Tragischer Tod von Robert Enke: Mainstreammedien wie der SPIEGEL blenden das Thema Nebenwirkungen von Antidepressiva erneut aus
12. November 2009, von T. Engelbrecht
Der Tod von Robert Enke ist ein äußerst tragisches Ereignis. Auch ich möchte den Hinterbliebenen mein herzlichstes Beileid ausdrücken. Ich wünsche ihnen viel Kraft, um diese schwierige Zeit durchzustehen und die Zukunft in Frieden zu meistern.
Als Journalist erlaube ich mir, die Frage zu stellen,
was Robert Enke, der offenaber unter schweren Depressionen gelitten hat und deswegen lange in Behandlung war, zu dieser “unerklärlichen” Tat veranlasst haben könnte. Immerhin sprachen sich SPIEGEL Online in einem Beitrag (siehe Screenshot) und zum Beispiel auch Christoph Daum in einem anderen Artikel von SPIEGEL Online dafür aus, das Thema Depression nicht zu tabuisieren. Lässt sich Enkes Tat also “nur” mit dem beruflichen Druck und den persönlichen Schicksalsschlägen erklären? Oder könnten auch andere Faktoren beteiligt gewesen sein, zum Beispiel Antidepressiva? So soll Robert Enke laut einem heutigen Bericht von www.rp-online.de “spätestens seit seiner Zeit beim FC Barcelona [2000 bis 2004] Antidepressiva genommen haben”.
Viele Menschen scheint eine Frage nach der möglichen (Mit)Schuld von Medikamenten zu irritieren, und auch die Journalistengemeinde scheint wenig bis gar nicht gewillt, in diese Richtung zu denken. Jedenfalls taucht das Thema Antidepressiva nirgends in den Medienberichten über den tragischen Tod von Robert Enke auf (mit Ausnahme dieses rp-online-Berichtes). Und wie mir Stefan Wittke, Leiter der Pressestelle der Polizeidirektion Hannover am Telefon sagte, hätte auch auf der gestrigen Pressekonferenz keiner der anwesenden Journalisten das Thema Antidepressiva angesprochen. Der behandelnde Arzt von Robert Enke, der Kölner Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Valentin Markser, ist aktuell nicht erreichbar, sodass ein Nachfragen nicht möglich ist - und wahrscheinlich würde er sich dazu auch nicht äußern wollen und auf seine ärztliche Schweigepflicht verweisen.
Dass Antidepressiva Menschen zum Selbstmord veranlassen können, ist hinreichend belegt
Die Thematik kann also derzeit nicht abschließend geklärt werden. Fest steht, dass es heutzutage gängig ist, Menschen, die wegen Depressionen in Behandlung sind, Medikamente zu verabreichen. Von daher sehe ich es als großes Versäumnis an, dass der SPIEGEL und all die anderen Mainstreammedien das Thema Antidepressiva schlicht ausblenden - oder wenn dann doch mal ein Artikel kommt, so wie gestern auf Welt Online, die rosa Brille aufsetzen und unter Berufung auf orthodoxe Mediziner Antidepressiva einseitig zu möglichen Heilsbringern verklären.
Nur auf rp-online.de heißt es immerhin: “Die Wirkung der Medikamente ist rein symptomatisch, heilen können sie den Kranken nicht.” Doch das ist noch nicht alles. In Wahrheit können Antidepressiva (genau wie die durch das Abesetzen von Antidepressiva verursachten Entzugserscheinungen) nämlich schwere Nebenwirkungen verursachen und die Patienten zum Selbstmord und zu anderen Wahnsinnstaten veranlassen. Einer, der dieses Thema intensiv erforscht hat, ist der renommierte amerikanische Psychiater Peter Breggin (siehe z.B. seinen Beitrag “Violence and Suicide Caused by Antidepressants Report to the FDA”). Und auch auf stern.de lesen wir am 15. Oktober den Beitrag “Antidepressivum fördert Suizidgedanken”. Wieso also schweigt man sich über Antidepressiva im Zusammenhang mit Robert Enke aus?
Dieses Schweigen kennen wir von anderen medial gepushten Ereignissen, etwa vom Amoklauf in Winnenden. Auch hier spekulierten die Journalisten freimütig über alle möglichen Ursachen wie Videospiele und Schusswaffen - das Thema Antidepressiva wurde hingegen auch hier totgeschwiegen (siehe meinen Beitrag für die Wochenzeitung “Wenn der Schalter kippt…”).
Immerhin ist das Thema Antidepressiva von gesellschaftlicher Relevanz und geht weit über den tragischen Tod von Robert Enke hinaus. So soll jeder achte Bundesbürger - also rund 10 Millionen Menschen hierzulande - mindestens einmal im Leben eine Depression durchmachen; und viele schmeißen sich wie Robert Enke vor einen Zug. Welch dramatische Folgen die Einnahme von Antidepressiva haben kann, ist nicht nur durch die Arbeiten von Peter Breggin oder auch durch entsprechende Warnhinweise auf den Beipackzetteln der Medikamente gut dokumentiert; auch persönliche Berichte zeigen eindrucksvoll auf, wie Antidepressiva Patienten durchdrehen lassen können:
# In einem Schreiben an die US-Medikamentenzulassungsbehörde FDA schilchert Stephen Leith, wie er als Lehrer unter dem Einfluss des Antidepressivum Prozac im Medikamentendelirium den Schulleiter erschoss.
# In einem anderen persönlichen Bericht schildert David Carmichael, wie er unter Einfluss von Paxil seinen eigenen 11-jährigen Sohn erschoss.
Eine öffentliche kritische Debatte über Antidepressiva ist überfällig, auch wenn sich irgendwann herausstellen sollte, dass sie tatsächlich nicht (mit)schuld gewesen sind am tragischen Tod von Robert Enke.

12. November 2009 um 17:13
Traurige Sache, aber man sollte es akzeptieren. RIP
12. November 2009 um 17:33
Es wäre in diesem Fall leider auch nicht das erste Mal, dass eine so schwerwiegende Störung durch Medikamente bzw. deren “Nebenwirkungen” verursacht würde - das Stichwort lautet “iatrogen” - durch Medikamente und Behandlung versursachtes Leiden. Man erinnert sich automatisch an das SMON Desaster (Subacute Myelo-Optic Neuropathy) im Japan der 60-er Jahre, welches durch das Medikament Clioquinol verursacht wurde.
12. November 2009 um 18:22
Etwas einseitig. Antidepressiva sind nicht Antidepressiva. Es gibt hier eine ganze Reihe von Substanzklassen mit verschiedenen Wirkungen. In der Tat sind einige davon wohl dem Selbstmord förderlich, weil sie zwar den Antrieb und die apparente Stimmung heben, aber Suizidimpulse an sich nicht regelmäßig unterdrücken (wenn ich mich recht entsinne, waren das die SSRIs). Nachdem die Medizin auch die endgültige Ursache einer Depression für den Einzelfall nur bei reaktiven Depressionen und sonst fast nie herausfinden und beheben kann, sind Antidepressiva in erster Linie mal Symptombekämpfung.
Es stellt sich halt die Frage: Wenn Suizide unter medizierten Depressiven gehäuft vorkommen, wie viele würden ohne Medikation einen Selbstmord(versuch) unternehmen? Wenn die Medikation insgesamt hilft, ist das schon mal gut. Der Einzelfall bleibt trotzdem immer tragisch.
12. November 2009 um 19:11
@ lupo
Dazu eine interessanter Artikel, veröffentlicht 2006 im “British Medical Journal”:
Manufacturer [= GlaxoSmithKline] admits increase in suicidal behaviour in patients taking paroxetine , siehe http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1463965/.
Demnach steigerte Paroxetin die Suizidrate auf ca. das 6,7-fache verglichen mit Placebo.
Siehe dazu auch http://www.adfd.org/forum/archive/ssri-erhhen-suizidalitt-auch-bei-erwachsenen-2999.htm.
12. November 2009 um 19:42
Oh, nett. Ich hatte mal vor einiger Zeit einen Artikel über AD-Placebo-Vergleich, der ergeben hat, dass im Mittel 80% des Behandlungserfolges Placeboeffekte sind (zum Vergleich diverse Schmerzmittel: 50%). Eine bessere Wirkung bei schwerer Depressiven war nicht auf eine bessere Wirkung des Medikaments zurückzuführen, sondern auf einen geringeren Placeboeffekt. Ziemlich hartes Paper, in einem ehrwürdigen und mal *wirklich* unabhängigen Journal. Mein Mini-Edit dazu in der Wikipedia wurde natürlich gelöscht, da laufen so viele Pharma-Puppensocken rum, unglaublich… Naja.
Der Artikel heißt “Initial Severity and Antidepressant Benefits: A Meta-Analysis of Data Submitted to the Food and Drug Administration”, Kirsch et.al (Feb 2008), PLoS Med: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18303940
12. November 2009 um 21:48
Bitte nennen sie ihren Blog, Spiegelpharmawatchblog.
Das war dann der letzte Post den ich angetan habe.
12. November 2009 um 22:47
Nachdem mein Leben 6 Jahre durch die Pflege meiner Krebskranken Eltern, erst Mutter und direkt im Anschluss Vater, bestimmt wurde, begann nach dem Tod meines Vaters ein tiefes Tal welches mich den Weg zum Therapeuten suchen ließ. Was für mich dabei als, in Belangen der Bewusstseinserweiterung, experementierfreudigen Menschen klar war, bitte keine Antidepressiva, wenn ich in meinem Gehirn rumfuchtel möchte ich dabei doch wenigstens die Gesetze brechen, und nicht die Kasse irgendeines Pharmakonzern anschwellen lassen.
Es brauchte VIER anläufe bis ein Experte gefunden war der nicht auf eine Behandlung mit Antidepressiva bestand um eine Therapie durchzuführen.
Letztlich bin ich jetzt seit 4 Jahren immer mal wieder bei meinem Psychologen, mir geht es mal gut, mir geht es mal schlecht, aber ich habe gelernt mein Augenmerk in wirklich schweren Momenten doch auf das zu richten was GUT ist in meinem Leben.
Depressionen kann man nicht einfach mit medikamenten beseitigen, höchstens in den Hintergrund schieben. Aber sie kommen wieder.
Mit Depressionen muss man leben können, und vielleicht ist die Welt eines Tages so das die Depressionen verschwinden. Depression beginnt von aussen.
