SPIEGEL-Titel über “Angela M.”: Die Kanzlerin verweigert sich nicht, wie das Magazin behauptet, “AUS FURCHT VOR DEM WÄHLER” einer Debatte über die Zukunft des Landes – sondern AUS RÜCKSICHT VOR DER GROSSINDUSTRIE!

  08. September 2013, von T. Engelbrecht

“[Die] gewissermaßen klassische und zum Glück inzwischen keineswegs mehr unkritische Vorstellung, die wir von ‘Lobbyismus’ haben, … besagt: Lobbyisten wirken von außen in das Parlament, in die Regierung, in die Verwaltung und in die Parteien hinein. Und in der Tat: Diese Art Lobbyismus besteht nach wie vor und expandiert unvermindert weiter. Weitaus wichtiger ist jedoch eine neue Form des Lobbyismus, die noch gar nicht als solche bezeichnet wird: Diese Lobby sitzt längst im Staat, und vielfach wird sie von ihm sogar bezahlt.”
Werner Rügemer, “Die unterwanderte Demokratie: Der Marsch der Lobbyisten durch die Institutionen”, Blätter für deutsche und internationale Politik, 8/2013, Seite 67-76

SPIEGEL-Titel vom 9. Sept. 2013: “Die neue Selbstgefälligkeit der Angela M.”

Der neue SPIEGEL-Titel “Die neue Selbstgefälligkeit der Angela M.” (siehe auch Bild links) erscheint für den unbedarften Betrachter auf den ersten Blick kritisch. Doch bei näherer Betrachtung geht die Titeltgeschichte am eigentlichen Thema vorbei. So wird darin folgende völlig verklärende zentrale These aufgestellt [Hervorhebung durch SPIEGELblog):

"Die Kanzlerin verweigert sich im Wahlkamp einer Debatte über die Zukunft des Landes - AUS FURCHT VOR DEM WÄHLER."

Und auf S. 28, also in der Titelgeschichte selber, heißt es dazu:

"Sollte Merkels Kanzlerschaft am Ende scheitern, DANN SCHEITER SIE AN DER FUCHT VOR DEM WÄHLER. Jeder große Kanzler hat sich irgendwann entschlossen, Entscheidungen zu treffen, die erst einmal nicht den Applaus der Bürger fanden. Bei Merkel steht das noch aus."

Das ist natürlich Quatsch mit Soße.

Denn Angela Merkel braucht im Grunde gar keine Angst vor dem Wähler zu haben. Denn es ist ja so: Überall fließen die (Steuer)Gelder zum Hauptteil in Richtung Großkonzerne, sei es nun im Bankensenktor, in der Landwirtschaft, im Medizin-/Pharmabereich oder sonstwo. Wenn hier die Geldströme seitens der Regierung umgelenkt würden in Richtung Gemeinwohl, so bräuchte die Kanzlerin nicht nur keine Angst zu haben vor dem Wähler, sondern sie würde vielmehr die Herzen von unzähligen Wählern im Sturm gewinnen. Doch das geschieht eben nicht, weil die Lobbyisten der Finanz-, Agro-, Pharma- und sonstwas-Industrien die Politik inklusive Kanzlerin fest im Griff haben...

Das belegt auch der eingangs mit einem Zitat aufgeführte Werner Rügemer mit seinem Artikel "Die unterwanderte Demokratie: Der Marsch der Lobbyisten durch die Institutionen" (Blätter für deutsche und internationale Politik, 8/2013, Seite 67-76). Demnach "vertreten nicht nur Banken, [sondern] auch Bau-, Pharma- und andere Konzerne die Interessen ihrer Unternehmen und Branchen unter staatlicher Tarnkappe ” und halten damit de facto das Regierungszepter in ihren Händen.

Folglich verweigert sich die Kanzlerin Angela Merkel in Wahrheit nicht, wie es der SPIEGEL mit seiner aktuellen Titelgeschichte seinem Millionenpublikum weismachen will, AUS FURCHT VOR DEM WÄHLER einer ernsthaften Debatte über die Zukunft des Landes, sondern AUS RÜCKSICHT VOR DER GROSSINDUSTRIE, deren Vasallin sie letztlich ist. Denn es ist eben die brutale, omnipräsente Lobbyarbeit allen voran von den Großkonzernen, die die Regierungsvertreter inklusive Kanzlerin zu Marionetten degradiert und so echte Lösungen im Sinne des Gemeinwohls (= der Bürger) verhindert.

Vor diesem Hintergrund erscheint auch nachvollziehbar, was hintergrund.de erst kürzlich schrieb, nämlich dass “die systematische Verarmung seit Langem [durch die Bundesregierung] geplant und politisch gewollt ist”. Mit anderen Worten: Die Politik dient primär den Interessen von Großkonzerne, wodurch sich konsequenterweise ergibt, dass die Allgemeinheit verarmt. Denn wo es Gewinner gibt, gibt es in der Regel auch Verlierer.

Gustl Mollath: Jetzt ist der Fall auch für den SPIEGEL “womöglich einer der größten Justizskandale Bayerns” – doch Ende 2012 behauptete die SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta noch das Gegenteil, nämlich dass “der Justizskandal doch keiner ist”

  06. August 2013, von T. Engelbrecht

“Beate Lakotta vom SPIEGEL haben wir natürlich auch in die Sendung eingeladen, doch sie ist unserer Einladung nicht gefolgt.”
Reinhold Beckman in der Talksendung “Zu Unrecht in der Psychiatrie – Gustl Mollath ist frei” vom 15. August 2013 (siehe hier ab Minute 33:50), an der neben Gustl Mollath auch dessen Anwalt Gerhard Strate, die Psychiaterin Hanna Ziegert und der Journalist Uwe Ritzer von der Süddeutschen Zeitung teilnahmen.

“Wer sich mit den derzeit bekannten Fakten und Hintergründen des gesamten Falls [Gustl Mollath] befasst hat, merkt sehr schnell, dass sich der Artikel von Beate Lakotta nicht um eine ausgewogene Darstellung aller relevanten Umstände bemüht.”
Der Jurist Thomas Stadler in seinem Blog-Beitrag “Fall Mollath: Alles nur heiße Luft?” über den Artikel “Warum der Justizskandal [Mollath] doch keiner ist” von der SPIEGEL-Journalistin Beate Lakotta, 14. Dez. 2012

- – - – - – - – - -

Rechercheschwach: Jetzt spricht plötzlich auch der SPIEGEL im Fall Mollath von einem Riesenskandal – vor Monaten wollte die SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta davon hingegen nichts wissen; Bild: DPA

Recherchestärke? Scheint nicht die Sache des SPIEGEL zu sein. Das zeigt sich mal wieder ganz aktuell am Beispiel von Gustl Mollath. Vor vielen Jahren will Mollath, verheiratet mit einer Bankerin, von Schiebereien mit Schwarzgeld erfahren haben, in die seine Frau verwickelt gewesen sein soll. Daraufhin wendet er sich an die Justiz, will den Skandal aufdecken, doch stattdessen erklärt man ihn für verrückt. Nach jahrelangem Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie ist Mollath nun seit heute (6. Aug. 2013) durch eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg ein freier Mann.

Dazu schreibt SPIEGEL Online nun in seinem aktuellen Hauptaufmacher “Justizaffäre in Bayern: Mollaths zweite Chance” (siehe auch Screenshot), “die Entscheidung des OLG ist eine so überraschende wie spektakuläre Wende in einem Fall, der womöglich einer der größten Justizskandale Bayerns ist”.

Da reibt sich der aufmerksame Beobachter die Augen, denn Ende 2012 klang das noch ganz anders. Seinerzeit schrieb Beate Lakotta im SPIEGEL regelrecht gegen die Berichterstattung von Report Mainz und die Süddeutsche Zeitung, die schon damals einen Riesensjustizskandal gewittert hatten, an. So brachte u.a. SPIEGEL Online am 13. Dezember 2012 zum Fall Gustl Mollath doch tatsächlich einen Artikel von Beate Lakotta mit der Headline “Warum der Justizskandal doch keiner ist”.

“Heiße Luft” hat nur eine Person produziert: SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta
Im Vorspann von Lakottas Beitrags heißt es allen Ernstes: “Sitzt Gustl Mollath seit Jahren zu Unrecht in der Psychiatrie? Sein Fall wurde zum Justizskandal erklärt, Mahnwachen werden für den ‘deutschen Mandela’ abgehalten – doch am Ende könnte von all dem nicht viel mehr bleiben als heiße Luft. Denn viele Ungereimtheiten sind gar keine.”

Von dieser “heißen Luft” will man beim SPIEGEL jetzt natürlich nichts mehr wissen. Heiße Luft hat ja auch nur eine Person produziert: Die SPIEGEL-Redakteurin Beate Lakotta selbst, die gemäß Wikipedia im Übrigen auch nicht scheut, Preise von Pharmariesen wie Eli Lilly und Bayer Healthcare entgegenzunehmen. Denn dass der Fall Mollath KEIN Justizskandal ist, wie Frau Lakotta vollmundig behauptet, ist nun wirklich faktisch nicht zu belegen. Wir von SPIEGElblog schrieben daher schon am 14. Dezember 2012 dazu: “SPIEGEL Online greift im ‘Fall Mollath’ die Süddeutsche Zeitung an – liegt faktisch aber daneben.”

