The Lancet zieht Studie zur MMR-Impfung von Dr. Wakefield zurück - und der SPIEGEL hat nichts besseres zu tun, als Inquisitionsjournalismus zu betreiben

  07. Februar 2010, von T. Engelbrecht

“I believe that the public lynching and shaming of Dr. Wakefield is unwarranted and overwrought, and that history will ultimately judge who was right and who was wrong about proposing a possible association between vaccination and regressive autistic spectrum disorder (ASD).”
David Kirby: “The Lancet Retraction Changes Nothing”, Huffington Post

Zunächst ist festzuhalten: Mit ihrem Artikel mit der knalligen Überschrift „Das offizielle Ende eines Forschungsskandals“ (siehe Screenshot) offenbart SPIEGEL-Online-Autorin Cinthia Briseño gleich zu Beginn, dass sie nicht nach den Fakten recherchiert hat. So schreibt sie: „Die Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln [= MMR-Impfung] soll Autismus auslösen. Das war das Ergebnis einer Studie vor zwölf Jahren“. Das ist griffig formuliert, aber Unsinn. Denn die 1998 im Fachmagazin Lancet veröffentlichte Studie unter Federführung des britischen Mediziners Andrew Wakefield berichtete nur über Einzelfälle von Kindern mit starken Darmproblemen und geistigen Entwicklungsstörungen (u.a. Autsmus), die nach Angaben der Eltern nach der Masern-Mumps-Röteln (MMR) Impfung aufgetreten waren. Wakefield betonte dbei selber immer wieder, dass diese Studie KEINEN URSÄCHLICHEN ZUSAMMENHANG zwischen der MMR-Impfung und den beobachteten Gesundheitsstörungen beweise. Er wies aber auf die Beobachtung der hilfesuchenden Eltern der geschädigten Kinder hin und regte weitere Untersuchungen an.

Huffington Post: “The Lancet Retraction Changes Nothing”
Im Übrigen: Was ist falsch an Wakefields Vorgehen, Berichte von Eltern ernst zu nehmen, auf mögliche(!) schädliche Wirkungen einer Mehrfachimpfung hinzuweisen - und diesen Hinweisen dann nachzugehen? Was ist daran verkehrt, mögliche Probleme durch genaue Untersuchungen auszuschließen? Ist es nicht sogar dringend geboten, genau zu untersuchen, ob Kinder durch eine Impfung einen Schaden erlitten haben, um so zukünftige Schäden zu vermeiden, bessere Therapien für die Geschädigten finden zu können und den schon entstandenen Schaden wenigsten finanziell auszugleichen?

Fragen, die die Autorin Briseño gar nicht zu beschäftigen scheinen, im Gegenteil…

Zusammenfassend kann man sagen: Die Art und Weise, wie SPIEGEL Online diesen angeblichen “Forschungsskandal” mal wieder dazu nutzt, blind auf diejenigen einzuhauen, die den zum Teil sehr giftigen Inhaltsstoffen von Impfungen kritisch gegenüber stehen bzw. Gesundheitsschäden wie Autismus mit Impfungen und anderen Umweltfaktoren in Verbindung bringen, wird den Fakten nicht gerecht. So blendet SPIEGEL-Online-Autorin Briseño zentrale Fakten einfach aus, die z.B. David Kirby, Autor des Bestsellers “Evidence of Harm: Mercury in Vaccines and the Autism Epidemic”, in seinem Beitrag “The Lancet Retraction Changes Nothing” für die Huffington Post benennt:

“The evidence that autism is increasing at alarming rates, and that some thing (or things) in our environment is wreaking havoc on a vulnerable one-percent of all US children is now so irrefutable that, finally, the federal government is climbing aboard the environmental research bandwagon - way late, but better than never.

Are vaccines the only contributing factors to autism? Of course not. Other pharmaceutical products like thalidomide and valporic acid, as well as live mumps virus, have been associated with increased autism risk in prenatal exposures, so we already know that a variety of drugs and bugs can likely make a child autistic.”

In diesem Zsh. zitiert David Kirby auch Thomas Insel, Leiter des führenden staatlichen Forschungsgremiums in den USA zum Thema Autismus (des Inter-Agency Autism Coordinating Committee): “Better diagnosis and reporting cannot explain away this huge increase in regressive autistic spectrum disorder cases. There is no question that there has got to be an environmental component.”