Mein Beileid den Angehörigen.
Wenn ich in den Kommentaren lese “Suizidimpulse unterdrücken”
Leute, Krebsschmerzen lassen sich auch unterdrücken, aber zu welchem PREIS?
13. November 2009 um 12:34
Als selbst in Behandlung Befindlicher: Ich bin immer wieder erstaunt, wie klug Menschen sind, die keine Ahnung von der Krankheit haben. Selbstverständlich können Antidepressiva Selbstmorde auslösen. Aus einem ganz simplen Grund: Mittelschwere bis schwere Depression führt - im Wortsinn - zwangsläufig zu Selbstmordabsichten. Medikamente wie etwa Citalopram sorgen binnen zwei, drei Tagen aber dafür, dass die Antriebslosigkeit verschwindet. D.h.: War vorher keine Kraft selbst für einen Selbstmord vorhanden, ist genau diese “Fähigkeit” jetzt plötzlich gegeben. Die richtige anti-depressive Wirkung (Antidepressiva ersetzen die körpereigenen “Drogen”, die bei Depressiven offenbar nicht mehr produziert werden, z.B. Serotonin) der meisten Medikamente setzt jedoch erst nach drei bis vier Wochen ein. Heißt: In dieser Phase ist der Depressive deshalb höchst Selbstmord gefährdet und bedarf der klinischen Überwachung (was z.B. Robert Enke leider abgelehnt hat).
Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die Ärzten, der Pharmaindustrie und vor allem jeder Form von Medikamenten extrem skeptisch gegenübersteht.
Meine eigene Depressionserkrankung und die Erfahrung mit Citalopram haben an dieser Einstellung nichts Grundsätzliches geändert. Aber das Antidepressiva helfen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Und den Rat, den DepressivCNG in dieser Sache erteilt, halte ich schlicht für lebensgefährlich.
Im übrigen glaube ich, wäre es wichtiger über eine Gesellschaft zu diskutieren, die ein Männerbild vom schwächelosen Macher prägt, also einer Männerwelt, in der Depression (oder sonstige Krankheiten) nicht vorkommen dürfen. Genau das war der Grund, weshalb Robert Enke den Klinkaufenthalt verweigerte (mir ging das übrigens ähnlich), DARAN ist er letztlich gestorben. Ich habe - zum Glück für meine Frau und Freunde - gerade noch überlebt.
13. November 2009 um 14:24
“Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) hat bestürzt auf den
Tod von Robert Enke reagiert und mehr psychologische Unterstützung für
Spieler angemahnt.”
und
“Er [VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky] lobte Clubs wie Bayern
München und den VfL Bochum, die bereits Psychologen beschäftigten.”
Schulpsychologen, Betriebspsychologen, Gefängnispsychologen (hier kann
man den Sinn vielleicht noch erkennen), … nun auch noch Bundesliga-
bzw. Fußballvereinspsychologen?
Wie wäre es mal mit einem menschlicheren System?
Einem gesunden System?
Wo Menschen glücklich und zufrieden sein dürfen?
Wo es sich wieder lohnt zu leben?
Wo ein wirkliches Miteinander stattfindet?
…
Aber das würde ja wieder bedeuten, dass Arbeitsplätze gefährdet
wären…
14. November 2009 um 03:24
Bitte den vorherigen Eintrag löschen, da sind am Beginn Textzeilen dabei die nicht zu diesem Thema dazu gehören. Danke
Richtiger Eintrag
Seit beinahe 2 Jahren betreue ich einen Freund u. Kollegen beim Entzug von Antidepressiva der Gruppe SSRI rund um die Uhr. Wenn ich nicht bei ihm bin löst mich jemand ab!! Dieses, ich nenne es immer „Dreckszeug“ hätte ihn beinahe umgebracht, u. auch die körperlichen u. seelischen Nebenwirkungen, die man wieder mit zusätzlichen verschiedenen Mittelchen bekämpfen muss sind fürchterlich!! Er ist die ganze Zeit durch die Hölle gegangen u. der Entzug ist d. schlimmste was ich je in meinem Leben gesehen habe. Er weckte mich ziemlich oft am Boden zerstört, mitten in der Nacht auf, damit ich mich zum ihm setzte u. aufpasse d. er sich nichts antut. Er sagt da hätte er sich nicht unter Kontrolle u. wenn er zu diesem Zeitpunkt alleine sein würde, hätte er sich mit ziemlicher Sicherheit umgebracht!! Aber d. schlimme da dran ist d. die Ärzte alles belächeln u. behaupten d. bilde er sich nur ein. Ich habe mit eigenen Augen alles gesehen, wie er durch „die HÖLLE“ gegangen ist u. immer noch geht, u. ich nehme KEINE Medikamente, u. bilde mir d. mit 100%iger Sicherheit nicht ein!! Ich habe schon viel über Antidepressiva sprich SSRI im Internet nachgelesen, u. mich schockiert es d. keiner was dagegen unternimmt! Scheint ja ein ziemlich gutes Geschäft sein d. Medikament mit Nebenwirkung „SELBSTMORD“! Warum öffnen unsere Reporten nicht endlich die Augen?? WARUM?? Noch etwas, sämtliche Amokläufer in der USA haben ausnahmslos d. „Dreckszeug“ genommen & dieses „Dreckszeug“ verhindert jegliche Gefühle u. Emotionen u. ich habe mich schon mit mehreren „Abhängigen“ unterhalten u. ich kann hier nur einen Satz einer Mutter schreiben die mir sagte „Hätten sie meine Tochter vor meinen Augen mit einem Auto überfahren, hätte mir d. absolut nichts ausgemacht“!! Pfffft Sie ist wenigsten davon losgekommen (ansonsten kenne ich niemand der von dieser fürchterlichen Droge wegkam), aber sie bekommt heute noch Gänsehaut wenn man mit ihr über da drüber spricht! Ich habe, u. gebe immer noch mein möglichstes meinem Kollegen u. Freund (der nach beinahe 2 Jahren immer noch nicht clean ist) aus der Hölle zu helfen!! Ich verspreche hiermit, wenn mein Kollege d. nicht überstehen sollte, werde ich sämtliche „Chemiefuzis“ bezw. „Geldmacher ist treffender“ pers. zur Verantwortung ziehen, und wenn es d. letzte ist was ich auf dieser Welt mache. Ich bin einfach nur empört u. schockiert! Und noch mal!!
Warum öffnen unsere Reporten nicht endlich die Augen?? Warum?? WARUM???
Sollte jemand Fragen an mich haben kann er sich gerne an mich wenden. MfG 2herzchen0@sms.at
14. November 2009 um 14:51
Vielen Dank für diesen Artikel. Der Ansatz erscheint fast unglaublich, entspricht aber meiner festen Überzeugung. In den meisten Fällen treiben nicht Depressionen die Betroffenen in den Tod - wobei bei den sogenannten Amokläufen oft viele Unschuldige mitgerissen werden - sondern ganz offensichtlich verabreichte Psychopharmaka.
Es ist kein Zufall dass ohne Ausnahme alle Amokläufer und auch solche tragischen Suizidfälle wie aktuell der von Robert Enke fast ausschließlich mit Psychopharmaka “behandelt” wurden.
So sollte ein schnelles Umdenken und Erkennen der Tatsache stattfinden, dass die Anzahl der den Pharmakonzernen Milliarden einbringende Verschreibungen von Psychopharmaka, im direkten Verhältniss zu den auftretenden Suizid- und Amokläufen steht.
Die Gefahr die von diesen sogenannten “Medikamenten” ausgeht, die man richtiger Weise als Drogen bezeichnen muß, ist den Herstellern unlängst bekannt. Hier geht es nicht um Hilfe für die Betroffenen, sondern um rücksichtslose Profitgier um jeden Preis. Den, von vielen Menschenleben und traurigen Schicksaalen mit eingeschlossen.
Meine unerschütterliche These lautet: Je weniger wir uns und unsere Kinder durch Diagnosen von Pseudoärzten der Psychatrie (sie geben selber zu, dass sie Heilungen nicht zustande bringen), unter Drogen setzen lassen, desto geistig gesünder und glücklicher wäre unsere Gesellschaft.
Diesem Milliardengeschäft muss ganz schnell ein Ende gesetzt werden!
Es ist eine grausame Tatsache dass von dieser angeblichen “Volkskrankheit”
14. November 2009 um 15:39
Torsten Engelbrecht hält die Einnahme von Antidepressiva für eine mögliche Ursache der Verzweiflungstat von Robert Enke. Damit könnte er Recht haben.
Auch ich habe mich mit den möglichen Ursachen beschäftigt und auch damit, warum Enke (und sehr viele andere Menschen) überhaupt depressiv werden konnte. Dazu muss ich ein wenig ausholen. Eltern und Lehrern machen schwierige und sehr schwierige Kinder zunehmend schwer zu schaffen.
Etliche sind aufsässig, aggressiv und störbereit (in der Schule), ein großer Teil von ihnen ist „nur“ äußerst unruhig und unaufmerksam. Andere Kinder wiederum sind überängstlich, weinerlich und sogar depressiv, so wie unsere verhaltensauffällige Tochter, die mit acht Jahren fragte: „Warum lebe ich überhaupt?“ Wenn man die „harmlosen“ Fälle mitzählt, sind mindestens 30 % aller Kinder von Verhaltensstörungen betroffen, in etlichen Schulklassen sind es weit mehr als die Hälfte.
Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass das in neuerer Zeit – neben der modernen Zivilisationskost - das übliche Impfen (allein 30 Impfdosen im ersten Lebensjahr, vor der STIKO-Ära bis 1972 nur eine einzige) eine maßgebliche Ursache für Verhaltensstörungen im Kindesalter darstellt. Die Biochemie des Gehirns gerät aus dem Gleichgewicht. Diese Kinder haben ihr Handeln und Denken nur noch eingeschränkt unter Kontrolle und erleben die Welt „verzerrt“. Bereits mit dem Buchtitel „Impfungen – Großangriff auf Gehirn und Seele“ trifft der amerikanische Autor Harris Coulter den Nagel auf den Kopf. Erfreulich ist, dass derartige Störungen mit Homöopathie und Bioresonanz (und einer Ernährungsumstellung) zu bessern sind.