Ebenfalls am 14. Dezember 2012 zeigt der Fachanwalt Thomas Stadler mit seinem Blog-Beitrag “Fall Mollath: Alles nur heiße Luft?”  dezidiert auf, wie haltlos die Behauptung von Beate Lakotta ist. Stadlers Blog-Beitrag beginnt mit folgenden Worten:

“Auf SPON ist unlängst ein Artikel von Beate Lakotta erschienen, der versucht zu erklären, warum der Justitzskandal um Gustl Mollath doch keiner ist.

Die Autorin lässt dabei allerdings wesentliche Aspekte unberücksichtigt, verfälscht andere Punkte und stützt ihre Schlussfolgerung letztlich darauf, dass sich einige Spekulationen nicht bewahrheitet hätten, was sie dann natürlich ausführlich darstellt. Wer sich mit den derzeit bekannten Fakten und Hintergründen des gesamten Falls befasst hat, merkt allerdings sehr schnell, dass sich der Artikel von Beate Lakotta nicht um eine ausgewogenen Darstellung aller relevanten Umstände bemüht.

Aus diesem Grunde sollen hier die Verzerrungen und Unrichtigkeiten des Textes anhand einiger zentraler Aussagen einmal aufgearbeitet und dargestellt werden…”

Völlig sinnlos hat sich Angelina Jolie vorsorglich ihr beiden gesunden Brüste amputieren lassen – nicht zuletzt, weil Medien wie der SPIEGEL haltlose Thesen zu Krebs verbreiten

  14. Mai 2013, von T. Engelbrecht

„Krebs wird nicht durch Genmutationen in Gang gesetzt.“
Henry Harris, Pionier der Krebs- und Genomforschung

“[Die Amputation der gesunden Brüste von Angelina Jolie] richtet sich in Wirklichkeit auch nicht gegen den Krebs, der nicht ausgebrochen ist, oder gegen das Risiko, dem auch anders zu begegnen wäre. Es ist die Angst, die weggeschnitten werden soll… Man fragt sich nur, wieso eine Frau, die einerseits als sechsfache Mutter immer wieder in Krisengebiete fährt und ihrer Familie Briefe hinterlässt für den Fall, dass sie nicht zurückkommt, und die sich andererseits aus Angst, frühzeitig zu sterben, das Symbol ihrer Weiblichkeit abnehmen lässt, von den Medien zum Vorbild für Frauen erklärt wird, als gebe es diese Widersprüche nicht. Die Firma, Myraid Genetics, bei der sie sich untersuchen ließ, ist in Amerika übrigens die einzige, die den Test anbietet. Ihr Labor hatte die Risiko-Gene vor Jahren als erste entdeckt und sich patentieren lassen. Für jeden Test kassiert sie nun 3000 Dollar. Nach Veröffentlichung des Artikels stiegen die Aktien der Firma um fast sechs Prozent.”
Marcus Jauer, “Angelina Jolie: Kann man die Angst wegschneiden lassen?”, faz.de, 15. Mai 2013

SPIEGEL Online berichtet heute seinem Millionenpublikum, Angelina Jolie habe sich präventiv ihre gesunden Brüste amputieren lassen – und verbreitet damit abermals das Dogma des pharmadominierten Krebsestablishments, dass Krebs vererbbar sei und durch mutierte Gene verursacht würde; doch…(Foto: AFP)

Genmutationen verursachen Krebs – das ist DAS große Dogma der Krebsmedizin. Doch dieses Dogma hat kein Fundament. Dennoch werden Medien wie der SPIEGEL nicht müde, der Weltöffentlichkeit vorzugaukeln, dieses Dogma sei der Wahrheit letzter Schluss (siehe dazu auch unseren SPIEGELblog-Bericht “Miss-America-Kandidatin will sich zur “Krebsprophylaxe” beide Brüste amputieren lassen – und der SPIEGEL verschweigt, dass dies wissenschaftlicher Humbug ist” vom 11. Januar 2013).

Und gerade auch durch diese krebsobrigkeitshörige Medienberichterstattung kommt es zu so tragischen Fällen wie dem von Angelina Jolie, die sich, wie auch SPIEGEL Online heute berichtet (siehe auch Screenshot), vorsorglich ihre beiden Brüste hat amputieren lassen. Grund für diese irrwitzige Tat: Sie trägt das “fehlerhafte” BRCA1-Gen in sich. Dadurch erhöhe sich ihr Risiko deutlich, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken, so SPIEGEL Online. Zudem sei Jolies Mutter im Alter von 56 Jahren an Krebs gestorben, berichtet das Online-Portal weiter und suggeriert damit, Krebs könne vererbt werden.

Doch das Amputieren gesunder Organe hat mit solider Krebsprävention wirklich gar nichts zu tun, es ist nur eines: sinnlose körperliche Verstümmelung.

Fakt ist: Es gibt keinen Beleg dafür, dass Krebs vererbbar ist – und dass mutierte Gene Krebs machen
Fakt ist nämlich, wie ich auch in meinem Buch “Die Zukunft der Krebsmedizin” (siehe zweiten Screenshot) dezidiert und faktisch untermauert aufzeige, dass Krebs zum einen nicht vererbbar ist. Dazu einige Fakten:

… dem ist nachweislich nicht so, wie ich in meinem Buch “Die Zukunft der Krebsmedizin” (NaturaViva Verlag) dezidiert und faktisch untermauert aufzeige.

So ist das bestimmende Merkmal von Krebszellen eben nicht, wie auch vom SPIEGEL immer wieder gerne behauptet, dass ihre Gene geschädigt sind, sondern dass ihre Mitochondrien beschädigt und ihre Chromosomen entartet sind. Doch Zellen, die auf Chromosomenebene beschädigt (aneuploid) sind, sind äußerst instabil. „Dadurch ließe sich auch erklären, was der Forscher Theodor Boveri bereits vor 100 Jahren beobachtete, nämlich dass die meisten aneuploiden Embryos nicht überlebensfähig sind“, wie der Krebsforscher Peter Duesberg 2007 im Magazin Scientific American schreibt. „Daher sind Neugeborene frei von Krebs, und daher ist Krebs nicht vererbbar.“

Zum anderen gibt es auch keinen Beleg für die These, die SPIEGEL&Co. dem pharmadominierten Krebsestablishment einfach nachbetet und die eben auch Angelina Jolie zu ihrer traurig stimmenden Tat bewogen hat, dass beschädigte oder fehlerhafte (mutierte) Gene Krebs machen. Dabei ist es natürlich unbestritten, dass Gene beschädigt werden können. Doch ob sie in dieser beschädigten Form auch in der Lage sind, Krebs „anzuheizen“, ist weder bewiesen, noch ergibt dies einen Sinn.

Tatsächlich konnte nämlich noch keine Studie zeigen, dass diese beschädigten Gene – die angeblichen Krebsgene, auch Onkogene und Tumorsuppressor-Gene genannt – für sich genommen alleine dafür verantwortlich sind, eine gesunde Zelle in eine Krebszelle zu verwandeln.

Studien zeigen auch: Brustamputierte und bestrahlte Patientinnen leben nicht länger als Patientinnen mit Brüsten
Und was die prophylaktische Amputation gesunder Brüste (Mastektomie) angeht, der sich Angelina Jolie unterzogen hat, so wäre sie allenfalls legitim, wenn die Krebsmedizin genau wüsste, was den Krebs verursacht. Doch die derzeit verbreitete Theorie der Krebsentstehung (die Genmutations-Hypothese) steht eben auf derart tönernen Füßen, dass sie mit Sicherheit nicht die Entfernung gesunder Brüste rechtfertigen kann – also von Organen, die für eine Frau in jeder Hinsicht von elementarer Bedeutung sind.

Im Übrigen haben Studien ergeben, dass  zum Beispiel Brustkrebspatientinnen, bei denen eine radikale Brustamputation (Mastektomie) plus Bestrahlung vorgenommen worden war, nicht länger lebten als Patientinnen, bei denen eine radikale Mastektomie ohne begleitende Bestrahlung erfolgt war.