Die Attacke von SPIEGEL Online gegen Wakefield ist zynisch
In ihrem Artikel übersieht Briseño außerdem, dass es einen Ersatz in Form eines Einzelimpfstoffes gegen Masern gab und gibt.  Die britischen Impfbehörden hätten also schlicht und einfach weiterhin die Einzelimpfung anbieten und weitere Forschungen zur MMR-Impfung durchführen können - wenn wirklich die Beseitigung der Masern ihr Motiv gewesen wäre. Genau dies haben sie aber nicht getan, denn sie verweigerten der Bevölkerung den Einfachimpstoff. So etwas zu tun und dann Wakefield die Schuld an Maserntodesfällen zu geben, das ist schon bodenloser Zynismus. mehr »

Kuschen vor Ackermann: Wie SPIEGEL Online beim Jubel über den Rekordgewinn der Deutschen Bank vergisst zu erwähnen, dass dieser nur mithilfe von Staatshilfen möglich war

  04. Februar 2010, von T. Engelbrecht

Die Topmeldung bei SPIEGEL Online heute früh um 9.15 Uhr lautete: „Bilanz 2009: Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn“ (siehe Screenshot). Diese Topmeldung verweilte längere Zeit an der Spitzenposition - ist aber jetzt von der Oberfläche der Homepage von SPIEGEL Online verschwunden. Ist die Meldung dem Nachrichtenportal mittlerweile peinlich? Grund genug gäbe es dafür!

Schon Anfang 2009 kolportierte SPIEGEL Online Ackermanns Märchen vom “kategorischen Nein” zu Staatshilfen
So heißt es es gleich im Vorspann des Beitrags: “Die Deutsche Bank verbucht trotz der Krise große Gewinne. Mit einem Plus von fünf Milliarden Euro im Jahr 2009 toppt das Institut die Erwartungen der Analysten. Vorstandschef Ackermann wertet den Erfolg als ‘klaren Trend zur Erholung der Wirtschaft’ - und zahlt seinen Investmentbankern mehr Boni.”

Dabei vergisst SPIEGEL Online nur geflissentlich zu erwähnen, dass und in welchem Ausmaß die Deutsche Bank von staatlichen Rettungsaktionen profitiert hat und dass sie ohne diese Rettungsaktionen wie im Jahr 2008 in den Miesen verharren würde. Dies ist um so peinlicher, weil Ackermann schon mal der Welt sein Märchen vom “kategorischen Nein” zu Staatshilfen erzählen konnte - und dies auch von SPIEGEL Online kolportiert wurde, wie SPIEGELblog Anfang 2009 berichtete. Jetzt hat Albrecht Müller von den nachdenkseiten.de noch mal kurz aufgedröselt, wie sehr das Nachrichtenportal aktuell vor Ackermann kuscht. Abel schreibt:

“Die Deutsche Bank hat mit insgesamt 2 Mrd. € von der Rettung der Hypo Real Estate profitiert. Siehe hier und hier. Sie hat rund 12 Mrd. US-$ von der Rettung des US-Versicherers AIG durch den amerikanischen Steuerzahler profitiert. Siehe hier Hinweis Nr. 3 ‘Der amerikanische Steuerzahler hat die Zeche bezahlt’, heißt es im Text der FTD.

Das sind zwei Beispiele dafür, wie die Deutsche Bank durch Rettungsaktionen öffentlicher Hände gerettet worden ist. Und diese beiden Beispiele sind nicht einmal die ganze Wahrheit. Es wäre die Pflicht von Journalisten, wenigstens auf diese geretteten Gelder hinzuweisen, wenn sie schon nicht weiter recherchieren, was die Deutsche Bank zum Beispiel von der mehrheitlichen Übernahme der Postbank und der Rettung der Industriekreditbank profitiert hat.”

Lesen Sie hier den Rest des Beitrags.

SPIEGEL relativiert kritische Studie zu Gen-Mais auf idiotische Weise - und beruft sich auch noch auf Monsanto und eine korrumpierte Behörde

  03. Februar 2010, von T. Engelbrecht

Es ist schon abstrus: Da bastelt der SPIEGEL aus jeder noch so vagen und oft schlicht haltlosen Vermutung von Krebs- oder Stammzellforschern und selbst von einem Pharmlobbyisten wie Bill Gates eine Schlagzeile mit einer Tatsachenbehauptung bzw. Jubelbotschaft -, doch wenn es um Negativnews geht zu Dingen, die elementare Interessen von Industrien betreffen, so werden diese gerne relativiert, was das Zeug hält. So geschehen auch vor kurzem auf SPIEGEL Online in dem Beitrag “Gentechnisch veränderter Mais: Forscher finden mögliche Schäden bei Ratten” (siehe Screenshot). Man beachte hier das Adjektiv “mögliche” - und wie der Verfasser des Beitrags, Jens Lubbadeh, dieses “mögliche” (also seine Zweifel daran, die kritische Studie über Monsantos Gen-Mais könnte stichhaltig sein) begründet.

