taking would, ’cause a lot of people to stop taking their medications,’ according to Assistant Attorney General Patrick B. Kwanashie.”

Die Begründung ist natürlich haarsträubend, denn gerade bei einer solchen Wahnsinnstat, bei der 28 Menschen, darunter 20 Kinder, ums Leben kamen, kann es doch nur um vorbehaltlose Aufklärung gehen. Und dazu gehört eben auch abzuklären, welche Medikamente Adam Lanza geschluckt hat. Und wenn diese Medikamente tatsächlich Adam Lanza zu seinem Amoklauf getrieben haben, so wäre es sehr wohl angebracht für Patienten, die dieselben oder vergleichbare Medikamente einnehmen, “to stop taking their medications”. Zumal es ohnehin keine soliden Langzeitstudien gibt, die die Wirksamkeit socher Psychopharmaka belegen.

Im Übrigen heißt es in dem infowars.com-Beitrag weiter:

“Despite the fact that the search warrant pertaining to Lanza’s residence made reference to ‘prescriptions,’ no information has been released on the identity of the medication Lanza was taking. It is known that Lanza suffered from Asperger syndrome, which is commonly treated with Selective serotonin reuptake inhibitors (SSRIs), psychotropic drugs that have been linked with violent outbursts. Louise Tambascio, a family friend of the shooter and his mother, also told 60 Minutes, ‘I know he was on medication and everything… I knew he was on medication, but that’s all I know.’”

Die weite Verbreitung von Schusswaffen, wie sie in den USA zu beobachten ist, kann nachweislich nicht der Hauptfaktor für die Amokläufe sein – doch der SPIEGEL will das einfach nicht erkennen
Dieselben Versäumnisse sind beim SPIEGEL auch beim Amoklauf des US-Navy-Reservisten Aaron Alexis zu beobachten. Am 16. September dieses Jahres erschoss der 34-jährige Alexis auf auf einem Marinestützpunkt in Washington 12 Menschen (gemäß dem englischsprachigem Wikipedia handelt es sich dabei immerhin um den“second-deadliest mass murder on a U.S. military base after the Fort Hood shooting in November 2009″). Kurz darauf wurde er selbst von der Polizei getötet. Und obwohl sich herausstellte, dass Alexis das Antidepressivum Trazodone (auf Deutsch: Trazodon) genommen hatte, ist das für den SPIEGEL nicht erwähnenswert – was um so bemerkenswerte ist, wenn man bedenkt, dass SPIEGEL Online in einem völlig anderen Zusammenhang am 3. März dieses Jahres schreibt, dass Trazodone einem “echt die Lichter ausknipst”.

Zwar berichtet etwa SPIEGEL Online, dass Alexis unter psychischen Problemen litt (wobei es wohlgemerkt in einer Überschrift gerade einmal vage heißt, Alexis hätte “offenbar unter psychischen Problemen” gelitten). Doch dass er ein Antidepressivum einnahm (geschweige denn, dass dieses ursächlich für den Amoklauf verantwortlich gemacht werden könnte), erfährt man von dem Nachrichtenportal nicht. Stattdessen sieht der SPIEGEL wieder einmal nur den “Waffenwahn” in den USA als Problem.

Doch der Waffenwan alleine kann die Amokläufe nachweislich eben nicht erklären bzw. stellt nicht die primäre Ursache dar. Denn bereits in den 1970er Jahren und davor war es so, dass es in den USA viel mehr Waffengewalt und Tötungsdelikte gab als in Kanada, Europa und Asien. Und auch in den USA selber sah es diesbezüglich vor 40 oder 50 Jahren vergleichsweise schlimmer aus als heutzutage. Und in dieser Zeit waren „school shootings“ oder Massentötungen im Stile des Navy-Reservisten Aaron Alexis auch in den Vereinigten Staaten praktisch noch ein unbekanntes Phänomen.