Wie der SPIEGEL das neue Buch “Das erste Leben der Angela M.” per Antijournalismus als “Verschwörungstheorie” abkanzelt – und SPIEGEL Online dann auch noch im CDU-Marketingstil über einen Kino-Besuch von Merkel schwadroniert

  12. Mai 2013, von T. Engelbrecht

“Weder war Angela Merkel eine unpolitische Wissenschaftlerin, noch schlug ihr Herz für die deutsche Einheit. Vielmehr gehörte die systemkonforme Physikerin der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an. Auch stand sie dem DDR-System näher als bislang bekannt. Den Recherchen zufolge war sie an ihrem Institut an der Akademie der Wissenschaften etwa 1981 FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda. Merkel selbst bestreitet dies.”
DIE WELT über das neue Buch “Das erste Leben der Angela M.”, 11. Mai 2013

“Tja, wenn der SPIEGEL doch nur immer so beschönigend, relativierend und beschwichtigend über Ost-Karrieren schreiben würde, [wie er es in seinem Online-Beitrag über das neue Merkel-Buch tut, den er am 14. Mai - also zwei Tage nach Veröffentlichung dieses SPIEGELblog-Beitrags - gebracht hat]. Geht es aber um Gysi und Co, dann wenden SPIEGEL-Redakteure exakt die Methoden an, die in diesem [SPIEGEL-Online-]Artikel kritisiert werden. Ich erinnere da nur an den Ehrenmedaillen-Quatsch, der angeblich ein Stasi-Nachweis war. Im Übrigen ist in der DDR ein FDJ-Agitator [- ein solcher soll Merkel ja gewesen sein -] keineswegs ‘nur ein Ehrenamt’, das man eben mal so übergepropft kriegt [wie SPIEGEL Online behauptet]. Dafür musste man schon eine gewisse Systemtreue aufzeigen.”
Zweiter Online-Kommentar, verfasst von “Strichnid”, zum am 14. Mai nachgeschobenen SPIEGEL-Online-Beitrag zum Buch über Angela Merkel

Der SPIEGEL legt sich in seiner aktuellen Ausgabe auf Seite 15 mal wieder im Stile eines PR-Managers für Kanzlerin Merkel ins Zeug; Foto: Jupp Darchinger im AdsD der FES

Dass der SPIEGEL unsere Kanzlerin Angela Merkel in einer für ein kritisches Medium unwürdigen Weise verehrt, war allerspätestens Mitte 2009 klar, als sich das so genannte Nachrichtenmagazin wie eine Art Marketingmaschine für Angela Merkel gerierte und sich tatsächlich um die “Glaubwürdigkeit” der Lügenbaronin Sorgen machte (SPIEGELblog berichtete). Ein paar Monate später verklärte der SPIEGEL unser Deutschland allen Ernstes zum “guten, alten Merkelland, das so schonend ist für die Nerven seiner Bewohner” (siehe SPIEGELblog-Beitrag vom 30. Nov. 2009).

Dazu passt wie die Faust aufs Auge, dass das Blatt in seiner aktuellen Ausgabe auf Seite 15 in dem Beitrag “Matroschka Merkel” (siehe auch Scan-Ausschnitt oben links) das neue Buch über Angela Merkel – “Das erste Leben der Angela M.” – mir nix dir nix als “Verschwörungstheorie” abkanzelt. Dumpfbackiger geht’s kaum!

Ob die brisantesten Punkte des Buches – etwa dass Merkel bei der FDJ Sekretärin für Agitation und Propaganda war – stimmen oder nicht, darauf geht der SPIEGEL überhaupt nicht ein
Wohlgemerkt, ob das Buch bins ins kleinste Detail faktisch wasserdicht ist, kann an dieser Stelle freilich nicht beurteilt werden. Fakt ist hingegen, dass allein der vom SPIEGEL verwendete Begriff “Verschwörungstheorie” einfach nur ein dämlicher Kampfbegriff ist, denn wie in diesem Fall soll mit ihm nur diffamiert werden – mit seriöser Faktenrecherche hat er also auch in diesem Fall nix am Hut.

Dies zeigt sich auch daran, dass eine solche Faktenrecherche vor allem zum Ziel gehabt hätte, die brisantesten Punkte des Buches einer faktischen Überprüfung und Evaluierung zu unterziehen, doch genau das findet beim SPIEGEL gar nicht statt. “Am Thema vorbei” könnte man da im Lehrerstil sagen…

So kommt das Buch über Merkels Vergangenheit zu dem durchaus bemerkenswerten Ergebnis – wie etwa die WELT gestern ausführt -, dass Angela Merkel einst “weder eine unpolitische Wissenschaftlerin war, noch ihr Herz für die deutsche Einheit schlug. Vielmehr gehörte die systemkonforme Physikerin der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an… Zudem stand sie dem DDR-System näher als bislang bekannt. Den Recherchen zufolge war sie an ihrem Institut an der Akademie der Wissenschaften etwa 1981 FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda. Merkel selbst bestreitet dies.”

Derlei Thesen sind im Übrigen gar nicht so neu. Bereits 2005 berichtet etwa die WELT am Sonntag, dass Merkel nach eigenen Angaben in ihrer FDJ-Gruppe als Kulturreferentin tätig gewesen sei, während Quellen, die der Merkel-Biograf Gerd Langguth befragt hat, davon sprechen würden, dass Merkel für „Agitation und Propaganda“ zuständig gewesen sei.

Und was schreibt der SPIEGEL dazu? Nach wie vor nix…

Offenbar will der SPIEGEL das Buch auch deshalb ins Lächerliche ziehen, um die mediale Konkurrenz doof aussehen zu lassen
In dem erwähnten gestrigen WELT-Artikel heißt es übrigens auch, dass Angela Merkel selbst sagt: “Man weiß in den alten Bundesländern über 35 Jahre meines Lebens kaum etwas.”

Während der FOCUS das neue Buch über die Vergangheit von Angela Merkel sogar zum Titelthema macht, verklärt SPIEGEL Online die DDR-Vergangenheit der Kanzlerin lieber erneut in boulevardesker Manier; Foto: Reuters

Kurzum: Merkels Zeit in der DDR, ihre Jugend, die Studienjahre und vor allem ihre Zeit als Physikerin an der Akademie der Wissenschaften der DDR liegen weitgehend im Dunkeln. “Warum ist das mehr als 20 Jahre nach der deutschen Einheit noch so?”, fragt daraufhin die WELT.

Und die Antwort lautet: Weil bedeutende Massenmedien wie der SPIEGEL bei Angela Merkel mit Vorliebe wie Hofberichterstatter agieren – und eben nicht, wie der SPIEGEL sich ernsthaft selber nennt, als “Sturmgeschütz der Demokratie”, das den Machtcliquen penibel und faktengesteuert auf die Finger schaut. Mit der Folge, dass der Hofberichterstatter SPIEGEL offenbar nicht dazu beitragen will, dass seine Herrscherin am Ende vom Sockel gestoßen wird.

Zudem liegt die Annahme nahe, dass der SPIEGEL das Buch auch deshalb einfach ins Lächerliche ziehen will, um die Konkurrenz unprofessionell aussehen zu lassen. Immerhin fährt der direkte Rivale FOCUS das neue Merkel-Buch ganz groß, und zwar als Titelthema (–> siehe hier). Zudem sind die beiden Autoren von der Springer-Konkurrenz: Günther Lachmann ist WELT-Redakteur und Ralf Georg Reuth ist von der BILD.

Foto und Text des SPIEGEL-Online-Beitrags hätte die CDU-Marketingabteilung nicht besser auswählen können – zugleich tut SPIEGEL Online den brisanten Punkt, dass Merkel bei der FDJ Sekretärin für Agitation und Propaganda war, mal soeben als “Politikkladderadatsch” ab
PS: Anstatt die Veröffentlichung des neuen Buches als Gelegenheit zu nutzen, sich ernsthaft und im Faktencheck mit der Vergangenheit der Kanzlerin auseinanderzusetzen, präsentiert der SPIEGEL lieber die nächste verklärende Marketingstory über Merkels DDR-Leben. So bringt SPIEGEL Online allen Ernstes einen Tag später (Montag, 13. Mai) ganz im Stile des Schickimickimagazins GALA den Artikel “Merkel bei Kino-Vorführung Amüsiert in Reihe fünf” (siehe zweites Bild oben). Dieser Artikel ist wohlgemerkt einer der Hauptaufmacher.

Und allein das Foto zu diesem Artikel, das Merkel und die um sie herumsitzenden Kindobesucher in feucht-fröhlicher grinsender Manier zeigt (siehe oben), hätte die Marketingabteilung der CDU nicht besser auswählen können. Dasselbe gilt im Grunde für den Text. Gleich im Vorspann wird drauflos schwadroniert: “Wenn die Kanzlerin über alte DDR-Zeiten plaudert, wird’s lustig: Bei einer Kino-Vorführung in Berlin schwelgte Angela Merkel in Erinnerungen an Kohleöfen, Ost-Pop und ihre Nebentätigkeit als Bardame.”

Dass Merkel offenbar bei der FDJ für Agitation und Propaganda zuständig war, wird in dem Boulevarbeitrag dann am Ende auch tatsächlich zum Thema gemacht. Da heißt es: “Als dann ein BILD-Zeitungs-Kollege eine Frage zu einem soeben erschienenen Buch anbringt, in dem stehe, dass Merkel sehr wohl – entgegen ihrer Angaben – Anfang der achtziger Jahre als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda gewirkt habe, will das keiner so richtig hören. Obwohl es selbstredend wichtig ist.”

Sooooooooooo schlecht kann das Buch dann also doch nicht sein… Und wenn dieser Punkt mit der FDJ-Tätigkeit von Merkel dann “selbstredend wichtig ist”, wie SPIEGEL Online hier meint, wieso macht der SPIEGEL ihn dann nirgends größer zum Thema? Nun, die Antwort liefert der SPON-Artikel im nächsten Satz gleich mit. Darin wird dieser Aspekt, der eben noch “selbsredend wichtig” war, mal so eben als “Politikkladderadatsch” abgetan. Wörtlich liest man da: “Man hat sich [beim Kinobesuch der Kanzlerin] bei dem Versuch, eine Politikerin privat und über ihre Erlebnisse und Vorlieben zu verstehen, eben darauf eingelassen, jenen Politikkladderadatsch zu ignorieren, um ein wenig davon mitzubekommen, was die Frau sonst noch umtreibt.”

Das ist GALA-Schreibe und hat mit “Sturmgeschütz der Demokratie” soviel am Hut wie Hofberichterstattung.