Impfungen können die genannten Störungen genauso bei Erwachsenen hervorrufen, wie z. B. Depressionen. (Der Impfpass von Robert Enke könnte einige wertvolle Aufschlüsse geben.) Ich kann mir vorstellen, dass Enke bereits in seiner Kindheit depressive Züge erkennen ließ, er also sehr in sich gekehrt war, selten ein Lächeln zeigte usw.
Offensichtlich haben sich die Depressionen bei Enke in den Wochen vor seinem tragischen Ende so sehr verstärkt, dass er schließlich im Suizid den einzigen Ausweg sah. Bevor er sein letztes Spiel absolvierte, hatte ihn neun Wochen lang ein „rätselhafter Virus“ außer Gefecht gesetzt. Man darf davon ausgehen, dass er streng schulmedizinisch behandelt wurde, wobei möglicherweise Antibiotika in großem Umfang eingesetzt wurden. Von verhaltensauffälligen Kindern weiß man, dass solche Medikamente deren Störungen oft extrem verstärken. Sie könnten also auch Enkes seelischen Zustand noch weiter verschlechtert haben.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass Enkes Depressionen sehr viel mit seiner Situation als Leistungssportler zu tun haben. Im Gegenteil, Depressionen dürften bei Sportlern sogar bedeutend seltener anzutreffen sein als bei der übrigen Bevölkerung. Wissenschaftler haben jedenfalls herausgefunden, dass Ausdauersportler extrem selten unter seelischen Krankheiten leiden. (Mögliche Erklärung: Bewegung fördert die Ausscheidung.)
15. November 2009 um 14:03
Als erstes möchte ich mein Mitgefühl für die Ehefrau, die Tochter und alle Hinterbliebenen von Herrn Enke ausdrücken.
Obwohl ich Herrn Enke nicht persönlich gekannt habe, so bin ich doch sehr betroffen, da ich denke, dass auch sein viel zu früher Tod unnötig war, wie so viele vor ihm.
Jeder Mensch erlebt von Zeit zu Zeit Krisen. Die Frage ist jetzt, wie gehe ich damit um. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Mensch leben will. Bei so einem, ich möchte sagen, sehr brutalem Suizid, muss eine Menge Aggressionspotential im Spiel gewesen sein. Meist verbergen sich dahinter Toxine(Gifte wie Medikamente).
Ein Sportler lebt für gewöhnlich, sollte er/sie zumindest, sehr gesund. Allerdings benötigt er für die Wiederherstellung seiner Energie für seine zu erbringende Leistung auch sogenannte Zellvitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren). Kommen zu seinem körperlichen Stress noch psychische Probleme hinzu, bedeutet dies meistens den Zusammenbruch. Zuerst im mentalen Bereich und später im Körperlichen.
Dann empfielt es sich den Vitaminspeicher im Gewebe, nach Messung des Neurotransmitterstatus, als erstes aufzufüllen, um eine gewisse Stabilität zu erlangen. Eine Psychotherapie
sollte nur mittels eines Psychotherapeuten seines absoluten Vertauens durchgeführt werden. Nach meiner langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet nach, scheint mir das “Primal Institut” in Los Angelos das geeigneteste zu sein, weil die dort angebotene Psychophysiotherapie von Experten in Bezug auf die Gefühlswelt durchgeführt wird und man nicht wie sonst üblich, nur die Psychopille für den Pharmavertrag verabreicht bekommt.
Fast jeder Patient, der sich für die Primärtherapie entschied, wollte sterben, oder hat mindestens einen Suizidversuch hinter sich. Nach der Therapie sind die selben Menschen entsetzt, wie sie nur auf diesen absurden Gedanken kommen konnten. Denn jetzt geniesen sie ihr Leben wieder und fühlen, was sie früher in ihrer Welt der Hektik und Verdrängung nie erlebt haben. Leider ist diese wirksame Therapie in manchen anderen Ländern nicht authorisiert.
Ganz offenbar halten gewisse Interessensgruppen nicht viel von echter Heilung, sondern wollen aus dem Elend und der Krankheit auch auf dem
Gebiet der Psyche nur Profit schlagen. Sie zeigen wenig Interesse an der Tatsache, dass durch jeden Eingriff in die neurologischen und biochemischen Prozesse mittels Psychopille auch die Persönlichkeit des Betroffenen beeinflußt und verändert wird. Welche Konsequenzen(Suizid) das dann für den Einzelnen bedeutet, wird ignoriert.
Ich bedaure es sehr, dass man Herrn Enke nicht mehr helfen konnte und ich appelliere an die Selbstverantwortung von Betroffenen, diese niemals
an andere, auch nicht an Ärzte abzugeben, sondern sich mit Informationen
und Eigeninitiative selbst zu helfen oder Hilfe annehmen zu lernen.
15. November 2009 um 19:38
Man muss sich klar sein, dass depresionnen im anfangsstadium durch serotoninmangel herforgerufen werden. Dem kann man mit ausreichend Vitamin B6 vorbeugen. Depris sind also erscheinungen einer Mangelernährung! http://www.hirndefekte.de
15. November 2009 um 19:44
[...] weiter [...]
15. November 2009 um 23:22
Frontal21 v. 2.12.2008: Gefärliche Nebenwirkungen verschwiegen?
http://www.youtube.com/watch?v=RFFmSnyoXpc
Jahrelang haben die Pharmaunternehmen Pfizer, Glaxo und Eli Lilly das Suizidrisiko der Antidepressiva Zoloft, Paxil und Prozac geleugnet und gegenüber der Ärzteschaft und Öffentlichkeit verschwiege…
Habe vor ca. 1 Woche dieses Video gefunden und mir angeschaut. Ich glaube das paßt als Zusatzinformation sehr gut hier her.
Es muß in diesem Zusammenhang alles diskutiert werden, um evtl. weiteren Schaden in der Zukunft zu verhindern!
16. November 2009 um 00:59
Ich kann die Handlung von Robert Enke verstehen, da ich selbst mit Citalopran, Amitriptylin und Zyprexa behandelt werde.
Diese Medikamente verändern einen Menschen so stark, dass der Tod eine Erlösung ist.
16. November 2009 um 04:22
Wie so oft im Leben sind die Dinge nicht nur schwarz oder weiß und nicht weniger häufig sind die Menschen zu dieser Erkenntnis, infolge einer “Polarisierungssucht”, gerdadezu unfähig. Informationen der Gegenseite werden entweder überhaupt nicht beachtet oder infolge des bereits gefassten Vorurteils abgewertet.
Ich bin selbst Betroffener bzw. seit 25 Jahren an Depressionen erkrankt und nehme seit 10 Jahren auch Antidepressiva ein. Zudem habe ich in der langen Zeit in vielen, vielen Gesprächen mit Selbsthilfegruppen und in Klinikaufenthalten mit ebenfalls Betroffenen wirklich weitläufige Einblicke in deren Lebensgeschichte, als auch in deren Behandlung mit und ohne Psychopharmaka gewonnen.
MEIN FAZIT:
Positiv:
Psychopharmaka besonders Antidepressiva sind in vielen Fällen wirkungsvolle Medikamente, welche vielen Menschen die infolge einer Depression verlorene Lebensfreude fast gänzlich oder zu einem großen Teil zurückgeben können. Sie haben dadurch auch etliche depressiv Erkrankte vor einem Selbstmord bewahrt, weil der Leidensdruck ohne Einnahme dieser Medikamente unerträglich gewesen wäre.
Negativ:
Psychopharmaka haben in den meisten Fällen Nebenwirkungen, welche von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen und zumeist auch von der Dosierung abhängig sind. Einige dieser Nebenwirkungen können die bereits bestehenden Symptome in den ersten Tagen und Wochen der Einnahme nicht unerheblich verstärken oder andere unangenehme Empfindungen hervorrufen. Gerade dieses Merkmal scheint bei einigen Anwendern auch Selbstmordgedanken zu verstärken oder erst hervorzurufen. Aus diesem Grund ist eine professionelle Betreuung gerade in der Anfangszeit der Einnahme sehr, sehr wichtig.
Wie auch in den für mich keinesfalls unabhängigen Massenmedien sowie von Insidern der Pharmabranche öfters zu hören, scheint es nicht wenige Firmen zu geben, welche die Zulassungsstudien ihrer Medikamente in unlauterer Form beeinflussen und somit geschönte Studien vorweisen, in welchen die negativen Wirkungen ihrer Medikamente nicht oder nur unzureichend erwähnt werden. Eine gründlichere Kontrolle der Zulassungsbehörden ggf. auch eigens erstellte unabhängige Studien und drastische Strafen bei Vergehen wären meines Erachtens sehr wünschenswert!
Übrigens: viele depressive Menschen sind in der Regel nicht ständig depressiv und wenn dann auch zumeist auf unterschiedlichem Level. Sie können ihre Erkrankung oftmals gut vor den Mitmenschen verbergen. Er wäre allerdings wirklich ein großer Gewinn für die Betroffenen als auch für unsere Gesellschaft wenn dieses Versteckspiel endlich ein Ende finden könnte.
16. November 2009 um 10:58
es geht auch um die Einstellung zum Leiden und wie wir es annehmen. In unserer Vergnügungsgesellschaft wird Leiden ausgeklammert, macht Angst, wird mit Medikamenten zugekleistert. Wie hier öfters erwähnt, behandeln Antidepressiva die Symptome, nicht die Ursachen und erzeugen so häufig eine Abhängigkeit u. weitere Störungen. Sie können nicht die Lösung sein, die Selbstmorde bezeugen das. Noch dazu verdient die Pharmaindustrie sich wieder eine goldene Nase.
Wie oben Rebecca Schwarzenberg kann ich die Primärtherapie empfehlen habe selbst gute Erfahrungen damit gemacht. Der Gedanke der zugrunde liegt, ist, dass wir Leid aus Selbstschutz verdrängt haben und dieses aber irgendwann an die Oberfläche drängt, um bewältigt zu werden. Also ein reinigender u heilsamer Prozess eigentlich. Nun bedarf es eines einfühlsamen u. behutsamen Psychologen, mit dessen Hilfe langsam in die Tiefe gestiegen wird, die alten Gefühle hervorgeholt, die Schmerzen endlich gespürt werden. Das geht immer mit heilsamen Tränen einher u. nur so können Depressionen wirklich dauerhaft bewältigt, geheilt und hinter uns gelassen werden. Medikamente vernebeln u. unterdrücken diesen heilsamen Prozess!