Was Monsanto und die korrumpierte Behörde EFSA von sich geben, wird von SPON-Autor Lubbadeh gar nicht hinterfragt
So schreibt Lubbadeh einfach mal so hin, “Monsanto hat eine Gegendarstellung zu der Studie veröffentlicht, worin der Konzern den Forschern methodische Mängel in ihrer Auswertung vorwirft”. Das war’s, basta! Das heißt: Lubbadeh sortiert diese doch nicht unerhebliche Position von Monsanto gar nicht ein. Als könne man das, was Monsanto so absondert, dem Leser unhinterfragt als solide auftischen…

Erschwerend kommt hinzu, dass er vor diesem Satz folgendes ausführt: “Die Forscher[, die die Rohdaten aus Fütterungsversuchen an Ratten, die Monsanto selbst in Auftrag gegeben hatte, untersuchten,] fanden Veränderungen in den Organen der Ratten, vor allem in den Nieren und der Leber. Dennoch wollen sie nicht von einem Beweis für Toxizität sprechen, sondern nur von Hinweisen. Séralini und seine Kollegen bemängeln, dass der Fütterungsversuch nicht lange genug dauerte, um Toxizität nachzuweisen oder möglicherweise krebserregende Eigenschaften der Maissorten. Zudem seien die Versuche nur einmal und an einer einzigen Säugetier-Art durchgeführt worden.”

Erschwerend kommt dies deshalb hinzu, weil Lubbadeh diese Sätze lediglich zum Anlass nimmt, seine Grundthese, die Ergebnisse der kritischen Studie an Monsantos Gen-Mais müssten angezweifelt werden, zu stützen. Statt dessen jedoch hätte jeder klar denkende Mensch geschlussfolgert: OK, hier gibt es eine Studie, die vielleicht keine endgültigen Beweise, aber ganz sicher deutliche Hinweise dafür liefert, dass dieser Gen-Mais leber- und nierenschädigend ist. Das heißt, wir brauchen nun weitere, noch aussagekräftigere Studien zum Thema - und bis die Sache endgültig geklärt ist, muss der Gen-Mais natürlich verboten bleiben.

Doch in diese Richtung denkt und schreibt Lubbadeh offenbar überhaupt nicht -, was gerade für einen Journalisten blamabel ist.

Dazu passt, dass Lubbadeh schließlich noch die Auffassung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervorhebt. So heißt es in einer Zwischenüberschrift: “EFSA bewertet Genmais als unbedenklich”. Das ist eine klare Botschaft, die deutlich macht, wohin uns Lubbadeh gedanklich schicken will. Doch Lubbadeh übersieht, dass man besonders auch von der EFSA nicht alles so einfach übernehmen kann, was sie so absondert. Denn die EFSA ist weit davon entfernt, ein Hort der wissenschaftlichen Unabhängigkeit zu sein. Tatsächlich wird die EFSA - genau wie andere Behördenbis hin zur WHO - von Industrieinteressen und gerade auch von Gentech-Konzernen wie Monsanto massiv beeinflusst.

Weiterer Link zum Thema:

# Studie zeigt: Gen-Pflanzen brauchen - entgegen den Versprechungen der Gentech-Konzerne - MEHR Pestizide.

Der SPIEGEL sinkt mit der Fortsetzung des Wagenknecht-Bashings auf BILD-Niveau ab

  01. Februar 2010, von Zed is dead

(Mit Dank an Andreas R.)

Am 5. Juli 2009 bloggte Ralph T. Niemeyer, der Ehemann von Sahra Wagenknecht, ein paar launige, merkwürdige und skurrile Dinge über seine Gattin. Die SPIEGEL-Online-Nachwuchskraft Katharina Peters entdeckte nun Niemeyers Blog in ihrem Stück “Indiskretes vom Gatten aus Irland” (siehe Screenshot). Weil die “Sahra & Oskar in Love”-Story vor ein paar Wochen nicht nur von SPIEGEL Online (siehe SPIEGELblog-Bericht), sondern auch von der “alternativen” taz unkritisch bejubelt wurde, fühlte sich SPIEGEL Online offenbar ermuntert, das Wagenknecht-Bashing fortzusetzen.

Gestern, am 31. Januar 2010 — sechs Monate nach Niemeyers Blogeinträgen — zitiert Peters also bei SPIEGEL Online auszugsweise aus dessen Blog (ohne auf das Blog zu verlinken): Wagenknecht sei seine “überallesgeliebte Frau … Stalinistin … exklusive Privatkommunistin … Sahranka …” usw. usf.

Doch die von Niemeyer unter “Satire” veröffentlichten Texte wären — wenn überhaupt — ein Fall für die SPIEGEL-Online-Ecke “Panorama”. Doch das Nachrichtenportal veröffentlichte sie in der Rubrik “Nachrichten -> Politik -> Deutschland”. Das heißt: Die Bloggerei des Gatten einer aktiven Politikerin der
Linken ist für SPIEGEL Online ein politisch relevantes Thema.