Erst ab Anfang der 1980-er Jahre – praktisch parallel zum Aufkommen der modernen Antidepressiva wie Prozac – und dann verstärkt in den 1990-er Jahren trat das Phänomen dieser Massentötungen (Amokläufe/”school shootings”) auf (siehe dazu etwa die “Timeline of 62 mass shootings in the United States, from 1982 through 2012″ vom Mother Jones Magazin vom 27. Februar 2013). Die weite Verbreitung von Schusswaffen, wie sie in den USA zu beobachten ist, kann folglich nicht der Hauptfaktor sein für Amokläufe. Denn wenn dem so wäre, so hätte es derlei Amokläufe z.B. schon in den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhundersts geben müssen, doch das ist eben nicht der Fall.

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Weiterer interessanter Link zum Thema:

Joseph M. Mercola, “The Violent Side Effects of Antidepressants that Many Ignore”, mercola.com, 3. Okt. 2013

Telepolis: Der SPIEGEL hält in seiner Titelstory “Wie Nichtwähler die Demokratie verspielen” eine fiktive Hörspielfigur für real

  18. September 2013, von T. Engelbrecht

(Mit Dank an Ludo K. und Miranda H.)

Der SPIEGEL, 38/2013; Titelbild: der SPIEGEL

Wie Telepolis in seiner Story “Verschimmelte Kekse” berichtet, zitiert Der SPIEGEL in seiner aktuellen Titelstory über Nichtwähler (siehe Screenshot links) die Nichtwähler-Aktivistin “Sonja Schmidt-Peters”, die sich verächtlich über politische Parteien äußert. Wählen sei “so etwas wie heilig”, wer sich verweigere, gelte als “schlechter Mensch”. Parteien seien wie “verschimmeltes Brot oder verschimmelte Kekse”. Der SPIEGEL bewertet Schmidt-Peters, die er neben den unvermeidlichen Parteienkritikern Arnulf Baring, David Precht und Gertrud Höhler zitiert, als “arrogant”.

Tatsächlich, so Telepolis, sei “Schmidt-Peters” aber nicht einmal das. Die “Nichtwähler-Aktivistin”, vor deren Hybris Der SPIEGEL warne, sei in Wirklichkeit eine Inszenierung des Polit-Satirikers Hartmut Lühr, Mitinitiator des vom SPIEGEL ebenfalls im Artikel genannten Projekts “Wahlabsage”. “Pädagogin Sonja Schmidt-Peters” sei die fiktive Protagonistin der von “moderne21″ veröffentlichten Politsatire “Staatsnah geht die Moderne stiften”, die zwei Wochen zuvor in der Tucholsky-Buchhandlung in Berlin-Mitte als Hörspiel Premiere hatte.

Lesen sie hier den ganzen Beitrag von Telepolis.

Der SPIEGEL macht sich erneut zum Handlanger des Polit-Establishments
Im Übrigen verklärt der SPIEGEL mit seinem aktuellen Cover-Bild, auf dem gegen Nicht-Wähler ätzt, erneut – wie bei seiner vorherigen Titelgeschichte über Angela Merkel (siehe SPIEGELblog-Beitrag) – die Realität und macht sich so im Grunde erneut zum Handlanger des Polit-Establishments. In Wahrheit machen nämlich nicht, wie der SPIEGEL behauptet, die Nichtwähler die Demokratie kaputt, sondern die Lenker der Großindustrien, die die Politiker zu Marionetten degradieren – was es wiederum den Gedanken durchaus berechtigt erscheinen lässt, Wählengehen bringt sowieso nichts. Dank Medien wie dem SPIEGEL ist das der breiten Masse aber noch nicht wirklich klar. Hackt der SPIEGEL doch lieber auf den Nichtwählern herum, anstatt eben seinem Millionenpublikum konsequent zu erzählen, wie durchkorrumpiert das deutsche Politsystem ist und wie wenig sich Merkel&Co um das Gemeinwohl kümmern und wie sehr um die Belange der Großkonzerne.