In Deutschland kann eine Primärtherapie in Bayern (Center Chiemgau) und in Kiel durchgeführt werden.
16. November 2009 um 11:23
Wisst Ihr was ich richtig scheiße finde? Alle reden von diesen Selbstmörder der nicht in der Lage ist seinem Leben ein Ende zu mache ohne Fremde mit reim zu ziehen.
Habe noch keinen gehört der nur ein Wort über den armen Lokführer verloren hat.
Ein Bekannter von mir ist Lokführer. Dem sind schon zwei vor die Lok gesprungen.
Der ist Dauerkunde beim Psychiater. Obwohl er keine Depressionen hat.
16. November 2009 um 12:41
die Abhängigen verteidigen diese mittel mit einer unglaublichen Härte. Sie scheinen gut aufgeklärt zu sein über erwünschte und unerwünschte Nebenwirkungen. und genau dieses “Wissen” behindert die heilung. So einfach es klingt, es ist der Fehler im System: 1. die versteifung auf hirnorganische ursachen einer depression - klar lassen diese Symptome sich mit medis behandeln, am besten auf lebenszeit… und 2. die psychologische / psychotherapeutische praxis, das selbstwertgefühl aufzubauen. Die Schüler, die in der Schule nicht mehr mitkommen, die Leistungssportler, die sich von ihrer Position verdrängt sehen, die Arbeiter, denen ein Heer von Arbeitslosen im Nacken sitzt…die Angst vorm Versagen, die Angst, die Schulden nicht mehr zahlen zu können, die Angst vorm Krankwerden…
Es reicht nicht die Symptome zu verschleiern und sich zu sagen, man sei stark und schön!! Die Situation um einen herum, bleibt die gleiche und wenn nun ein Schüler ne 5 bekommt, dann sollte er sich nicht sagen: “ich bin als Mensch wertvoll” Er sollte seinen Eltern sagen: “Ich hasse dieses Schulsystem, es ist nicht gut für mich” und seine Eltern könnten ihm dann sagen: ” aber Sohn, das ist nunmal unsere Gesellschaft, die lebt von Konkurrenz, da muss einer der Dumme sein, und wenn du damit nicht klarkommst, dann gibt dir Mama etwas von ihrem Ritalin und dem Prozac ab… ups, das ritalin war ja eigentlich nur für dich… naja wie auch immer sohn, das Übel bei den Hörnern packen, heißt das System verändern.”
und dazu zählt auch das Gesundheitssystem - dieses darf nicht profitorientiert sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! das wäre schon mal ein Anfang.
@ich: wichtiger ist der event. der lokführer kann auch gehört werden, es liegt nur an ihm. er sollte sich beim supertalent oder popstars bewerben - dort werden einfache menschen mit traurigen geschichten bevorzugt. (sarkasmus)
16. November 2009 um 13:45
[...] Zitat von Redaktion In Frankreich ist nach dem Beginn der Impfungen gegen die Schweinegrippe ein Fall einer Nervenkrankheit aufgetreten. In Th
16. November 2009 um 15:17
Hi,
ich habe selbst verschiedene Antidepressive genommen. Einige haben über einen kurzen Zeitraum gewirkt, andere über einen längeren Zeitraum. Die Nebenwirkungen möchte auch ich nicht ausschweigen: Müdigkeit, Kraftlosigkeit, ja sogar Selbstmordgedanken. Das habe ich alles erlebt. Es gibt Antidepressiva, das die Depression auch steigern kann. Aber gewollt ist das nicht.
Das Problem ist ganz einfach, dass die Wissenschaft auf dem Gebiet noch recht jung ist. Und man vieles einfach nicht weiß.
Wenn nun jemand Amok läuft oder sich jemand, der Antidepressiva genommen hat, vor einen Zug wirft, dann bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, dass die Antidepressiva daran schuld sind.
Das alles passiert nämlich auch durchaus ohne den Einfluss von Antidepressiva.
Gruß: pustekuchen
16. November 2009 um 16:02
@ pustekuchen
nicht jede/r, der/die raucht, bekommt zwingend lungenkrebs (um nur eine parallele zu nennen). das heißt aber nicht, dass man das thema rauchen und lungenkrebs totzuschweigen hat. genau dies geschieht aber beim thema antidepressiva und suizide/amokläufe beim spiegel.
vergessen wir nicht: die “nebenwirkung” suizid steht sogar als blackbox-warning auf den beipackzetteln von antidepressiva drauf (siehe z.b. http://ssristories.com/). hintergrund: arzneimittelhersteller werden von der amerkianischen medikamentenzulassungsbehörde FDA aufgefordert, eine black-box-warnung aufzunehmen, wenn medizinische studien hinweise darauf geben, dass die einnahme eines arzneimittels mit einem risiko schwerer oder sogar lebensbedrohlicher nebenwirkungen einhergeht.
Man sollte doch also über das thema antidepressiva und suizide diskutieren dürfen/müssen. wieso aber tun medien wie der spiegel das nicht?
17. November 2009 um 00:15
leider bringen sich viele depressive um, das ist das schlimme an der krankheit.
jetzt die medikamente dafür teilverantwortlich zu machen, finde ich ein witz.
es gibt warnungen, auch in der packungsbeilage. soviel ich weiss, vorallem bei jugendlichen.
aber die grösste gefahr ist halt immer noch: depressionen!
17. November 2009 um 01:06
Es ist die Politik mit ihren Korruptionen, Wahllügen, Vetternwirtschaften, ihrem 2 Klassen Krankensystem und die Machtlosigkeit dagegen nicht anzukommen, was immer mehr Menschen in starke Depressionen treibt.
Chemtrails und die Lüge der Ärzte, dass Medikamente keine Nebenwirkungen besitzen und man darf den Beipackzettel nicht so ernst nehmen, verschlimmern Depressionen noch mehr, wenn man seine Nebenwirkungen erst mal am eigenen Körper gespürt hat.
Wegen dieser Hilflosigkeit kann man sehr schnell zum Selbstmord neigen, oder in Hass auf diese ganzen Zustände verfallen.
Wer sich schon mal richtig mit Chemtrails beschäftigt und herausgefunden hat, wie die Regierungen dieser Welt gegen den Rest der Menschheit einen regelrechten Krieg führen, indem sie wissentlich die Menschheit durch besprühen vergiften, wird auch als gesunder Mensch an Depressionen erkranken.
Noch dazu die Tatsache, dass selbst geschmierte Wissenschaftler und sogar Umweltvereine davon wissen und nichts unternehmen, weil sie zum schweigen versplichtet sind und auch schweigen um ihren guten Posten nicht zu verlieren.
Selbst die Pharmalobby bestimmt mit den Medikamentenzulassungsstellen, welches Medikament auf den Markt kommt und welches nicht, weil sie von ihnen finanziert werden.
Gefälschte Gutachten sind kein Problem, da alles mit Macht und dem scheiß Geld erpresst und gekauft wird.
Es ist einfach diese Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit, die die Menschen verzweifeln lässt.
Deswegen flüchten auch sehr viele in Alkohol, Drogen, oder geraten in ihrer Verzweiflung in die Fänge von Sekten.
Diese Menschheit zerstört sich selbst, weil sie keine Hoffnung auf Veränderung und Hilfe spürt.
Wirtschaftsaufschwung ??? Vergessen Sie dass ganz schnell.
Nur ein gesunder Mensch vom Geist und Körper her, ein fester Glaube an echte Politik für das Volk und das aussprechen der Wahrheit, kann einen Menschen zu Höchstleistungen für sein Land veranlassen.
So lange die Lüge herrscht, wird es immer weiter bergab gehen.
Man könnte fast annehmen, dass dies alles so geplant ist, da sich noch dazu einige Mächtige dieser Welt schon darauf vorbereitet haben.
Das wichtigste für einen Menschen mit Depressionen ist aber, dass seine Familie zu ihm hält und das gibt einem ungeahnte Kräfte fast alles zu überwinden.
17. November 2009 um 01:23
Nachtrag: Dazu gehören auch solche Sachen!!!
http://info.kopp-verlag.de/news/hans-meiser-und-die-staatsgeheimnisse-warum-der-bekannte-fernsehmoderator-insolvenz-anmelden-mus.html
17. November 2009 um 08:40
Hallo “nix pustekuchen”
sicher bin ich dafür, dass man auch die Risiken beim Namen nennt. Auch mir haben die Tabletten oftmals mehr schlechtes als gutes gebracht. Und ich nehme auch keine mehr, was dem Umstand mit der Depression jedoch nicht besser macht.
Warum der “Spiegel” das nicht bespricht? Weil es niemand bespricht. Unsere großen Medien sind doch alles nur Trittbrettfahrer. Sie schnappen sich das gerade aktuelle Thema und berichten nur das darüber, wovon SIE meinen, dass es die Leute lesen möchten.
Ich wollte mit meinem Statement nur sagen, dass ich es falsch finde direkt die Antidepressiva mit dem Tod eines Menschen in Verbindung zu bringen und sie perse zu verteufeln. Nebenwirkungen können reinspielen. Die Hauptursache jedoch ist die Depression selbst.
Und der Vergleich mit dem Lungenkrebs hinkt doch ein wenig. Du schreibst “nicht jede/r, der/die raucht, bekommt zwingend lungenkrebs”. Übersetzt heißt es dann quasi “nicht jede/r, der/die Antidepressiva nimmt, begeht zwingend Selbstmord”.
Zigaretten sind jedoch nicht dafür auf den Markt gebracht worden, um jemanden gesund zu machen.
Und Antidepressiva sind nicht auf den Markt gebracht worden, um Menschen krank zu machen oder sie zum Selbstmord zu bewegen.
Wenn man Bedenken wegen der Medikamente hat, dann hat man die Freiheit, sie nicht zu nehmen. Und es ist ja durchaus bereits bestätigt, dass es Therapien gibt, die mindestens genauso hilfreich sind.
Ich denke, wir sind so weit nicht von einer einheitlichen Meinung entfernt, legen lediglich die Gewichtung unserer Kommentare auf unterschiedliche Punkte.
Zusammengefasst: Antidepressiva sind keine Selbstmordpillen. Aber ja, wie nahezu alle Medikamente haben auch sie Nebenwirkungen. Und Nebenwirkungen können Symptome auch verstärken.