Noch eine wichtige politische Meldung:

Der SPIEGEL hat vor Gericht Akteneinsicht über die Noten des Promotionsverfahrens der Bundeskanzlerin erstritten. Jetzt weiß Deutschland, dass Angela Merkel 1983 für ihre physikalischen Forschungen “sehr gut” und für ML “genügend” erhielt (Rubrik: Nachrichten -> Politik -> Deutschland). Das heißt: Die Promotionsnoten der Kanzlerin aus dem Jahr 1983 sind für das selbsternannte “Sturmgeschütz der Demokratie” ein politisch relevantes Thema.

Vielleicht ist die hemmungslose Boulevardisierung des Politischen der Versuch der SPIEGEL-Gruppe, die Demütigung durch den Springer-Verlag zu kompensieren. Denn was sich Mitte 2009 andeutete, steht seit Ende 2009 fest: Bild.de hat SPIEGEL Online abgehängt.

Die Leserkommentare zum Wagenknecht-Artikel lassen allerdings nicht darauf schließen, daß SPON mit diesem Boulevard-Kurs erfolgreicher sein wird. Bild.de ist und bleibt das Original.

Der SPIEGEL gibt erneut haltlose Werbebotschaften des Impfstoff-Lobbyisten Bill Gates an sein Millionenpublikum weiter

  29. Januar 2010, von T. Engelbrecht

Wenn der Pharma- und Monsanto-Lobbyist Bill Gates eine Pressemitteilung rausschickt, bietet sich der SPIEGEL gerne als Steigbügelhalter an und gibt die Marketingbotschaft einfach ungeprüft an sein Millionenpublikum weiter. So geschehen etwa im Sommer 2009 (siehe SPIEGELblog-Bericht) - und so auch geschehen heute auf SPIEGEL Online in dem großen Aufmacher “Bill Gates spendet weitere Milliarden für Impfstoffe” (siehe Screenshot). Die zentrale Botschadt des Stücks: Impfstoffe sind das große Heilmittel, um in armen Ländern Krankheiten wie Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung und Malaria zu bekämpfen - und deswegen ist Bill Gates ja der ach sooooo große Menschenfreund, dem wir alle unendlich dankbar sein müssen.

In der Bildunterschrift wird dann auch noch Gates’ Statement prominent platziert: “Wir müssen dies zum Jahrzehnt der Impfstoffe machen.” Und imLauftext darf er dann noch sagen: “Für die Stiftung haben Impfstoffe Priorität.”

Dem SPIEGEL fehlt die kritische Distanz zur Propaganda von Bill Gates und den Impfstoffherstellern
In Wahrheit jedoch ist dies nichts als üble Propaganda. Auf jeden Fall lässt der SPIEGEL jegliche kritische Distanz vermissen, die gerade beim Thema Impfstoffe dringend geboten ist. Die Schweinegrippe-Idiotie sollte dies jedem vor Augen geführt haben.

Wer sich also für Impfstoffe einsetzt, ist noch lange nicht automatisch ein großer Menschenfreund. So wird das Impfstoffgeschäft für die Pharmafirmen immer wichtiger, um die von ihren Aktionären geforderten Renditen überhaupt noch einfahren zu können, wie der SPIEGEL selber vor kurzem in einem seiner ganz wenigen kritischen Beiträge zur Schweinegrippe “Immun gegen die Impfung” (Ausgabe 43/2009, S. 141) schilderte. Solche kritischen Passagen sind beim SPIEGEL also nur Momentaufnahmen, die letztlich untergehen in der Flut an Artikeln, in denen nur das, was das pharmadominierte Medizinestablishment absondert, kritiklos weitergereicht wird.

Erinnern wir uns an dieser Stelle auch noch mal an die auf SPIEGELblog schon mal erwähnten Äußerungen von Medizinnobelpreisträger Luc Montgnier. Dieser sagte in einem Interview mit Brent Leung, Macher der mehrfach preisgekrönten Dokumentation “House of Numbers: The HIV/AIDS Story is Being Rewritten”, dass sich Big Pharma und die Politik aus Profitgründen viel zu sehr auf die Suche nach Medikamenten und Impfstoffen fokussieren. Stattdessen jedoch solle man sich, so Montagnier, lieber um den Aufbau des Immunsystems der Kranken kümmern und sie vor allem richtig ernähren.

Der SPIEGEL baut einen Popanz auf, indem er Impfstoffe als die großen Heilsbringer verkauft
Im Übrigen bauen der SPIEGEL im Kanon mit Bill Gates und den Impfstoffherstellern einen Popanz auf, wenn sie behaupten, Krankheiten wie Keuchhusten, Polio oder Diptherie seien in den Industriestaaten erfolgreich mithilfe von Impfungen bekämpft worden. In Wahrheit nämlich waren diese Krankheiten bereits drastisch zurückgegangen, BEVOR die Massenimpfungen schließlich eingeführt wurden (siehe dazu den SPIEGELblog-Bericht “Der SPIEGEL und das Thema Impfen: noch kein hinreichend neutraler Zugang”).