Bombenanschlag in Boston: Wie sich der SPIEGEL zum Sprachrohr der amerikanischen Überwachungsstaats-Behörden macht

  18. April 2013, von T. Engelbrecht

“Die Vierte Gewalt [= die Medien] hat [im Zsh. mit den Bombenanschlägen von Boston] offenbar ganze Arbeit geleistet: 75 Prozent sind sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew sicher, dass ‘gelegentliche Terrorakte künftig Teil des Lebens in den USA’ sein werden. Vor weniger als zwei Wochen lag die Zahl noch bei 64 Prozent… [Dabei] gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Regierung der USA und ihrer politischen Klasse auch nur ein Haar gekrümmt werden könnte. Aber das ficht die sich zur Hysterie steigernde öffentliche Meinung nicht an. Rationale Aufklärung – die Universität North Carolina beispielsweise hat errechnet, dass die Wahrscheinlichkeit für einen US-Amerikaner weitaus größer ist, vom Blitz getroffen zu werden, als von einem Terroristen getötet zu werden – findet kaum noch Rezipienten. Wer es wagt, die naheliegende Frage zu stellen, warum die Morde an 66 Menschen, die im vergangenen Jahr von völlig legal (dank der National Rifle Association und den von ihr gesteuerten Politikern) bis an die Zähne bewaffneten Amokläufern begangen wurden, nicht als Terrorismus eingestuft wurden, die 33 Tötungsdelikte, die in den vergangenen 12 Jahren durch islamistische motivierte Täter begangen wurden, hingegen schon, der wird unter dringenden Verdacht gestellt, ein ‘Terroristenversteher’, gar -Komplize zu sein. ‘Watch Your words!’, lautet seit 9/11 im ‘land of the free and home of the brave’ die unmissverständliche Warnung gegenüber allen, die noch kritische Überlegungen anstellen.”
Susann Witt-Stahl, “Locktown – Leben im Hochsicherheitstrakt”, hintergrund.de, 26. April 2013

Der Bombenanschlag von Boston hat völlig zu Recht Entsetzen ausgelöst. So waren am Montagnachmittag (Ortszeit) während des traditionsreichen Marathons in der US-Ostküstenstadt nach einer Explosion von zwei Sprengsätzen drei Menschen ums Leben gekommen und weit mehr als 100 verletzt worden. Unter den Toten ist auch ein achtjähriger Junge. Doch so tragisch dieser Terrorakt ist, so unfassbar ist es auch, dass Medien wie der SPIEGEL sich de facto wieder einmal nur zum reinen Sprachrohr der Behörden machen.

Der SPIEGEL begibt sich zusammen mit den US-Behörden auf die Suche nach den Urhebern der Bombenanschläge und Giftbriefe – die mehr als zwielichtige Rolle von FBI&Co. aus der Vergangenheit blendet das Nachrichtenmagazin dabei aus; Foto: Reuters

Unfassbar deshalb, weil gerade Medien wie der SPIEGEL die Behörden kontrollieren und ihnen genau auf die Finger schauen sollten. Genau das passiert aber nicht. So konnten zwar sämtliche seit dem 11. September 2001 erfolgten Anschlagspläne von den Behörden erfolgreich unterbunden werden, doch dies nicht zuletzt deswegen, weil die Behörden selbst darin durch V-Leute involviert waren, wie hintergrund.de aufzeigt. Von dieser brisanten Thematik ist in der Berichterstattung des SPIEGEL über die aktuellen Anschläge, die die ersten tödlichen Bombenanschläge in den USA seit den Anschlägen vom 11. September 2001 darstellen, aber nichts zu vernehmen.

Behördenhörige Berichterstattung gibt abermals den Überwachungsfanatikern Auftrieb
Im Ergebnis wird durch diese behördenhörige Medienberichterstattung tragischerweise erneut denjenigen Vertretern des Staates und der Sicherheitsindustrie Auftrieb gegeben, die unter dem Stichwort des „homegrown terrorism“ eine immer stärkere Überwachung der US-Bevölkerung fordern und sich für eine entsprechende Ausweitung staatlicher Befugnisse einsetzen.

New York Times: “Terrorpläne wurden [in der Vergangenheit] vom FBI selber ausgeheckt”
Terrorakte Wohlgemerkt schrieb vor einem Jahr kein geringeres Medium als die New York Times in dem Artikel “Terrorist Plots, Hatched by the F.B.I.” (Terrorpläne, ausgeheckt vom FBI) darüber, wie die US-Behörden selber in vereitelte Anschlagsversuche verstrickt sind: „Ein Möchtegern-Selbstmordattentäter wurde auf dem Weg ins Capitol abgefangen; ein Plan, Synagogen mit Bomben anzugreifen und Stinger-Raketen auf Flugzeuge des Militärs abzuschießen, wurde von einer Gruppe Männer in Newburgh ausgeheckt;  und die abstruse Idee, mit Sprengstoff beladene Modellflugzeuge ins Pentagon und das Capitol krachen zu lassen, wurde in Massachusetts ausgebrütet. Aber all diese Dramen wurden durch das FBI ermöglicht, dessen verdeckt arbeitende Ermittler und Informanten sich als Terroristen ausgaben, die Raketen-Attrappen anboten, falschen C4-Sprengstoff, eine entschärfte Selbstmord-Sprengweste sowie eine rudimentäre Ausbildung. Die mutmaßlichen Täter spielten naiver Weise ihre Rolle, bis sie verhaftet wurden” (Übersetzung von hintergrund.de).

hintergrund.de schreibt dazu weiter: “Die Praxis des FBI, vornehmlich junge Männer mit psychischen Problemen zu Terrorakten anzustiften, um diese anschließend zu vereiteln und Erfolgsmeldungen im Kampf gegen den Terror verkünden zu können, wurde in den vergangenen Jahren mehrfach in der englischsprachigen Presse einer kritischen Würdigung unterzogen.”

SPIEGEL Online behauptet “Forscher heilen Baby von HIV-Infektion” – und betreibt damit letztlich nur wieder haltlose Pharma-Propaganda

  05. März 2013, von T. Engelbrecht

“Experts question whether this so-called cure of HIV of a 2-year-old [girl by using an aggressive three-drug treatment that started when the she was only 30 hours old] is real, and whether high doses of potentially toxic drugs should be administered before an HIV diagnosis can be confirmed.”
abc news, “Experts Question So-Called HIV ‘Cure’”, 6. März 2013

“The [New York] Times report states: ‘doctors announced…that a baby had been cured of an HIV infection for the first time….’ – but the report notes that the claimed ‘cure’ has not been confirmed, published, or even peer reviewed… Unless independently verifiable documented evidence is presented for confirmation, this story appears to be propaganda… The much hyped story about the alleged ‘miraculous’ cured HIV-infected baby may have  been planted to obscure the announcement on Monday, of a FAILED ‘AIDS prevention’ study conducted on more than 5,000 HIV-NEGATIVE African women.”
Vera Sharav, Alliance for Human Research Protection (AHRP), in den Kommentaren “A Baby Alleged to Have been ‘HIV Infected’ is ‘Deemed Cured’–But Where is the Proof?” und “Anti-AIDS pill, vaginal gel unsuitable for Africa: study” über die haltlose Behauptung der Mainstreammedien, Forscher hätten ein Baby von einer so genannten HIV-Infektion geheilt

“Forscher heilen Baby von HIV-Infektion” behauptet SPIEGEL Online – und lässt Wissenschaftlichkeit dabei mal wieder vermissen; Foto: AP

Wie unwissenschaftlich und faktenfern gerade auch der SPIEGEL immer wieder über den Themenkomplex HIV/AIDS berichtet, haben wir schon des öfteren dokumentiert (siehe hier). Im Grunde ist es so: Der SPIEGEL betet eins zu eins das nach, was ihm die mit der Pharmaindustrie verbandelten Medizinautoritäten vorsagen, während die Fakten besagen, dass es keine harten wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass das so genannte HI-Virus (HIV) nachgewiesen wurde, dass “HIV” so genanntes AIDS macht, dass so genannte HIV-Tests eine “HIV”-Infektion nachweisen und so genannte Virus-Last-Messungen eine Virenanzahl messen usw. (siehe dazu mein Buch “Virus-Wahn”, das ich zusammen mit dem Kieler Internisten Dr. med. Claus Köhnlein geschrieben habe).

Wer den Schmu mit HIV/AIDS einmal verstanden hat, kann über SPIEGEL-Artikel nur noch den Kopf schütteln
Wer dies einmal verstanden hat, der kann über Artikel wie “Forscher heilen Baby von HIV-Infektion”, den SPIEGEL Online gestern (4. März) brachte, einfach nur noch den Kopf schütteln vor Unverständnis darüber, wie faktenfern hier berichtet wird von Medien, die sich selber als investigativ oder gar als “Sturmgeschütz der Demokratie” bezeichnen.

Wie wissenschaftlich unfundiert eine solche Schlagzeile und auch der Inhalt eines solchen Beitrags sind, hat auch Vera Sharav von der der New Yorker Patientenschutzorganisation Alliance for Human Research Protection (AHRP) gut beschrieben (der Titel ihres Kommentars lautet “A Baby Alleged to Have been ‘HIV Infected’ is ‘Deemed Cured’–But Where is the Proof?”). Sie konstatiert:

The New York Times front page article, “In Medical First, Baby With H.I.V. Is Reported Cured,” in its sub-heading acknowledges, “SOME SKEPTICISM VOICED”.