Liebe Grüße: pustekuchen
17. November 2009 um 09:42
@ pustekuchen
Danke für die nette Antwort. Ich denke auch, dass wir nicht weit voneinander entfernt sind.
Nur kurz noch mal folgende pointierte Fragen:
Woher nimmst Du die Gewissheit, wie Du schreibst, dass Nebenwirkungen nur “reinspielen können” und “die Hauptursache die Depression selbst ist”? Bzw. für was genau soll das sicher so sein: für die Krankheit oder für das Durchdrehen (Selbstmord, Amok)?
Bedenke in diesem Zsh. auch: Dass der Serotoninspiegel im Gehirn, den die SSRI ja beeinflussen sollen, überhaupt etwas mit Depressionen zu tun hat, und dass Antidepressiva über kurz oder lang positive und nicht nur Nebenwirkungen haben, wird von Fachleuten bezweifelt. So erschien Anfang 2008 im “New England Journal of Medicine” eine Arbeit, die Daten von mehr als 12′000 PatientInnen auswertete. Das vernichtende Fazit: SSRI sind kaum wirksamer als Placebos, Pillen ohne pharmazeutischen Wirkstoff.
Für den US-Psychiater Peter R. Breggin ist unterdessen klar: “Es gibt keinen Beweis dafür, dass es gut ist für das Gehirn, wenn man seine chemische Zusammensetzung durch die Gabe von Antidepressiva langfristig ändert.” Vielmehr könnten die Gehirnfunktionen, wie gut dokumentierte Fallberichte zeigten, durch die Präparate schweren Schaden erleiden. Außerdem seien die Beweise dafür, dass SSRI schwer depressiven Menschen helfen, schwach – “so schwach, dass die depressivsten Patienten, also suizidgefährdete, manisch-depressive und hospitalisierte Menschen, von Studien zu Antidepressiva ausgeschlossen werden”.
Und was den Vergleich Rauchen/Antidepressiva angeht. Da schreibst Du: “Antidepressiva sind nicht auf den Markt gebracht worden, um Menschen krank zu machen oder sie zum Selbstmord zu bewegen.” Dazu würde ich sagen: Das entscheidende ist nicht, weshalb - nach offizieller Lesart - etwas auf den Markt gebracht wurde, sondern wie giftig etwas nachweislich sein kann.
Fest steht auch: Antidepressiva können nicht “nur”, wie Du schreibst, eine bereits bestehende Depression verstärken, sondern sie können in einem Patienten eine ganz eigene und u.a. katastrophale Wirkung entfalten. Das ist das Problem, was von den Medien totgeschwiegen wird.
Der Glaube an die Wunderpille sitzt einfach zu tief im Bewusstsein des Industriemenschen fest…
17. November 2009 um 12:41
Auch hier schreiben wieder einige im Auftrag der Pharmalobby, aber eines Tages seit ihr selbst betroffen!
17. November 2009 um 13:16
seit dem Tod Robert Enke’s kommt täglich ein neuer “Mein Weg aus der Depression” - Bericht bei SPON heraus.
Wie schäbig ist dies denn bitte. Der Spiegel Autor Steinkuhl erzählt im Bericht “Nackt im Eiswasser” vom 17.11.2009 von seinen angeblichen Depressionen, nein - er nennt sie “Dysthymie”. Und von der Vertreibung der “schwarzen Dame” durch ein bestimmtes Präperat - ein psychopharmaka - natürlich. Neben dem Bericht wird ein Hustenlöser beworben, der von der Firma produziert wird, die auch das Psychopharmaka auf den Markt bringt. Ja - sind wir, deren Leserschaft, denn wirklich solche Vollidioten???
17. November 2009 um 15:31
http://info.kopp-verlag.de/news/russische-professoren-die-nwo-und-das-wetter.html
17. November 2009 um 17:16
http://info.kopp-verlag.de/news/usa-eine-gedopte-und-bekiffte-nation.html
17. November 2009 um 22:32
Hi nix pustekuchen,
die Gewissheit, dass Antidepressiva nicht zwangsweise dafür erfoderlich sind, sich umzubringen, sind Depressive die es machen, obwohl sie nicht in Therapie waren und keine Tabletten geschluckt haben.
Und ich kenne auch Leute, denen die Tabletten geholfen haben. Sicher nicht jedem, aber das behaupte ich auch gar nicht. Ich will jedoch auch nicht, dass man behauptet, jeder der Antidepressiva nimmt, begeht früher oder später Selbstmord.
Und an “Glaube”: Wer schreibt hier denn bitte im Auftrag der Pharmalobby?
Naja, egal. Bezüglich dem Familienzusammenhalt gebe ich dir recht. Überhaupt sind ein guter Freundeskreis, eine tolle Beziehung und ein gutes Verhältnis wichtig für eine emotionale Stabilität. Leider kann man sich die Familie bisweilen nicht aussuchen, ob man Single ist oder nicht, ist auch nicht immer leicht, selbst zu bewerkstelligen und gerade Depressive neigen dazu, sich abzukapseln. Man kann es einfach machen. Aber es ist nicht einfach.
Antidepressiva mögen erhebliche Nebenwirkungen haben. Meinetwegen mögen sie auch bei vielen nicht wirken, meinetwegen mögen sie auch eine Depression verstärken. Aber sie sind nicht der Hauptgrund eines Selbstmordes. Hinter einer Depression steht mehr als eine Tablette. Für gewöhnlich gehen Depressive nämlich zum Arzt, weil sie die Welt nicht mehr ertragen. Und oftmals auch deshalb, weil sie sterben wollen.
Dass das alles noch ziemlich unausgegoren ist, bestreite ich nicht. Ich habe es selbst erlebt.
Liebe Grüße: pustekuchen
18. November 2009 um 00:34
@ pustekuchen
Danke für Deine erneute Antwort, doch ich denke, Du rennst hier gegen Luftschlösser an. Niemand will hier sagen, dass Antidepressiva zwangsweise dafür erfoderlich sind, dass sich jemand umbringt. Natürlich gibt es auch Menschen, die Selbstmord begehen, ohne Antidepressiva geschluckt zu ahben.
Und auch behauptet niemand hier, dass jeder, der Antidepressiva nimmt, früher oder später Selbstmord geht.
Wi sollten nicht im Alles-oder-Nix-Schema denken, sondern differenziert. Der menschliche Körper ist äußerst komplex, und jeder ist verschieden. Meist müssen auch mehrere Faktoren zusammenkommen, damit ein “System” kippt.
Doch fest steht: Antidepressiva sind potenziell so giftig, dass sie Menschen durchdrehen und auch Selbstmorde begehen lassen KÖNNEN.
18. November 2009 um 02:40
wenn eine industrie auf staatlicher verordnung dich oder dein familie zum verlust deines eigenen leben zwingt ohne davon mental zu wissen is das Mord wer hat Heroin erfunden? beyer werke soviel dazu
18. November 2009 um 11:54
Hi nix pustekuchen,
dann hatte ich das falsch verstanden. Ich bin mittlerweile auch eher Tablettenfeindlich. Ich denke, der Mensch geht den falschen Weg damit. Wir müssen schauen, wie wir unsere Körpereigenen Selbstheilungskräfte stimulieren können. Der menschliche Organismus hat das Potential viele Krankheiten selbst zu kurieren, ohne die Zunahme von Medikamenten. Und wir müssen die Gesellschaft von innen heraus verändern, damit diese stressenden äußeren Einflüsse den Menschen nicht mehr so kaputt machen. Alles muss immer schneller gehen, lernen und arbeiten, alles innerhalb kürzester Zeit und mit den besten Ergebnissen. Der Mensch ist keine Maschine. Das ist leider bei vielen noch nicht angekommen.
Um auf die Sache mit dem Krebs zurückzukommen:
Das beste Mittel gegen Krebs ist nicht die Behandlung dagegen, sondern die Vorsorge, es nicht dazu kommen zu lassen. Z. B.: Das Rauchen sein lassen.
Und das beste Mittel gegen Depressionen sind keine Tabletten. Sondern ebenfalls die Depression gar nicht erst entstehen zu lassen. Das ist ein gesellschaftliches Problem. Eine vor allem gesellschaftliche Krankheit, die oft schlicht und ergreifend durch Stress, menschliche Feindseeligkeiten, mangelnde Anerkennung, etc. entsteht.
Bevor man zu Tabletten greift, kann auf jeden Fall gesagt werden, dass es Therapien gibt, die (den Angaben nach) ebensogut wirken und zudem noch nachhaltig sind, weil sie das Denken verändern und somit der Mensch seinen Körper selbst dazu bringt, wieder zu funktionieren und nicht ein Medikament das fehlende Bindeglied ersetzt. Die Therapieform heißt “Kognitive Psychotherapie.”
Liebe Grüße: pustekuchen
18. November 2009 um 21:48
Danke! Danke! Denn genau das liegt mir auch am Herzen.
Ich finde, die Gesellschaft neigt zusehr zu Tabletten, die schlank machen, den Muskelkater beseitigen, mich scheinbar wieder fröhlich machen…
Als ich mich mit dem Thema beschäftigt hatte, dachte ich nur: Warum fragt keiner nach der Ursache. Was heißt es denn wirklich, Leistungssport zu treiben? Wie hoch ist denn der Druck, oft seit früher Kindheit? Schon im Vorschulalter feste Trainingszeiten und der Druck gut sein zu müssen. Und werde “ich” auch akzeptiert, wenn ich mal nicht Leistung bringe?! Fälle, in denen Fußballspieler bis nach Hause von ihren frustrierten “Fans” verfolgt und verwünscht werden ist kein Märchen mehr.
Und die Gesellschaft? Wie gehen WIR mit dem Nicht-Perfekten um? Wie fehlertolerant ist unser “Leistungs”gesellschaft? Ich habe das Gefühl: kaum! Das geht in der Schule weiter. Der Druck ist auf verschiedenen Ebenen stark und durchzieht alle Lebensphasen.
Ich kenne genug, die Angst hatten, vor Vorträgen, vorm Versagen, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung, Angst vorm Scheitern. Angst, nicht gewollt und nicht anerkannt zu sein. Wenn der Selbstwert nicht groß genug ist, kann die Folge sein, dass man sich zurückzieht, weil man ja eh das nicht schafft und dann in der Situation nicht so gesehen werden will. Die Sorge vor der „Blamage“ ist zu groß.