Malaria ist womöglich noch mal gesondert zu betrachten. Doch wo, bitte schön, ist auch nur der Hauch eines Beweises dafür, dass der Impfstoff RTS.S, der sich, wie SPIEGEL Online mit euphorischem Unterton berichtet, derzeit noch in der klinischen Erprobung befindet und für dessen Entwicklung sich Bill Gates so vehement einsetzt, am Ende auch wirksam sein wird? Der SPIEGEL-Online-Artikel liefert keinerlei Beweis dafür…

Im Übrigen ist es so, dass eine Impfung allein das Malaria-Problem sicher nicht wird lösen können. Denn wenn der so genannte Malaria-Erreger wirklich soooooooooooo gefährlich und wirklich alleine für das, was als Malaria bezeichnet wird, verantwortlich wäre, wieso sind dann nicht schon reihenweise Naturvölker und auch Tierarten an den Stichen der Anopheles-Mücke verreckt? Auch hier ist es also ganz offenbar so wie mit allen so genannten Infektionskrankheiten: Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle, ob sich die betreffende Krankheit manifestieren kann oder nicht. Wohlgemerkt hat man auch bei Malaria festgestellt, dass das Immunsystem auf die Sporentierchen, die als Malaria-Erreger gehandelt werden, reagieren kann.

Der SPIEGEL denunziert die Gewerkschaft ver.di auf Basis von Falschaussagen - und unterzeichnet dann eine Unterlassungserklärung

  28. Januar 2010, von T. Engelbrecht

(Mit Dank an Hanna W.)

Der selbstbekundete Anspruch des SPIEGEL lautet: “Der SPIEGEL steht für investigativen Journalismus und zeichnet sich durch gründliche und gute Recherche aus.” Doch die Wirklichkeit sieht mitunter anders aus.

Die Behauptung des SPIEGEL, "viele Ver.di-Angestellte müssen Lohneinbußen hinnehmen", ist offenbar falsch (Ausgabe 1/2010, 4. Jan. 2010, S. 34)
Die Behauptung des SPIEGEL in Ausgabe 1/2010, “viele ver.di-Angestellte müssen.. Lohneinbußen hinnehmen”, ist offenbar falsch.

So brachte das Nachrichtenmagazin auf S. 32 seiner ersten Ausgabe 2010 den Beitrag “Gewerkschaften: Anspruch und Wirklichkeit” (siehe Ausriss). Darin wird behauptet, die Dienstleistungsgewerkschaft “ver.di fordert fünf Prozent mehr Lohn für den Öffentlichen Dienst. Viele ver.di-Angestellte müssen dagegen Lohneinbußen hinnehmen.” Dies klingt nach einer regelrechten Skandalstory, die auch von systemkritischen Plattformen wie Syndikalismus.tk aufgegriffen wurde. Das Problem daran: Die Aussage des SPIEGEL, viele ver.di-Angestellte müssten Lohneinbußen hinnehmen, stimmt offenbar nicht. Dasselbe gilt für zwei weitere un damit insgesamt drei Passagen in einem Artikel, der wohlgemerkt gerade einmal eine Seite umfasst.

ver.di ging folglich gegen diese drei faktisch nicht haltbaren und denunzierenden Aussagen in dem Artikel vor - mit der Konsequenz, dass der SPIEGEL nun diesbezüglich eine Unterlassungerklärung unterzeichnet hat, wie die Pressestelle von ver.di SPIEGELblog mitteilte.

Der besagte SPIEGEL-Artikel ist auch online nicht mehr verfügbar, und selbst aus dem Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 1/2010, das auf der Website des Nachrichtenmagazins einsehbar ist, wurde der Beitrag entfernt.

Wie SPIEGELblog zudem mitgeteilt wurde, steht dem SPIEGEL eine Klage auf Richtigstellung ins Haus.

Pikant an der Geschichte ist auch noch, dass der SPIEGEL die Gewerkschaft im eigenen Haus im Nacken hat, und zwar wegen unangemessener Bezahlung und Arbeitsbedingungen bei seinem Call-Center Quality Service (QS), das schon mal für Furore gesorgt hat (SPIEGELblog berichtete). Ver.di hat dazu gestern eine Pressemitteilung herausgegeben. Darin heißt es:

“Der Verhandlungsführer und ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann hat die Geschäftsführung von QS umgehend zu Verhandlungen aufgefordert. ‘Wir wollen faire Gehälter, und dabei haben wir nicht nur im Auge, dass QS ein wachsendes Unternehmen, sondern auch ein erfolgreiches Tochterunternehmen des SPIEGEL-Verlages ist.’”

Im Übrigen hatte der SPIEGEL erst kürzlich - kurz vor der Bundestagswahl 2009 - eine Unterlassungserklärung unterzeichnet, und zwar im Zusammenhang mit denunzierenden Auslassungen über einen Mitarbeiter des LINKEN-Abgeordneten Diether Dehm.