Furthermore, the Times report states: “doctors announced…that a baby had been cured of an HIV infection for the first time….”
but the report notes that the claimed “cure” has not been confirmed, published, or even peer reviewed.

Indeed, The Times notes that “Dr. Persaud and other researchers spoke in advance of a presentation of the findings at a Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections.”

“If the report is confirmed, the child born in Mississippi would be only the second well-documented case of a cure in the world.”
Well documented?

Unless independently verifiable documented evidence  is presented for confirmation, this story appears to be propaganda.
The announcement is calculated to persuade health policy officials to divert scarce healthcare dollars for expensive AIDS drug cocktails to be forced on newborn babies born to poor, uninformed young women.

The Times quotes Dr. Deborah Persaud of Johns Hopkins stating: “It’s proof of principle that we can cure HIV infection if we can replicate this case.”

Proof in principle is NOT proof of cure!

“Some outside experts, who have not yet heard all the details, said they needed convincing that the baby had truly been infected. If not, this would be a case of prevention, something already done for babies born to infected mothers.”

Dr. Daniel R. Kuritzkes, chief of infectious diseases at Brigham and Women’s Hospital in Boston is quoted stating:  “The one uncertainty is really definitive evidence that the child was indeed infected.”
The Times reports: “The mother arrived at a rural hospital in the fall of 2010 already in labor and gave birth prematurely. She had not seen a doctor during the pregnancy and did not know she had H.I.V. When a test showed the mother might be infected, the hospital transferred the baby to the University of Mississippi Medical Center, where it arrived at about 30 hours old.”

“Typically a newborn with an infected mother would be given one or two drugs as a prophylactic measure. But Dr. Gay said that based on her experience, she almost immediately used a three-drug regimen aimed at treatment, not prophylaxis, not even waiting for the test results confirming infection. “

“Without test results confirming infection…”  Does this not constitute medical malpractice?

“Virus levels rapidly declined with treatment and were undetectable by the time the baby was a month old. That remained the case until the baby was 18 months old, after which the mother stopped coming to the hospital and stopped giving the drugs.When the mother and child returned five months later, Dr. Gay expected to see high viral loads in the baby. But the tests were negative. “

“Suspecting a laboratory error, she ordered more tests. “To my greater surprise, all of these came back negative,” Dr. Gay said. “

“There have been scattered cases reported in the past, including one in The New England Journal of Medicine in 1995, of babies clearing the virus, even without treatment.”

The Times report suggests the tenuous reliability of the announced “miracle”
“One hypothesis is that the drugs killed off the virus before it could establish a hidden reservoir in the baby. One reason people cannot be cured now is that the virus hides in a dormant state, out of reach of existing drugs. When drug therapy is stopped, the virus can emerge from hiding.”
“In the United States, transmission from mother to child is rare — several experts said there are only about 200 cases a year or even fewer — because infected mothers are generally treated during their pregnancies. “

“Dr. Bryson, who was not involved in the Mississippi work, said she was certain the baby had been infected and called the finding “one of the most exciting things I’ve heard in a long time.”

Does any of this sound like proven scientific findings???

By Monday afternoon the story was no longer on the Times‘ website front page.

Und heute schreibt Vera Sharav von der AHRP in einem weiteren Kommentar (“Anti-AIDS pill, vaginal gel unsuitable for Africa: study”):

The much hyped story about the alleged “miraculous” cured HIV-infected baby may have  been planted to obscure the announcement on Monday, of a FAILED ” AIDS prevention” study conducted on more than 5,000 HIV-NEGATIVE African women.

Medscape reports: “A large study to determine if pre-exposure prophylaxis could prevent HIV transmission among high-risk women failed to show any significant differences between those who took oral medication or vaginal gel or placebo medications in protection against acquiring infections.”  http://www.medpagetoday.com/MeetingCoverage/CROI/37659

Read more: http://www.ahrp.org/cms/content/view/909/9/

There are many elements of concern about the Mississippi baby story–who has been identified as a girl.

The Wall Street Journal reported:

“…at about 18 months, for reasons that aren’t clear, the mother stopped bringing the baby in for the checks. Dr. Gay summoned health-department and child-protection workers, who found her last August, and she returned to the clinic.  The baby had been off therapy for at least five months, Dr. Gay said. Before resuming treatment, Dr. Gay ordered a test to make sure the baby’s virus hadn’t developed resistance to any of the drugs. To her astonishment, technicians couldn’t find any virus to test.” “At first, Dr. Gay worried that she had been treating an uninfected baby for more than a year.”

How often, one wonders, have doctors like Dr. Gay, subjected uninfected, healthy babies to retroviral drugs?

If there are some reported cases of “babies clearing the virus, even without treatment”–as reported in The New England Journal of Medicine–why are doctors and government researchers only focusing on aggressive prescribing regimens using multiple drugs at ever higher doses?
Another concern is doctors who are summoning “child protection workers” to coerce individuals into submission of their babies to possibly unnecessary aggressive treatment.

Indeed, had the Mississippi mother obeyed the baby’s doctors, by not withdrawing the aggressive drug regimen from her infant, that baby would have been condemned to be on those drugs for life!

Read our expanded discussion on our website:  http://www.ahrp.org/cms/content/view/909/9/

Miss-America-Kandidatin will sich zur “Krebsprophylaxe” beide Brüste amputieren lassen – und der SPIEGEL verschweigt, dass dies wissenschaftlicher Humbug ist

  11. Januar 2013, von T. Engelbrecht

„Krebs wird nicht durch Genmutationen in Gang gesetzt.“
Henry Harris, Pionier der Krebs- und Genomforschung

SPIEGEL Online behauptet in einem Artikel über eine Miss-America-Kandidatin, die sich “präventiv” beide Brüste amputieren lassen will, dass Krebs vererbbar sei und durch mutierte Gene verursacht würde, doch… (Foto: AP/Miss America Org.)

Wie funktioniert Wissenschaft? Ganz simpel: Man hat eine These und versucht, diese mittels Studien faktisch zu untermauern. Wenn es um das Thema Krebs geht, will der SPIEGEL aber von dieser Vorgehensweise leider an zentral wichtigen Stellen nichts wissen. Und so betet der SPIEGEL auch die Behauptung des Krebsestablishments nach, Krebs könne vererbt werden und würde durch mutierte (beschädigte) Gene ausgelöst. Beides ist aber nie belegt worden – und macht letztlich auch keinen Sinn.

Dennoch betet der SPIEGEL diese Falschbehauptungen auch aktuell wieder auf seinem Onlineportal nach, und zwar in dem Artikel “Miss-Kandidatin will sich Brüste amputieren lassen” (siehe auch Screenshot). Darin geht es darum, dass eine gewisse Allyn Rose Miss America werden will – und weil in ihrer Familie bereits mehrere Frauen an Brustkrebs gestorben sind, will sich die 24-Jährige nun “präventiv” beide Brüste amputieren lassen.

Desweiteren behauptet das Nachrichtenportal, man könne durch einen Test feststellen, ob jemand genetisch bedingt Brustkrebs bekommen kann, nämlich indem man schaut, ob jemand das mutierte Gen BRCA 1 oder BRCA 2 (Breast Cancer Susceptibility Gene 1 oder 2) in sich trägt. Diese mutierten Gene trage Allyn Rose zwar nicht in sich, so SPON, “aber ihre Mutter hat ihr eine seltene genetische Mutation vererbt, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen könnte”.

Fakt ist: Es gibt keinen Beleg dafür, dass Krebs vererbbar ist – und dass mutierte Gene Krebs machen
All diese Thesen sind aber schlicht nicht fundiert. Fakt ist vielmehr, wie ich auch in meinem Buch “Die Zukunft der Krebsmedizin” (siehe zweiten Screenshot) dezidiert und faktisch untermauert aufzeige, dass Krebs zum einen nicht vererbbar ist. Dazu einige Fakten:

… dem ist nachweislich nicht so, wie ich in meinem Buch “Die Zukunft der Krebsmedizin” (NaturaViva Verlag) dezidiert und faktisch untermauert aufzeige.

So ist das bestimmende Merkmal von Krebszellen eben nicht, wie auch vom SPIEGEL immer wieder gerne behauptet, dass ihre Gene geschädigt sind, sondern dass ihre Mitochondrien beschädigt und ihre Chromosomen entartet sind. Doch Zellen, die auf Chromosomenebene beschädigt (aneuploid)
sind, sind äußerst instabil. „Dadurch ließe sich auch erklären, was der Forscher Theodor Boveri bereits vor 100 Jahren beobachtete, nämlich dass die meisten aneuploiden Embryos nicht überlebensfähig sind“, wie der Krebsforscher Peter Duesberg 2007 im Magazin Scientific American schreibt. „Daher sind Neugeborene frei von Krebs, und daher ist Krebs nicht vererbbar.“

Zum anderen gibt es auch keinen Beleg dafür, dass beschädigte (mutierte) Gene Krebs machen. Das erwähnte bzw. von SPON auch genannte BRCA1-Gen zum Beispiel soll ein Tumorsuppressor-Gen (Tumorunterdrücker-Gen) sein und wird in mutierter Form für Brustkrebs verantwortlich gemacht. Dabei ist es unbestritten, dass Gene beschädigt werden können; doch ob sie in dieser Form auch in der Lage sind, Krebs „anzuheizen“, ist weder bewiesen, noch ergibt es einen Sinn.