Je weniger ein Mensch von seinen Eltern an Liebe mitbekommen hat, dass Sie dem Kind klar machen, auch wenn du mal einen Fehler machst: es ist ok und wir mögen dich trotzdem, das gehört dazu und je weniger Rückenhalt sie haben, umso mehr sind sie bereits als Kinder angewiesen, die Erwartungen zu erfüllen um ihren Teil der Liebe und Anerkennung zu bekommen.
Bekommen sie das nicht mit, bekommen sie tagtäglich (zumeist unterschwellig, nonverbal)die Information „Nur, wenn du gut bist, bist du was wert“, Aber was ist, wenn man nicht so gut sein kann (ich gebe mir Mühe, aber es reicht nicht), wie es erwartet wird?
Woher nimmt man dann den Wert, wenn man ihn nicht bekommen hat?
Gelernt ist: Wenn ich nicht gut bin, bin ich nichts wert.
Depressionen sind dann der Selbsthass, die nach innen gerichtete Aggression/Druck (De-Pression – innerer Druck))gegen sich selbst.
Zu sagen, Depression ist rein physisch bedingt und kann mit Medikamenten behandeln werden, treibt mir die Galle hoch. Das ist das gleiche wie: Rauchen ist gesund. Die Pharmaindustrie hat aus meiner Sicht hier zu sehr ihre Finger im Spiel. Denn was wäre denn, wenn es reichen würde, sein Leben aufzuarbeiten um sich und seine Störungen zu erkennen und danach neue Wege zu lernen? Die Medikamentenindustrie hätte sicher ein riesiges Problem. Und: Es geht! Ich stand vor 10 Jahren selbst an diesem Punkt, hatte schon wenige Wochen diese Tabletten genommen und wieder abgesetzt. Denn: Es ist keine Lösung- es ist Chemie! Ich vergleiche das mal: Das ist wie, wenn ich permanent Milch trinke, danach Magenkrämpfe bekomme und aber anstatt die Milch weglassen einfach jeden Tag zusätzlich Medikamente schlucke. Also DAS finde ich krank.
Jetzt könnte man sich fragen: warum denn raten dann sogar Ärzte dazu?
Meine Antwort: Auch Ärzte sind Menschen! (((Übrigens: Der Arzt von Robert Enke z.B. wollte sich scheinbar profilieren, denn er hätte nie seine Schweigepflicht als Arzt brechen dürfen, auch nicht über den Tod seines Patienten hinaus. Das hat er aber schon getan, da reicht bereits, dass er sagt, dass er behandelnder Arzt war. Keiner fragt, ob man ihn dafür verklagen sollte….))
Raus aus den Tabletten! Nicht nur das Symptom mit Hilfe der Pharmaindustrie „Pflegen“, sondern die Ursache angehen:
Der Weg: Psychotherapie statt Psychiatrie! Das heißt: Ich setzt mich mit mir auseinander. Ich gestehe mir Fehler ein. Ich sehe meine Grenzen. Ich lerne mich kennen. Ich sehe genau hin, um zu verstehen, warum ich im Hier und Jetzt wie reagiere. Gehen Sie damit? Trauen Sie sich diesen Weg? Haben Sie den Mut?
Ich habe mal gehört, dass man das mit einer Situation aus dem Film „Matrix „ vergleichen kann. Der Held dort merkt, dass was nicht stimmt und dass es ihm nicht gut geht und er steht vor der Wahl, nimmt er die eine Pille, dann sieht er das wahre Leben, in dem er sich befindet, welches zwar nicht immer schön ist, aber in dem er sich nichts mehr vormachen muss und authentisch sein kann oder nimmt er die andere Pille und lebt weiter in seiner Scheinwelt. Er entscheidet sich für den klaren Blick und damit für eine neue Perspektive mit allen schönen als auch negativen Momenten und befreit sich von der Illusion.
So ist es auch: Die eine Pille heißt Psychotherapie, die eine neue Sicht, das wahre Leben zeigt. Die andere Pille ist auch wirklich eine Pille „Antidepressiva“, die Emotionen abtötet und den Blick auf die Wirklichkeit nicht zulässt.
Ich habe mich entschieden. Und ich lebe seit meinem Weg, der kurz vor der Klippe begann heute sehr erfolgreich in einem Job, in dem ich auf Menschen zugehen muss und habe mehr Selbstbewusstsein, das mich auch vor Fehltritten schützt. Manchmal versucht mich das Alte wieder zurückzuzerren und mal hänge ich durch, aber nie mehr so tief und nie mehr so lange. Selbstmord ist kein Thema mehr. Mein guter „Coach“, wie ich meinen Therapeuten nur noch nenne, ist meine Hilfe zur Selbsthilfe und mehr Luxus kann ich mir im Leben nicht leisten. Ich weiß jetzt, wer ich bin, wo ich herkomme und wo meine Grenzen und meine Stärken sind. Ich stehe aufrecht und kann auch akzeptieren, wenn ich mal durchhänge.
Ich kann nur jeden ermutigen: es lohnt sich! Ich kenne privat sehr viele, die den Weg begonnen haben und seitdem ein anderes Leben führen mit mehr Wärme, besseren Beziehungen und einfach mehr Zufriedenheit. Noch reden nicht viele drüber. Aber der Weg ist geebnet. Zum Glück. Nur Mut!!!
19. November 2009 um 17:42
Schaut euch dieses Video an, bevor es gelöscht wird !
Es gibt Antworten auf viele gesundheitlichen Probleme.
http://dokukanal.blogspot.com/2008/11/aerosol-crimes.html
24. November 2009 um 10:00
“Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fre… halten.”
Antidepressiva gibt es in vielen Variationen und nicht umsonst ist für die Therapie meist ein Ausprobieren nötig, um die richtige Medikation zu finden.
Ausserdem ist die Selbstmordrate bei unbehandelten Depressionen unvergleichlich höher als bei medikamentierten.
Unverantwortungslos hier einfach ein paar Beispielke zu nennen und damit eine Gefahr verschiedener Mittel herbei zu fabulieren.
Dieser Blog ist nicht kritisch, sondern selbstgefällig.
Gruß
24. November 2009 um 15:38
Es lässt mir keine Ruhe, das dieses Wort “Depression” nicht in Frage gestellt wird.
Depression wird eigentlich diagnostiziert, wenn ein Mensch ohne ersichtlichen Grund traurig u.ä. wird, was dann zu einer Antriebslosigkeit /Lethargie führt…
Konnte man das bei diesem Spitzensportler wirklich behaupten?
Ich habe mittlerweile in sämtlichen Krankenakten das Wort “Depressionen” stehen.
Durch den Tod von diesem sympathischen Menschen ist mir bewusst geworden, das mich dieser Stempel der Ärzte in den letzten 2 Jahren noch tiefer gedrückt hatte und so suchte ich auf den Psych.seiten im Internet nach einer alternativen Erklärung.
Und ich fand sie. “Posttraumatische Belastungsstörung”
Ich habe vor 30Jahren(damals war ich 15 J.) meinen ältesten Bruder durch einen Unfall verloren, ich leide heute noch darunter. Mein Vater hat nach seinem Tod, das Leben auch nicht mehr so richtig im Griff gehabt. Er verlor erst seine Arbeit und erkrankte und starb später an Krebs. Mein verbliebener Bruder erkrankte fast zeitgleich an einer Immunerkrankung ( Borreliose, MS ), wurde innerhalb eines Jahres zum Pflegefall und verstarb nach weiteren 5 Jahren.
Ich habe noch nach den vielen Jahren, immer wieder Momente, in denen ich regelrecht fühle, wie ich mich an meine großen Brüder anlehne oder im Arm meines Vaters liege und dann habe ich das Gefühl mein Herz zerreisst und die Tränen stehen mir in den Augen. Ich wünschte, man würde diese Trauer auch bei Ärzten anerkennen und entsprechende Therapien einleiten, statt den Stempel “Depression” und die dazugehörigen Medis aus der Schublade zu holen. Vielleicht gebe es dann weniger Immunerkrankungen und vor allen Dingen weniger Selbstmorde.
Wer heute noch so etwas wie Anstand, Respekt, Mitgefühl, Sensibilität, Solidarität usw. für seine Mitmenschen hat, wird als Labil, Heulsuse, Looser, Heuchler usw. niedergemacht.
Aber Gottseidank gibt es ja die vielen studierten Ärzte, die holen dann ihre Stempel (Depression, paranoide Wahnvorstellung, Schizophrenie usw. )raus.
So können sich alle wieder beruhigt zurück lehnen und sich sagen…..
Keiner hat Schuld, der war ja psychisch krank.
Und man darf dabei ja auch nicht vergessen, das wir dadurch Arbeitsplätze schaffen.
Arztpraxen, Krankenhäuser, Pharmazierkonzerne.
Ich habe mir mit den Jahren angewöhnt, nicht auf die Mimik eines Menschen, sondern in die Augen eines Menschen zu schauen, denn Augen können nicht lügen. Und seine Gespräche bei der letzten Pressekonferenz, die Blicke, seine unruhigen Hände. Als Laie würde ich sagen, da hat der Mensch sich gequält, die Haltung zu wahren.
Wir Frauen in der Familie leben ja noch, sind jedoch mittlerweile alle psychisch krank, aber wie sagte jüngst eine Ärztin in einem Klinikum.. ” Viele Menschen müssen solche Schicksalsschläge erleben, das ist noch lange kein Grund psychisch krank zu werden!”
Ich weiss ja leider nicht, ob die Therapie bei einer posttraumatischen Erkrankung Erfolge verbuchen kann. Aber ich denke, es hilft schon etwas, wenn einem jemand sagt, das ist doch ganz normal, das du unter dem Verlust leidest, dafür braucht man sich nicht schämen. Wir verstehen dich. Du bist deswegen nicht im Gehirn erkrankt, du hast nur ein gutes Herz und das zeichnet dich aus.
24. November 2009 um 19:10
@ Sven
Danke für Ihren Kommentar, den wir allerdings übertrieben aggressiv finden. Dies ist umso unverständlicher, weil Sie hier etwas als Fakt hinstellen, was offenbar falsch ist. Sie schreiben:
“Die Selbstmordrate bei unbehandelten Depressionen ist unvergleichlich höher als bei medikamentierten.”