Misslungener Anschlag auf Flug 253 nach Detroit: Wie der SPIEGEL einfach ausblendet, dass der US-Geheimdienst mit dahinter stecken könnte

  24. Januar 2010, von T. Engelbrecht

Der misslungene Anschlag des Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab auf Flug 253 nach Detroit kam den Sicherheitsbehörden so richtig zu pass: Während 9/11 als Vorwand für einen bereits zuvor geplanten Krieg gegen Afghanistan herhalten musste, wird der misslungene Anschlag vom 25. Dezember 2009 als Begründung für die Ausweitung militärischer Interventionen in Jemen herangezogen. Was für ein Zufall… Mann muss nicht besonders intelligent sein, um zumindest den Verdacht zu schöpfen, hier könnten westliche Geheimdienste nachgeholfen oder das Ganze gar inszeniert haben.

So viel journalistischer Spürsinn ist beim SPIEGEL aber nicht vorhanden. Vielmehr bringt SPIEGEL ONLINE heute die Top-Schlagzeile, dass Osama Bin Laden in einer Audio-Botschaft die Verantwortung für den Anschlag übernommen hätte (siehe Screenshot). Einen Beweis dafür, dass diese Audio-Botschaft tatsächlich von Osama Bin Laden ist, liefert der Artikel freilich nicht; obgleich es berechtigte Zweifel an der Echtheit von Bin-Laden-Botschaften gibt (siehe z.B. den hintergrund.de-Beitrag “Propaganda und Wahrheit - Die Botschaften des Osama bin Laden”).

Und so muss, wie Sebastian Range ebenfalls auf hintergrund.de in seiner Analyse “Ist der Täter ein Opfer der Geheimdienste? Zum vereitelten Anschlag auf Flug 253″ schreibt, “angesichts der geheimdienstlichen Unterwanderung, wenn nicht teilweise sogar Steuerung des Phänomens Al-Qaeda, die Frage erlaubt sein: Handelte es sich bei dem Anschlagsversuch von Flug 253 um eine Aktion unter falscher Flagge?”

Man bedenke nur, dass der im Flug 253 überwältigte Täter, der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, nach eigenen Aussagen in Jemen ausgebildet worden ist und den Anschlag im Auftrag von Al Qaedas Filiale auf der arabischen Halbinsel ausgeführt hat. Diese Filiale bekannte sich auch prompt in einem Bekennerschreiben, das die obskure US-Amerikanische Firma “IntelCenter” verbreitete. Doch die Glaubwürdigkeit dieser Bekennerbotschaft muss angezweifelt werden. So behauptet darin die „Al Qaeda in the Arabian Peninsula“ (AQAP), dass Abdulmutallabs Tat die Rache für die US-Angriffe auf Ziele in Jemen vom 17. und 24. Dezember war. Allerdings hatte Abdulmutallab sein Ticket bereits am 16. Dezember erworben - offenbar in weiser Vorhersehung der amerikanischen Angriffe…

“Oder aber Abdulmutallab war vielleicht nur ein nützlicher Idiot ganz anderer Auftraggeber”, so Range - ein Gedanke, der dem SPIEGEL übehapt nicht in den Sinn kommt. Das Magazin macht sich damit - erneut - zum Sprachrohr der korrumpierten Machtcliquen der Bushs, Obamas, Merkels und Schäubles.

Kotau vor den Machtcliquen: Ex-SPIEGEL-Chef und “Werbemaskottchen” Stefan Aust verleiht Angela Merkel den “Deutschen Medienpreis”

  24. Januar 2010, von T. Engelbrecht

Das spricht Bände vor allem auch über den SPIEGEL: Da erhält Angela Merkel nun den „Deutschen Medienpreis 2009″ (siehe Screenshot) - und wem hat sie es zu verdanken: keinem geringeren als dem ehemaligen SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust, der zusammen mit einer Riege von nicht genannten „führenden“ Chefredakteuren die Kanzlerin als Preisträgerin auswählte. Wolfgang Lieb bezeichnet Stefan Aust auf nachdenkseiten.de daher treffend als “Werbemaskottchen”:

“Hätte es eines Belegs für die Unterwürfigkeit der Medien unter die Obrigkeit bedurft, so wird er mit der Auszeichnung Angela Merkels mit dem Deutschen Medienpreis einmal mehr geliefert… Sich sonst gerne als vierte Gewalt und als Kontrollinstanz gegenüber der Politik aufspielende Chefredakteure machen ihren Kotau vor der Herrschaft und das noch unter dem Namen ‘Media Control’… Der Preisverleiher ist [nämlich] ‘Media Control’ - ‘The World’s Leading Entertainment Data Provider’, also ein Marktforschungsinstitut, das sich aus der Gesellschaft für Konsumforschung ausgegründet hat… [Doch] mit Medieninhalten oder demokratischer Kontrolle durch die Medien hat weder das Unternehmen noch der Medienpreis etwas am Hut.