Tatsächlich konnte noch keine Studie zeigen, dass die sogenannten Krebsgene (Onkogene und Tumorsuppressor-Gene) für sich genommen alleine dafür verantwortlich sind, eine gesunde Zelle in eine Krebszelle zu verwandeln.

Und was die prophylaktische Mastektomie angeht, der sich die Amerikanerin Allyn Rose unterziehen will, so wäre sie allenfalls legitim, wenn die Krebsmedizin genau wüsste, was den Krebs verursacht. Doch die derzeit verbreitete Theorie der Krebsentstehung (die Genmutations-Hypothese) steht eben auf derart tönernen Füßen, dass sie mit Sicherheit nicht die Entfernung gesunder Brüste rechtfertigen kann – also von Organen, die für eine
Frau in jeder Hinsicht von elementarer Bedeutung sind.

Im Übrigen haben Studien ergeben, dass  zum Beispiel Brustkrebspatientinnen, bei denen eine radikale Brustamputation (Mastektomie) plus Bestrahlung vorgenommen worden war, nicht länger lebten als Patientinnen, bei denen eine radikale Mastektomie ohne begleitende Bestrahlung erfolgt war.

SPIEGEL Online meldet irrtümlicherweise den Tod von George Bush sen.

  31. Dezember 2012, von T. Engelbrecht

(Mit Dank an Erik S.)

Peinliche Panne beim Nachrichtenportal SPIEGEL Online. Für kurze Zeit war gestern auf der Startseite des Nachrichtenportals ein Nachruf von US-Korrespondent Marc Pitzke auf den angeblichen Tod des früheren US-Präsidenten George Bush senior zu lesen (siehe Screenshot), worauf etwa auch die Wolfsburger Allgemeine Zeitung aufmerksam macht. Der 41. US-Präsident war aber wohlgemerkt noch gar nicht gestorben – und lebt bis dato offenbar immer noch.

Erschwerend kommt hinzu, dass Pitzke, wie auch turi2 schreibt, “in seinem kurzen Text große Phantasie beweist: Er berichtet von ‘fast schon elegischen Nachrufen’ der US-Medien auf den Ex-Präsidenten – obwohl kein einziger veröffentlicht wurde, außer eben seinem.”

SPON-Korrespondent Pitzke betreibt zudem noch unsägliche Hofberichterstattung
Abstrus auch, was Pitzke über George Bush sen. zum Besten gibt. Da behauptet er doch tatsächlich, Bush hätte im Ruhestand “so richtig an Statur gewonnen” und  “der Vergleich zu seinem Sohn [George W. Bush] offenbarte, wie gut es die Amerikaner mit ihm hatten”. Abstrus deswegen, weil niemand einfach so “so richtig an Statur gewinnt”, nur weil er in den Ruhestand versetzt wird, und auch weil es die USA (und die Welt) ja nicht automatisch “gut mit ihm hatten”, nur weil er nicht ganz so gruselig daherkam wie sein Sohn George W. Bush.

Derartige Formulierungen sind im Grunde nichts anderes als Hofberichterstattung, was mit Journalismus nix gemein hat. Und sie sind logischerweise auch in einem solchen Nachruf nicht angemessen. Wie korrumpiert und dominiert von den Großkonzernen die Politik auch unter George Bush sen. war, dafür gibt es nämlich reichlich Belege. Einer davon ist z.B. der Brief von Michael Moore “Seven Questions for George Bush”, den der britische Guardian am 6. Oktober 2003 veröffentlichte.

Wie es um unsere Welt bestellt ist, für die zuallererst auch Politiker wie George Bush sen. verantwortlich sind, dafür findet – im Gegensatz zu SPIEGEL Online - z.B. der Schweizer Jean Ziegler, der heute Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates ist, die adäquaten Worte. Seiner Auffassung nach “hat der dritte Weltkrieg für die Völker des Südens längst begonnen” - insbesondere eben bedingt durch die Politik von George Bush & Co.

Über die ach so recherchestarke und gegenüber den Machteliten ach so kritische Arbeit von SPON-Korrespondent Pitzke haben wir übrigens schon mal berichtet, und zwar 2009, als Pitzke die PR des amerikanischen “Smiley-Präsidenten” Barack Obama einfach weitertrug – und überfällige Kritik unter den Tisch fallen ließ.

Amoklauf in Newtown: Der SPIEGEL blendet das Thema Medikamente als mögliche (Mit)Ursache erneut fahrlässig aus

  17. Dezember 2012, von T. Engelbrecht

(Mit Dank an Georg W.)

Erstklassige Filmdokumentation zum Thema: “The drugging of our children” von dem US-Journalisten Gary Null.

- – - – - – -

“For the first time ever, and for a brief moment in time, two knowledgeable and highly credentialed public figures have commented on the fact that psychiatric medications cause violence and must be considered suspect in the case of the Newtown shooter. But then, as if it never happened, and as if psychiatric drugs could not possibly be implicated in violence, the issue was dropped by the media… The most striking commentary came from Sanjay Gupta, neurosurgeon and famous chief medical correspondent [on December 18, 2012] on CNN… On Sunday December 16, 2012 on the Fox News Channel, former Secretary of Homeland Security Tom Ridge was interviewed by Shannon Bream… In discussing flawed efforts to intervene in the lives of potentially violent youth, Ridge observed: ‘Or we put them on severe medications. One of the students in the Columbine shooting was on severe medication and apparently there’s analysis that it probably even contributed to his destructive aggressive behavior.’ Combined with Sanjay Gupta’s remarks [on CNN], these observations by former Secretary of Homeland Defense Tom Ridge should elevate psychiatric drug-induced violence to a new level in public discourse.”
Peter R. Breggin, renommierter US-Psychiater, “Sanjay Gupta and Tom Ridge warn about psychiatric drugs in mass murders”, NaturalNews.com, 14. Januar 2013

“But where, I’d like to ask my colleagues in the media, is the reporting about the psychiatric medications the perpetrator [= Newtown school shooter Adam Lanza] – who had been under treatment for mental-health problems – may have been taking? After all, Mark and Louise Tambascio, family friends of the shooter [Lanza] and his mother, were interviewed on CBS’ 60 Minutes, during which Louise Tambascio told correspondent Scott Pelley: ‘I know he was on medication and everything…’ And here, Tambascio tells ABC News, ‘I knew he was on medication, but that’s all I know…
Some critics suggest these official omissions are motivated by a desire to protect the drug companies from ruinous product liability claims.  Indeed, pharmaceutical manufacturers are nervous about lawsuits over the ‘rare adverse effects’ of their mood-altering medications. To avoid costly settlements and public relations catastrophes – such as when GlaxoSmithKline was ordered to pay $6.4 million to the family of 60-year-old Donald Schnell who murdered his wife, daughter and granddaughter in a fit of rage shortly after starting on Paxil – drug companies’ legal teams have quietly and skillfully settled hundreds of cases out-of-court, shelling out hundreds of millions of dollars to plaintiffs. Pharmaceutical giant Eli Lilly fought scores of legal claims against Prozac in this way, settling for cash before the complaint could go to court while stipulating that the settlement remain secret – and then claiming it had never lost a Prozac lawsuit.’”

David Kupelian, “The giant, gaping hole in Sandy Hook reporting”, www.wnd.com, 6. Jan. 2013

“There are indications that Adam Lanza[, the alleged schooter,] was at some time psychiatrically diagnosed and taking psychiatric medications… Given his affluent family, he was almost certainly taken to psychiatrists.”
Peter R. Breggin, renommierter US-Psychiater, “Psychiatry Has No Answer to Gun Massacres “, 22. Dez. 2012

“White males have no monopoly on mass killings; relative to population, African Americans are overrepresented among the perpetrators of crimes involving the death of four or more people… But white men carried out or were accused of many of the most notorious episodes of random PUBLIC killings in recent decades… Of 62 mass shootings in public places during the past 30 years, 44 were done by WHITE males, according to a tally by Mother Jones magazine.”
Washington Post, “Adam Lanza, and others who committed mass shootings, were white males”, Dez. 2012

[Anm. SPIEGELblog: Dass v.a. weiße Amerikaner Massenerschießungen in öffentlichen Plätzen vollzogen haben - und nicht etwa die ansonsten bei "nicht-öffentlichen" Gewaltverbrechen mit Todesfolgen wie Raubüberfällen oder Auseinandersetzungen zwischen Gangs überrepräsentierten Afroamerikaner -, spricht auch dafür, dass Psychopharmaka bei den Amokläufen eine bedeutende Rolle/Ursache spielen. Die Erklärung wäre dann die, dass diese weißen Amokläufer eher aus "gutem", sprich betuchte(re)m Hause stammten und somit dann auch einen viel besseren Zugang zu Psychopharmaka hatten als arme Afroamerikaner; genau diese Argumentation vollzieht ja auch der US-Psychiater Breggin in Bezug auf Adam Lanza, indem er schreibt (siehe oben): "Given Adam Lanza's affluent [= wohlhabend] family, he was almost certainly taken to psychiatrists” – und v.a. amerikanische Psychiater arbeiten heutzutage praktisch immer mit Medikamenten.]