Das stimmt aber offenbar nicht. Vielmehr scheint es umgekehrt zu sein. Wir haben z.B. bei dem renommierten US-Psychiater Peter Breggin noch mal nachgefragt, der uns schreibt:
“No, Torsten, it’s the opposite. One source of statistically valid evidence we have is from the combined controlled clinical trials of all of the newer antidepressants submitted to the FDA which show that the rate of suicidal behavior is double for depressed children, adolescents, and young adults taking antidepressants compared to placebo. This is especially strong because the studies were not set to find this outcome and they were very short in duration. In addition, I wide variety of epidemicological studies also confirm a higher rate of suicidal behavior on antidepressants than in control groups for all ages, including older patients. Government monitoring agencies in America and Europe have generall confirmed that suicidal behavior increases on antidepressants. I review many studies involving controlled clinical trials and epidemiology in P. Breggin, Brain-Disabling Treatments in Psychiatry, Second Edition, 2008, Springer Publishing Company.”
28. November 2009 um 21:42
Ich mache seit 5 Jahren eine Psychotherpie ohne Medikamente. Doch leider hat sich nicht viel verändert. Meine Therapeutin ist gegen Medikamente - meine
Hausärztin hat mir einen Ü-Schein für den Psychiater ausgestellt, da ich immer
wieder wo anders Schmerzen habe ohne körperliche Ursache. Ich quäle mich
von Tag zu Tag durch mein Leben …. ich bin Medikamenten sehr skeptisch
gegenüber, aber ich finde einen Versuch ist es Wert. Ich bin verzweifelt und
das ist schon der 2. Psychologische Psychotherapeut zu dem ich gehe …
es ändert sich nichts - mal geht es mir besser, aber das hält nur kurz, dann geht es wieder abwärts und viele Psychotherapeuten halten sich für 1/4 Götter,
die meinen, dass Psychopharmaka nur in best. Ausnahmen eingenommen werden sollten (z.B. Halluzinationen oder Stimmen hören). Für mich ist das Leben eine Qual, jeder Arbeitstag ist der Tod - ich quäle mich in der Arbeit und spanne meine Bauchmuskeln ständig an, damit das Herzrasen besser
aushaltbar ist. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Psychiater, mal sehen, wie er das alles beurteilt und mal sehen ob er etwas verschreibt.
Vor drei Wochen stieg ich aus dem Bus aus und wollte die Straße über-
queren, dann wurde ich plötzlich vom Seitenspiegel eines Kastenwagens
erfasst - ich fiel zu Boden - ein Riesenstress, weil die Polizei kommen musste… ich wurde nicht verletzt. Im Nachhinein überlegte ich wie das passieren konnte: Ich hatte nicht auf die Straße geachtet, schon auf der Bus-
fahrt war ich schläfrig und hatte meine üblichen negativen Gedanken….
es war aber kein Selbstmordversuch (jedenfalls kein bewusster)
Also an alle die hier so polarisieren : Behandlungen von psychischen Erkrankungen gehören in die Hand von gelernten Fachkräften und dabei
sollte man sowohl Methoden wie Psychotherapie als auch Pharmakotherapie
berücksichtigen.
Verteufeln bringt da GAR NIX !!! Es gibt so viele Menschen, die übelst leiden
und sich nicht trauen Medikamente einzunehemn (so wie ich bisher),
weil sie ebnen so krass verteufelt werden.
Ich werde beim Psychiater alles genau besprechen und dann selber ent-
scheiden, ob ich Medikamente nehmen soll.
Außerdem: Was ist das für eine Art alle Ärzte unter einen Kamm zu
scheren??!! Nicht zu vergessebn ist, dass jede Studie ob pro oder contra
letztendes jemandem nützt…
Mein Fazit: Die Gabe von Medikamenten ist bei Vorliegen der Notwendigkeit
vielleicht sehr wichtig (ich werds hoffentlich rausfinden).
23. Dezember 2009 um 22:31
Hallo Psychotherapie-Klient
sei vorsichtig
Sonst bist Du der nächste Robert Enke
Eine Psychotherapie, die nicht darauf abzielt, die biologischen Grundlagen einer Depression zu beachten und die Lebensweise auf Heilung umzustellen ist von vornherein wirkungslos.
Der Suizid von Robert Enke war allein !! die Folge der an ihm durchgeführten psychiatrischen Behandlung
Ich betone - ALLEIN die Folge der psychiatrischen Therapie !
Nach den Medienberichten, z.B. Interview mit dem ehemaligen Mitspieler Olaf Holetschek vom FC Carl Zeiss Jena auf mdrinfo oder die Pressekonferenz von Hannover 96 auf n-tv ergibt sich folgendes Bild:
Robert Enke hatte in jungen Jahren keine Depressionen. Er stand mitten im Leben (Aussage Fußballer Holetschek auf mdrINFO).
Zum ersten Mal mit schweren Depressionen hatte er zu kämpfen, als er im Jahr 2003 in Istanbul von den eigenen Fans mit Gegenständen beworfen wurde.
Er zog es vor, arbeitslos zu sein, als sich dort demütigen zu lassen.
Achtung !!: Fußball war für ihn wichtig, aber eben offensichtlich nicht wichtiger als seine Gesundheit. Herr Enke wäre bereit gewesen, auf Leistungssport zu verzichten, wenn er dafür seine Depressionen hätte bessern können. _ Das ist wichtig !!!
Robert Enke wurde psychotherapeutisch behandelt. Inwieweit Psychopharmaka verabreicht wurden, ist unklar.
Dessen Arzt behauptete, dass es sich um reaktive Depressionen handelte.
Das konnte man im Jahr 2003 so sagen. Wenn aber ein Patient über einen Zeitraum von 6 Jahren mit Depressionen kämpft, dann stehen diese Depressionen in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen.
Diese wurde offensichtlich ignoriert und gar nicht abgeklärt.
Und damit komme ich zu den medizinischen Grundlagen.
Es ist in der Medizin bekannt, dass es unter Stress zu erhöhten Konzentrationen von Kortison und Adrenalin im Körper kommt. Das ist ganz normal. Hohe Konzentrationen dieser Hormone beschleunigen den Abbau von Nervenzellen im Hippocampus, einem Bereich des Gehirns, der für’s Lernen wichtig ist und in hohem Maße mit Stressbearbeitung befasst ist.
Die Leistungsfähigkeit sinkt, die Stimmung geht allmählich ins Depressive.
siehe:
* Cameron HA, McKay RD: Restoring production of hipocampal neurons in old age. Nature Neuroscience 1999;2:894-897
vergleiche auch:
Dr. Werner Bartens: Lexikon der Medizinirrtümer. München: Piper, 2006, 103-104
Haben Leute nicht nur auf Grund einer akuten sozialen Extremsituation Depressionen sondern über einen längeren Zeitraum und in Folge von Stress, dann sind diese neurologischen Schäden im Bereich des Hippocampus wahrscheinlich.
Therapie muss dann auf Stressvermeidung ausgerichtet sein.
Das heißt, es ist alles zu unterlassen, was zu diesen erhöhten Konzentrationen dieser Hormone Kortison und Adrenalin führt:
- auszehrende geistige und/oder körperliche Tätigkeit
- den Körper künstlich fit haltende Substanzen wie
- Bohnenkaffee
- illegale Drogen
- Antidepressiva
- andere aufputschende Medikamente
Eine Familie zwingt immer dazu, eine gewisse Haltung zu bewahren, anstatt sich einfach mal fallen zu lassen. Sie ist in dem Moment oft keine Stütze, sondern ein Stressfaktor.
Wie gesagt - Herr Enke wäre bereit gewesen, für seine Gesundheit den Leistungssport zu beenden.
Anstatt dass man ihn über diese bilogischen Zusammenhänge aufgeklärt hat, hat man ihn mittels “Therapie” künstlich am Funktionieren zu halten gesucht.
Die Folge war, dass die neurologischen Schäden immer größer wurden, damit die Leistungsfähigkeit sank und nur mit immer mehr Selbstüberforderung noch auf Bundesliga-Niveau gebracht werden konnte.
Die Depressionen wurden unerträglich.
Nun erfährt man oben, dass Robert Enke schon seit seiner Zeit beim FC Barcelona Antidepressiva bekam.
Man kann es auch anders formulieren: Das Gehirn von Herrn Enke ist regelrecht abgefackelt worden. Er hatte unter dieser “Therapie” keine Überlebenschance.
Also _ Psychotherapie-Klient _
Niemand kann Dir sagen was für Dich richtig ist.
Aber überleg Dir gut, auf was Du Dich einlässt.
Kaffee/Cola allmählich absetzen führt schon nach wenigen Wochen zu einer Besserung.
Den Körper mit KoffeinEntzug konfrontieren (leichte allgemeine Kopfschmerzen, Depressivität) und dann mit niedrigerer Dosierung weitertrinken, den Entzug nicht so radikal machen, dass man es nicht mehr aushält.
Z.B. Kaffeedosis 2 Tassen am Tag
Absetzen einen Tag, vielleicht auch zwei
danach weiter trinken aber nur noch 1 bis 1,5 Tassen
Falls Du überhaupt koffeinhaltige Getränke trinkst.
Weiter hilft Sport.
Immer mit der Ruhe! Beim Joggen gemütlich vor sich hin dümpeln genügt.
Und immer schön Gehpausen machen, bevor es anstrengt.
Errreicht werden soll ein Abbau der Streßhormone, ohne deren Produktion allzusehr anzuregen.
Und nicht in Löcher treten - könnte Kreuzbandrisse zur Folge haben.
Man kann mit mehr Sport die Bildung der Streßhormone auch anregen. Das wirkt dann schnell antidepressiv. Zuviel aber schadet dem Gehirn.
Vermutlich werden mich einige Psychiater und Psychotherapeuten, die umso besser leben, je mehr Dauerkonsumenten ihrer “Therapien” sie haben, nicht so recht mögen.
06. Januar 2010 um 06:56
Als Betroffener bin ich entsetzt was hier fürn Schmarn hier vob ich gegeben wird von Leuten, die nicht mal eine Ahnung zu haben scheinen, was die Krankheit Depression überhaupt ist, bzw. für den Betroffenen bedeutet.