‘Media Control’ misst die Verkaufe. Es ist, als ob der Verein der Zeitnehmer und Maßbandhalter auf den Sportplätzen den Sportler des Jahres wählten. Mit dem Deutschen Medienpreis und seiner bisherigen Preisträger verkauft ‘Media Control’ vor allem sich selbst.

Seit 1992 waren Preisträger dabei, mit deren Namen man trefflich Eigenwerbung betreiben konnte, 1992 (klein angefangen) mit RTL-Chef Helmut Thoma, dann aber über Helmut Kohl, Francois Mitterand, Boris Jelzin, Bill Clinton, Gerhard Schröder, Königin Silvia, dem Rockstar Bono, bis Stefanie Graf. Und an Laudatoren wurde gleichfalls aufgeboten, was vor allem Schlagzeilen und Aufmerksamkeit auf dem Boulevard erregt.

Man kann dem Unternehmen ‘Media Control’ diese publizitätswirksame Marketing-Strategie nicht einmal vorwerfen, das gehört zum Geschäft; man wundert sich eher darüber, wer sich schon alles dafür als Werbemaskottchen hergegeben hat. Hätte Angela Merkel die Auszeichnung dafür bekommen, dass sie - von „Media Control“ gemessen - die häufigsten Medienauftritte hatte, hätte man die Auszeichnung ja noch als begründet hinnehmen können. Aber nein, der ‘Deutsche Medienpreis’ liefert eine inhaltliche Begründung für die Auszeichnung. Und dafür haben sich Stefan Aust und ‘führende’ Chefredakteure einspannen lassen. Man würde zu gerne wissen, wie viel dafür an Annehmlichkeiten herausgesprungen ist…”

Hier weiterlesen.

Guantánamo: Wie der SPIEGEL erneut die Gefangenen und Ex-Häftlinge des Schandlagers haltlos als “Terroristen” abkanzelt

  07. Januar 2010, von T. Engelbrecht

Man muss es leider ständig wiederholen, denn (nicht nur) der SPIEGEL scheint es nicht zu schnallen: Diejenigen, die in Guantánamo einsitzen oder saßen, können schlicht nicht als “Terroristen” bezeichnet werden, weil ihnen nie ein rechtsstaatlicher Prozess gemacht worden ist. Dennoch hat der SPIEGEL nichts besseres zu tun, über diese simple Wahrheit hinwegzusehen, sich zum Lautsprecher der Bush-Propaganda zu machen und Guantánamo als “Terrorknast” zu bezeichnen. So geschehen etwa im September 2009 (SPIEGELblog berichtete) - und so geschehen auch heute auf SPIEGEL Online in einem der Hauptaufmacher (siehe Screenshot).

Eine solche Berichterstattung ist schlicht beschämend. Niemand will hier die weltweiten Mordanschläge verharmlosen, doch um herauszufinden, wer dahinter steckt, sollten allein die Fakten zählen. Und man sollte schon bei rechtsstaatlichen Grundsätzen bleiben, die besagen, dass für jeden, der nicht rechtskräftig verurteilt wurde, die Unschuldsvermutung gilt.

Von daher ist es schlichter Blödsinn, wenn SPIEGEL Online schreibt, dass “jeder fünfte aus dem Lager Guantánamo entlassene Gefangene laut einer neuen Statistik wieder unter Terrorverdacht steht - oder bereits RÜCKFÄLLIG geworden ist” (siehe Screenshot; Hervorhebung von SPIEGELblog). Denn “rückfällig” bedeutet ja, dass die angesprochenen ehemaligen Häftlinge erwiesenermaßen früher als Terroristen aktiv gewesen sein müssten - doch genau das ist eben noch nie auf Basis rechtsstaatlicher Methoden bewiesen worden.

Dass nicht nur die Bush- und SPIEGEL-Version zu den Guantánamo-Gefangenen, sondern deren gesamte Theorie zu 9/11 unbewiesen und damit die einzige Verschwörungstheorie ist, die im Umlauf ist, darauf hat auch der dänische Wissenschaftler Niels Harrit in einem Fernsehinterview aufmerskam gemacht (siehe zweiten Screenshot):

Jahrelange Desinformation: Wie der SPIEGEL nun endlich realisiert, dass die “Spanische Grippe” von 1918 nicht allein durch ein Virus verursacht worden sein kann

  21. Dezember 2009, von T. Engelbrecht

Jedesmal, wenn eine Virus-Panik wie die Vogelgrippe oder die Schweinegrippe von den Gesundheitautoritäten losgetreten und von Medien wie dem SPIEGEL noch mal so richtig angeheizt wird, hieß es immer wieder, alles werde so schlimm wie bei der so genannten “Spanische Grippe”, die zwischen 1918 und 1920 gut 50 Millionen Menschen dahingerafft haben soll. Für dieses Drama soll angeblich das so genannte H1N1-Virus allein verantwortlich sein, hieß es bis dato stets. Dies wollte uns der SPIEGEL zum Beispiel 2007 in seinem Artikel “Spanische Grippe: Millionen starben an Überreaktion des Immunsystems” weismachen, und auch bei der diesjährigen Schweingegrippe-Panikmache war es nicht anders (siehe SPIEGELblog-Bericht vom 1. Mai 2009: “Der SPIEGEL erzählt Märchen, wenn er bei seiner Schweinegrippe-Panikmache die “Spanische Grippe” von 1918 beschwört”).