“San Francisco Bay Area based nationally syndicated radio talk show host Michael Savage says that he believes that Connecticut school shooter Adam Lanza was on antidepressant medication when he opened fire Friday at the Sandy Hook School in Newtown, Conn. Savage told listeners Friday evening that guns should be banned from those who are on antidepressant drugs. Savage has Ph.D. from the University of California, Berkeley in epidemiology and nutrition sciences. The best-selling author of a number of books on politics and nutrition said that antidepressant medications were at the root of a number of the mass shootings and the host added that antidepressants and Ritalin are over-prescribed to children.”
examiner.com, “Michael Savage says Conn. school shooter Adam Lanza was on antidepressants”, 15. Dez. 2012

[Adam Lanza, the alleged schooter, was] a really rambunctious kid, as one former neighbor in Newtown, Conn., recalled him, adding that he was on medication.”
Washington Post, “Suspect Adam Lanza was obscure in life, now is infamous in death“, 14. Dez. 2012

“These very drugs [= SSRIs bzw. Antidepressiva] we hope can treat mental illness are at the same time drugs that cause violent behavior including suicide and aggression toward others. In fact, SSRI’s are the leading drugs in a recent list compiled of the Top Ten Drugs that cause violent behavior.”
Psychology Today, “Newtown Shootings: A Caution About Violence and SSRIs [= Antidepressiva]“, 20. Dez. 2012

“Gun control? We need medication control! According to ABC News, Adam Lanza, the alleged shooter, has been labeled as having ‘mental illness’ and a ‘personality disorder’. These are precisely the words typically heard in a person who is being ‘treated’ with mind-altering psychiatric drugs. One of the most common side effects of psychiatric drugs is violent outbursts and thoughts of suicide.
Mike Admas am 16. Dez. 2012 auf NaturalNews.com über den Amoklauf in Newtown mit 27 Toten, die meisten davon Kinder

“A Winnipeg judge’s ruling [in 2011] that a teenage boy murdered his friend because of the effects of [the anti-depressant] Prozac will not be appealed… Justice Robert Heinrichs concluded the 15-year-old boy was under the influence of the medication when he thrust a nine-inch kitchen knife into the chest of Seth Ottenbreit, a close friend… The killer pleaded guilty to second-degree murder… Both the boy’s lawyer and the psychiatrist who testified on his behalf say it is the first time a criminal-court judge in North America has made such a finding.”
Tom Blackwell, “‘Prozac defence’ stands in Manitoba teen’s murder case”, National Post, 7. Dez. 2011

“Ann Blake-Tracy, author and Executive Director of International Coalition for Drug Awareness, says, ‘After spending 20 plus years working to wake up the world to the most extreme dangers of antidepressants this last shooting makes me angry at a society that continues to allow prescription medications on the market that have listed side effects of both homicidal & suicidal ideation in their warnings. WHY is that acceptable when we have documented involvement of antidepressants in 67 cases of school shootings in our database of cases at www.ssristories.com? Although these drugs are most similar in action to PCP (Angel Dust) they continue to be widely prescribed and are the most commonly prescribed drugs for Aspergers which this shooter was diagnosed with.’”
The Guardian Express, “Is Mental Health Care to Blame for School Shootings?”, 19. Dez. 2012

“In 2002, Fox National News reported Douglas Kennedy exposed the link between psychiatric drugs and school shootings. In September 2005, following confirmation that Red Lake Indian Reservation school shooter, Jeff Weise, was under the influence of the antidepressant Prozac, the National Foundation of Women Legislators, together with American Indian tribal leaders, called for a Congressional investigation into the correlation between psychiatric drug use and school massacres. Congress has yet to investigate the role of psychiatric drugs relating to school shootings despite international drug regulators warning these drugs can cause mania, psychosis, hallucinations, suicide and homicidal ideation.”
Fox News, 21. April 2007

“A 2010 study from the Institute for Safe Medication Practices published in the journal PloS One and based on data from the FDA’s Adverse Event Reporting System has identified 31 drugs that are disproportionately linked with reports of violent behavior towards others [among them 11 antidepressants, 6 sedative/hypnotics and 3 drugs for attention deficit hyperactivity disorder].”
TIME, “Top 10 Legal Drugs Linked to Violence”, 7. Jan 2011

“The medicating of Americans for mental illnesses continued to grow over the past decade, with one in five adults now taking at least one psychiatric drug such as antidepressants, antipsychotics and anti-anxiety medications, according to an analysis of pharmacy-claims data. Among the most striking findings was a big increase in the use of powerful antipsychotic drugs across all ages, as well as growth in adult use of drugs for attention-deficit hyperactivity disorder (ADHD) a condition typically diagnosed in childhood. Use of ADHD drugs such as Concerta and Vyvanse tripled among those aged 20 to 44 between 2001 and 2010, and it doubled over that time among women in the 45-to-65 group, according to the report.”
Wall Street Journal, “Psychiatric Drug Use Spreads”, 16. Nov. 2011

Während der SPIEGEL bei der Erforschung der Ursachen für den Amoklauf – sensationsheischend – auf das Thema Waffen fokussiert (Foto: AFP)…

Es ist das typische Muster in den Massenmedien, der SPIEGEL eingeschlossen: Nach einem Amoklauf sind Aufschrei und Betroffenheit groß, und man verspricht schonungslose Aufklärung. Doch da gibt es einen blinden Fleck bei den Mainstreammedien. Denn diese schauen bei ihrer Ursachenforschung gerne auf die Waffenlobby oder auch auf Videospiele, aber so gut wie nie auf die Medikamente, die die Amokläufer eingenommen haben.

Bei fast jedem Amoklauf mit anschließender Massenerschießung waren Psychopharmaka im Spiel
Über diesen blinden Fleck beim SPIEGEL hat SPIEGELblog bereits mehrfach berichtet. Und auch beim aktuellen sehr dramatischen Amoklauf in Newtown ist es schlicht nicht nachvollziehbar, warum Medien wie der SPIEGEL, die sich so gerne investigativ nennen, überhaupt nicht in Richtung Medikamente (v.a. Psychopharmaka und insbesondere Antidepressiva) als mögliche (Mit)Ursache recherchieren.

NaturalNews.com schreibt dazu treffend:

“In mass shootings involving guns and mind-altering medications, politicians immediately seek to blame guns but never the medication. Nearly every mass shooting that has taken place in America over the last two decades has a link to psychiatric medication, and it appears today’s tragic event is headed in the same direction.

… macht die Menschenrechtsorganisation The Citizens Commission on Human Rights International (CCHR) auf folgendes aufmerksam: “Despite 22 international drug regulatory warnings on psychiatric drugs citing effects of mania, hostility, violence and even homicidal ideation, and dozens of high profile shootings/killings tied to psychiatric drug use, there has yet to be a federal investigation on the link between psychiatric drugs and acts of senseless violence.”

According to ABC News, Adam Lanza, the alleged shooter, has been labeled as having ‘mental illness’ and a ‘personality disorder.’ These are precisely the words typically heard in a person who is being ‘treated’ with mind-altering psychiatric drugs.

One of the most common side effects of psychiatric drugs is violent outbursts and thoughts of suicide.

Note: The shooter was originally mid-identified as Ryan Lanza but has now been corrected to Adam Lanza.

The Columbine High School shooters were, of course, on psychiatric drugs at the time they shot their classmates in 1999. Suicidal tendencies and violent, destructive thoughts are some of the admitted behavioral side effects of mind-altering prescription medications.

No gun can, by itself, shoot anyone. It must be triggered by a person who makes a decision to use it. And while people like NY Mayor Bloomberg are predictably trying to exploit the deaths of these children to call for guns to be stripped from all law abiding citizens who have done nothing wrong whatsoever, nobody calls for medication control.

Why is that? After all, medication alters the mind that controls the finger that pulls the trigger. The saying that ‘guns kill people’ is physically impossible. People kill other people, and as we all learned from watching the O.J. Simpson trial, you don’t need a gun to commit murder.

Do the math: medications are far more deadly than guns
Medications kill roughly 100,000 Americans each year according to study statistics. The actual number is either 98,000 or 106,000 depending on which study you believe.

For guns to be as deadly as medications, you’d have to see a Newton-style massacre happening ten times a day, every day of the year. Only then would ‘gun violence’ even match up to the number of deaths caused by doctor-prescribed, FDA-approved medications.

Why does America grieve for the children killed in Newton, but not for the medical victims killed by Big Pharma?”

SPIEGEL Online greift im “Fall Mollath” die Süddeutsche Zeitung an – liegt faktisch aber daneben

  14. Dezember 2012, von T. Engelbrecht

(Mit Dank an Peter A.)