Nach jahrelanger Fehlinformation schreibt SPIEGEL Online jetzt plötzlich: “Die Spanische Grippe” sei “weit mehr als nur eine Sache von ‘ein Erreger verursacht eine Krankheit’ gewesen”
Doch nun zitiert SPIEGEL Online plötzlich eine aktuelle Studie, in der Forscher zitiert werden, die das Fazit ziehen: “Die Spanische Grippe” ist “weit mehr als nur eine Sache von ‘ein Erreger verursacht eine Krankheit’ gewesen” (siehe Screenshot).

SPIEGEL und SPIEGEL Online haben also seit Jahren ihren Lesern die Unwahrheit erzählt - und dies, obwohl es ein Leichtes gewesen wäre herauszufinden, dass es keine Beweise dafür gibt und es auch nicht plausibel ist anzunehmen, dass am Ende des 1. Weltkrieg und kurz danach 50 Millionen Menschen allein durch ein Virus umgekommen sind. Dr. med. Claus Köhnlein und ich haben bereits in der 2006 erschienenen ersten Ausgabe unseres Buches “Virus-Wahn” (S. 239 ff.) dezidiert dargelegt, dass eine solche Annahme nicht begründet ist.

So zeigt der Blick in die Geschichtsbücher und Statistiken, dass es immer dann zu Seuchen kam, wenn das Immunsystem der Menschen geschwächt war, weil großer Mangel vor allem an Essen und sauberem Trinkwasser herrschte und großer Stress herrschte. Genau dies war auch am Ende des 1. Weltkriegs der Fall.

Daher kommt eine ganze Palette von NICHT-viralen Ursachen, die selbstverständlich auch in Kombination gewirkt haben können und gut belegt sind, als Ursache für die Tragödie, die sich zwischen 1918 und 1920 abspielte, in Betracht:

# Psychischer Stress, zum Beispiel hervorgerufen durch Kriegsängste.

# Schlechte Ernährungssituation (v.a. kriegsbedingt)

# Über-Behandlung mit chemischen Präparaten, die das Immunsystem schwer beeinträchtigen können (darunter Schmerzstiller wie Aspirin oder Chloroform, das als Konservierungsmittel in Medikamenten enthalten war und das im Körper [Leber] zu Phosgen umgewandelt wird – ein Stoff, der im Ersten Weltkrieg als Giftgas eingesetzt wurde; Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Arzneimittelhersteller verstärkt, Produkte als Medizin zu verkaufen, die schwergiftige Substanzen wie Morphium, Kodein, Chinin und Strychnin enthielten; es gab damals keinerlei Bestimmungen für solche Hersteller; der deutsche Erfinder des Aspirins, die Firma Bayer, verkaufte zum Beispiel Heroin ab 1898 als angeblich nicht süchtig machendes Morphium-Substitut und auch als Hustenmittel in verschiedensten Darreichungsformen: vom Saft
– abgefüllt in edle Flakons – über Zäpfchen, Pülverchen und Tränkchen bis hin zu getränkten Tampons für gynäkologische Behandlungen).

# Schädigungen der Atemwegsorgane infolge “präventiver” Maßnahmen, etwa das Einreiben des Rachenraumes mit antiseptischen Präparaten oder das Inhalieren von antibakteriellen Mitteln; viele der damals verwendeten Stoffe enthielten etwa das Schwermetall Silber und sind längst nicht mehr zugelassen
(Formalin/Formaldehyd zum Beispiel übt starke Ätz- und Reizwirkung auf Haut, Augen und Atemwege aus und kann Nieren-, Leber- und Lungenschäden verursachen; auch wird dem Stoff krebserzeugendes Potenzial zugeschrieben).

# Es waren keine wirksamen Antibiotika vorhanden: Viele Kranke waren von bakteriellen oder auch Pilzinfektionen betroffen; doch das erste echte wirksame Mittel zum Abtöten von Bakterien war Penicillin, das allerdings erst viel später, nämlich 1928, wirklich entdeckt wurde und erst im Zweiten Weltkrieg seinen Durchbruch als Medikament erlebte.

# Impfstoffe, die oft toxische Schwermetalle enthielten und aus grob gefiltertem Schleim (Mukus) oder sonstigen Flüssigkeiten von Kranken hergestellt wurden.