“[Die] Bücher von [SPIEGEL-Online-Autorin] Beate Lakotta werden von Random House herausgegeben, einem Verlag, der zu Bertelsmann gehört, einem Medienimperium, das Liz Mohn gehört, die eine Freundin von Angela Merkel ist, die mit der CSU koaliert, einer Partei, die hier im Verdacht steht, Schwarzgeldgeschäfte zu decken, zur Not auch indem Whistleblower in die Psychatrie gesperrt werden…”
Kommentar 381 von “atzlan” zum SPON-Artikel von Beate Lakotta “Fall Gustl Mollath: Warum der Justizskandal doch keiner ist”

(Anmerkung zu diesem Kommentar: Auch der SPIEGEL gehört letztlich zu Bertelsmann)

“Für zwei ehemalige Steuerfahnder haben die Behörden in Bayern [im Zsh. mit der Anzeige von Gustl Mollath gegen seine damalige Ehefrau und weitere Mitarbeiter der Hypovereinsbank] auf ganzer Linie versagt.”
Report Mainz“Der Fall Mollath und das Schwarzgeld”, 21. Mai 2013

Die Journalistin Beate Lakotta behauptet auf SPIEGEL Online, der Justizskandal um Gustl Mollath sei in Wahrheit gar keiner – doch Ihre Argumentierte verfangen nicht; Foto: SWR/Report Mainz

Wenn es um Anklagen gegen Personen geht, so lässt man beim SPIEGEL schon mal gerne das eherne Prinzip in dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten – außer Acht. So z.B. aktuell geschehen beim nicht rechtsstaatlichen Verfahren gegen die angeblichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001. In dem Beitrag “Guantanamo-Anhörung: Richter erlaubt Zensur im 9/11-Verfahren” werden diese von den USA brutalst gefolterten Angeklagten nicht etwa – wie es allenfalls korrekt wäre – als Verdächtige bezeichnet, sondern haltlos als “Verschwörer vom 11. September” sowie “Drahtzieher von den Anschlägen vom 11. September” vorverurteilt (SPIEGELblog berichtete schon mehrfach über diese Art der üblen Nachrede beim SPIEGEL, die mit Journalismus wohlgemerkt nix zu tun hat).

Vergleichbar unsauber verhält sich der SPIEGEL nun im so genannten “Fall Mollath”.

So berichten seit dem 13. November Report Mainz und die Süddeutsche Zeitung über schwere Ungereimtheiten im Falle eines in die Psychiatrie eingewiesenen Mannes, Gustl Mollath. In diesem Zsh. versucht nun Beate Lakotta auf SPIEGEL Online mit ihrem Artikel “Warum der Justizskandal doch keiner ist” darzulegen, dass die von der SZ beschriebenen Ungereimtheiten gar keine seien. Tatsächlich hat Frau Lakotta aber nur ein winziges Zipfelchen an zusätzlicher Neuigkeit zu bieten, nämlich ein bislang nicht zitiertes ärztliches Attest. SPON will daraus jetzt offenbar maximales Kapital schlagen. Dazu wird unter Ausblendung der insgesamt erdrückenden Faktenlage im Grunde suggeriert, die SZ könnte dadurch einem gemeingefährlichen Straftäter den Weg zurück in die Freiheit ebnen.

Doch dieser Schluss ist schlicht haltlos.

Kurz zum Hintergrund: Gustl Mollath hatte sich seit 2001 beim Arbeitgeber seiner Frau Petra Mollath, der HypoVereinsbank in München (heute aufgegangen in der italienischen Unicredit), über ihre Schwarzgeldgeschäfte beschwert. Nachdem das fruchtlos blieb, sendete er an eine Fülle von Behörden und auch an Prominente Briefe mit angeblichen oder offenkundigen Belegen für diese Geschäfte.

Zwischen 2002 und 2005 kam es dann möglicherweise auch zu gewalttätigen Übergriffen von Mollath gegen seine damalige Frau, von der er mittlerweile geschieden ist. Und die Justiz vermutete auch, dass Herr Mollath die Reifen der Autos von Nachbarn zerstochen hat. Aufgrund schwerer psychischer Probleme war er stationär im Behandlung. Es waren aber wohlgemerkt nicht die möglichen Gewalttaten, sondern die von ihm angenommenen Schwarzgeldgeschäfte, die ihn 2006 in die geschlossene Psychiatrie brachten. In diesem Zsh. attestierten ihm psychiatrische Gutachten “paranoide Wahnvorstellungen”.

Report Mainz und die Süddeutsche Zeitung gerieten dann vor kurzem in den Besitz von internen Dokumenten der HypoVereinsbank, denen zufolge die Schwarzgeldgeschäfte kein Wahn waren, sondern höchst reell. Und jetzt interessieren sich auch das Finanzamt und die Staatsanwaltschaft dafür. Nur für Herrn Mollath interessierte sich niemand – außer den o.g. Medien. Dabei muss man doch davon ausgehen, dass jemand, der aufgrund eines Wahns in der Psychiatrie einsitzt, dann freikommt, wenn sich der Wahn als faktisch nicht haltbar oder auch nur als wahrscheinlich unbegründet herausstellt. In dubio pro reo eben.

Lakotta schreibt zwar, bislang gebe es “keinen Beweis dafür, dass Petra Mollath als Angestellte der HypoVereinsbank in Schwarzgeldgeschäfte und Beihilfe zur Steuerhinterziehzung verstrickt war, wie ihr Mann behauptet”. Doch das ist offenbar nicht korrekt. So heißt es dazu z.B. im allerersten SZ-Artikel über den Fall Mollath:

“Drei Monate später sollten sich nicht nur Mollaths Vorwürfe bestätigen. Unter dem Vermerk ‘vertraulich’ beschrieben interne Revisoren der Bank auf 15 Seiten detailliert ein Netzwerk innerhalb der Nürnberger HVB-Niederlassung, das offenbar über Jahre hinweg unsaubere Millionengeschäfte gemacht hat. Mollaths Anschuldigungen, so die Quintessenz des ‘Sonder-Revisionsberichtes Nr. 20546′, seien in Teilbereichen vielleicht etwas diffus, aber: ‘Alle nachprüfbaren Behauptungen haben sich als zutreffend herausgestellt.’”

SPON - in Personam Frau Lakotta – interessiert sich unterdessen besonders für die vermuteten Gewaltdelikte. Tatsächlich ist Lakotta, wie gesagt, nun in den Besitz eines ärztlichen Attestes gelangt, in dem Frau Mollath einen gewaltsamen Übergriff ihres Mannes auf sie dokumentieren ließ. Doch warum schreibt Frau Lakotta hier nicht das, worauf es eigtl. ankommt, nämlich dass Herr Mollath eben nicht wegen der Übergriffe auf seine Frau verurteilt wurde – und er daher als unschuldig zu gelten hat?

Ähnlich unseriös geht Lakotta vor im Zsh. mit den vermuteten Reifenstechereien von Herrn Mollath. Wörtlich liest man: “Am Silvestertag 2004 nimmt er das Recht selbst in die Hand, so stellt es später das Landgericht Nürnberg fest: Er beginnt, Reifen zu zerstechen.” Frau Lakotta benutzt hier den Indikativ, also muss ein gerichtliches Urteil vorliegen! Tut es auch, aber in diesem Urteil steht, dass Herr Mollath zum Zeitpunkt der Tat unzurechnungsfähig war. Und zwar unzurechnungsfähig aufgrund der von ihm angeblich wahnhaft erhobenen Vorwürfe von Schwarzgeldgeschäften von Banken. Das alles ist in der SZ online nachzulesen. Liest Frau Lakotta die Konkurrenz nicht einmal?

Man kann im “Fall Mollath”, der Züge einer Tragödie trägt, viele Zusammenhänge vermuten. Aber der letztliche Schluss von SPON, dass durch Intervention von Report Mainz und Süddeutscher Zeitung jetzt ein gemeingefährlicher Straftäter entlassen wird, mutet abstrus an.

Lakotta hätte besser daran getan, etwa herauszufinden, ob der Fall Mollath ähnlich gelagert ist wie die Steuerfahnder-Affäre in Hessen, über die die Frankfurter Rundschau im Sommer berichtete und bei der Steuerfahnder, die Milliarden(!) an fraglichen Bilanzposten bei Großbanken gefunden hatten, mit fragwürdigen psychiatrischen Gutachten in den Zwangsruhestand geschickt wurden. Darüber liest man bei SPON kein Wort! Dabei waren die Ex-Fahnder nach eigener Aussage weggemobbt worden, weil sie gegen eine Verordnung opponiert hätten, die reiche Steuerflüchtlinge schone.

Im Übrigen ist es so: Die SZ hat mit keinem Wort jemals die bedingungslose Freilassung von Herrn Mollath gefordert. Es ging immer um eine Überprüfung seiner Einweisung in die geschlossene Psychiatrie und natürlich auch um die juristische und steuerrechtliche Verfolgung illegaler Schwarzgeldgeschäfte der damaligen HypoVereinsbank. Frau Lakotta schreibt also wider besseres Wissen: “… und eine große Tageszeitung trommelt beinahe täglich für seine Freilassung aus der Psychiatrie.” Seriöse Berichterstattung sieht irgendwie anders aus. Nicht zuletzt auch deshalb:

“Der SPIEGEL natürlich immer ganz an der Front bei der Aufklärung, allerdings mal in die eine, dann die andere Richtung. Wochenlang erschienen täglich Artikel auf SPON, die nur den Schluß zuließen, daß Mollath unschuldig in die Psychiatrie weggeschlossen wurde. Und jetzt auf einmal wird das genaue Gegenteil suggeriert, und man tut so als stünde man über den Dingen, statt mitten drin zu sein. Vielleicht hätte man sich die Mühe dieser Recherchen etwas früher machen sollen?”
Kommentar 36 von “Hallo?” zum SPON-Artikel von Beate Lakotta “Fall Gustl Mollath: Warum der Justizskandal doch keiner ist”