Es gibt auch nicht einen allgemeinen Topf “Antidepressiva” zur Behandlung stehen unterschiedich wirkende Medikamente, die eine unterschiedliche Wirkweise haben und darunter nochmals unterschiedliche Medikamente wie diese Serotoninwiederaufnahmehemmer gibts z.B. mit sedierender Wirkung oder ohne usw. In den ersten Tagen muss man sich da schon dran gewöhnen, war auch recht heftig, aber danach hatte ich kaum Nebenwirkungen. Aber als ich das richtige Medikament bekam, konnte man zuschauen, wie Konzentration, klares Denken, Antrieb, bzw. der Gedanke: “Jetzt wasche ich ab” endlich auch im Hirn weitergeleitet wird an den Körper und man sich aufraffen kann. Serotonin ist ein Botenstoff im Hirn, dass die Weiterleitung von Signalen zwischen Nerven gewährleistet.
Die Gründe für eine Depression sind sehr unterschiedlich, sowie die Auswirkungen der eine nimmt 10 Kilo ab, der andere 10 zu, der eine kann nicht schlafen, der andere kann ständig schlafen um nur mal etwas anzudeuten.
Für mich heißt das: Viele Wege führen in die Depression und viele auch heraus, aber es gibt wohl einige denen kann man nicht wirlich helfen oder werden unzureichend versorgt.
Ich finde es wirklich schlimm, wenn Antidepressiva so verteufelt werden, denn dann schreckt es Leute ab diese zu nehmen, obwohl es ihnen helfen könnte. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken- Heilen können die Dinger wohl nur leichte Formen, ansonsten gehts einfach darum die Situation erträglicher zu machen oder erstmal soweit fit zu machen, um eine Therapie machen zu können. Schlecht möglich, wenn man nicht fähig ist überhaupt Terminew einhalten zu können.
Schwer Depressive haben ständige Suizidgedanken, dass ist ja der Punkt der seelischen Qual und wie will man Suizidquoten vergleichen - woher sollen die Daten kommen über die Dunkelziffer von Suiziden durch Depressive, bei denen dies unbekannt wahr. Ganz zu schweigen davon, ob alle Suizide überhaupt erkannt werden, z.B. bei Autounfällen, Baumumwickeln.
Und eben bekannt Depressiven, die Suizid beganngen haben.
Medikamente können nur lindern, die Probleme muss man mit Therapie bearbeiten.
Aber das es sie selbst Suizidgedanken erzeugen ist blanker Unsinn, oder die Verkennung der Tatsache was Depressiven ständig immer wieder durch den Kopf geht.
Ich glaube da kann man leicht die Hölle Depression auf Nebenwirkungen schieben, von wegen: was nicht sein kann was nicht sein darf.
Vielleicht fällts auch leichter einen Suizid auf Medikamente zu schieben, als, ich weiß nicht wie verwerflich ein Suizid in der Gesellschaft noch ist, Todsünde, zu schwach gewesen usw..
Bei den Medikamenten wird sicherlich noch einiges erforscht werden müssen und es ist nicht immer leicht das richtige Mittel zu finden, aber als Betroffene bin schon froh über den Fortschritt.
Früher wurden die Leute eben nur so verwahrt, dass man keinen Suizid begehen konnten- Zwangsjacke und Gummizelle nach dem Motto.
Heute sieht Selbstschutz geschlossene Station, Beobachtung und zur Not Fixierung aufem Bett aus.
Wenn man alls Depressiven wegsperrt gäbe es keine Suizide, also was will man? Totale Sicherheit gibt es nicht, oder es wäre der blanke Horror.
Enke soll wegen der ständigen Dopingproben übrigens keine Medikamente genommen haben, sonst wärs ja aufgefallen bei den Analysen.
Mit hätte ihm vielleicht geholfen werden können. Aber ich kanns verstehen, wenn man mehrmals schwere Despressionen überwunden hat, irgendwann beim nächsten Schub keine Energie mehr hat gegen den Todeswunsch anzukämpfen.
Aber eigentlich auch traurig zu sehen, dass auch selbst eine tolle Frau und Familie das nicht auffangen kann, machte schon etwas mutlos seine eigene Depression zu uberwinden.
Also macht euch einfach etwas schlauer als irgendwelche reißerrischen Artikeln zum Anlass zu nehmen gegen Antidepressiva zu wettern.
Ich meine es stellt sich auch keiner hin und verteufelt die Chemotherapie, weil man daran sterben kann, oder wegen der wirklich heftigen Nebenwirkungen.
Depressionen sind eben lebensbedrohlich - Sterblichkeit von bis zu 15 %, ähnlich wie früh erkannter Brustkrebs, nur dass man mit dieser Krankheit eher offen umgehen kann. Bei Depressionen siehts anders aus, auch weil es einfach mit deprimiert sein verwechselt wird.
06. Januar 2010 um 10:10
@ rebo
Du wirfst anderen Leuten vor, “Schmarn” zu reden, redest aber selber welchen. Wie kommst Du darauf zu tönen, nur Du hättest die Weisheit mit Löffeln gefressen und alle anderen hier hätten keine Ahnung. So ein Blödsinn. Mach Dich erst einmal selber richtig schlau.
Niemand “verteufelt” hier etwas - außer Du andere Forumsteilnehmer und Betroffene. Worum es geht, ist eine kritische Auseinandersetzung mit Andidepressiva - und dass die Selbstmorde initiieren können, ist unbestritten, steht ja sogar auf den Beipackzetteln drauf. Das mag Dir nicht schmecken, ist aber so.
Auch liegst Du daneben bez. der Chemotherapie. Auch die “verteufelt” niemand. Doch wo, bitte schön, wird in der öffentlichen bzw. medialen Debatte ausführlicher darüber debattiert, dass sie die Patienten umbringen kann? Nirgends!!! Immer sterben die Leute an Krebs, nie an der Chemo (Patrick Swayze, Farrah Fawcett etc.).
Die kritische Medikamentendebatte fehlt, insbesondere auch bei Robert Enke.
Oder bist Du in Wahrheit ein Vertreter der Medikamentenhersteller, dass Du nicht einmal Kritik an Antidepressiva vertragen kannst?
10. Januar 2010 um 06:16
@ rebo
Ich selbst bin Zwitter, wie viele Zwitter psychiatrisch als “transsexuell” “diagnostiziert”, also verleumdet und in diesem Zusammenhang durch Ärzte schweren Körperverletzungen unterworfen worden, in deren Folge ich Depressionen bekam und aufgrund real - ich betone - real auswegloser Situation mein Leben beenden wollte. Das war im Jahr 1992
Eine solche Situation ist eine Situation extremen Stresses. Und wer einen Rest gesunden Menschenverstandes hat, wird in einer solchen Situation nicht noch den Körper mittels Antidepressiva künstlich auf Trab halten, um dann den Rest an Gesundheit auch noch zu verheizen.
Ich habe damals der Psychiaterin erklärt, dass ich das Zeug, nach deren Aussage etwas Belebendes, nicht genommen habe, weil es nicht bei den Ursachen ansetzt. Sie erklärte mir, dass sie damit nicht einverstanden sei, hat es aber letztlich geschluckt.
Im Unterschied zu Robert Enke habe ich 18 Jahre überlebt und nicht nur 6.
Und ich bin seit vielen Jahren nicht mehr suizidal.
Die psychiatriekriminellen Übergriffe haben mich allerdings für das Thema Psychiatrie sensibilisiert.
Wenn es reicht, Zwitter zu sein, um psychiatrischen Übergriffen ausgesetzt zu sein, dann stimmt einiges in der Medizin nicht, und in der staatlichen Verwaltung.
rebo - weißt Du überhaupt, was in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Label Psychiatrie alles möglich war ?
z.B.
- Leukotomie (Durchtrennen von Nervenstängen im Gehirn, einschließlich Zerstören ganzer Gehirnteile - siehe Pschyrembl Klinisches Wörterbuch)
- Elektroschocks - natürlich nur unter Narkose - schau mal auf die Seite zur Depression auf Wikipedia. Hast Du schon mal gehört, dass bei Arbeiten an elektrischen Anlagen, wo aufgrund niedriger Spannung ohne
Schutzmaßnahmen gearbeitet werden darf, Narkosen notwendig sind?
Auf Wikipedia steht auch, dass man Depressive mit Elektroschocks “behandelt”, wenn Antidepressiva als Therapie versagen.
- Hypothalamotomie (Zerstören des Hypothalamus, eines Teils des Zwischenhirns, der grundlegende Körperfunktionen überwacht und damit aufrecht erhält - führt zum Versterben der so Behandelten.
Kannst Du nachlesen im bga-Berichte 3/1978. - bga = Bundesgesundheitsamt)
- Oder hast Du mal ein Blick in Pflegeheime geworfen oder in geschlossene psychiatrische Einrichtungen, wo man Menschen mittel Neuroleptika chemisch handlungsunfähig macht bis zum Wundliegen?
Bist Du Dir eigentlich im Klaren, wem Du da vertraust ?
Aber nochmals zu den Antidepressiva.
Zunächst mal behaupte ich, das Du das Zeug noch keine 15 Jahre einnimmst, sondern noch relativ am Anfang der Behandlung stehst, das heißt etwa innerhalb der ersten 5 Jahre.
Fällt Dir nicht auf, dass auch diejenigen, die in Fernsehsendungen ihre Einnahme von Antidepressiva so toll finden, in der Regel ebenfalls noch relativ am Anang der Behandlung stehen, wo die Antidepressiva noch den körperlichen Niedergang übertünchen?
Leute die schon 25 Jahre erfolgreich das Zeug in üblicher Dosierung einnehmen habe ich noch nicht im Fernsehen gesehen.
Aus demselben Grund, aus dem Du Antidepressiva schluckst, trinken andere Leute Kaffee, Cola oder Rauchen Zigaretten. Angeblich sogar ohne Nebenwirkungen, wenn man von der Aufputschwirkung absieht.
Der Effekt ist immer derselbe. Am besten merkst Du Ihn, wenn Du das Zeug - Kaffee, Zigaretten, Antidepressiva - absetzt.
Dann geht es Dir nämlich schlechter als vor der Einnahme.
Und wenn Du dann immer noch nichts begreifst, dann ist Dir nicht zu helfen. Tut mir leid - Da habe ich dann auch kein Mitleid mehr.
Heb Deinen Arsch und treibe Sport. Behutsam aber regelmäßig
Erst Sport treiben und bitte erst danach drüber nachdenken ob Du dazu Lust hast oder nicht.
Einfach in die Sportklamotten steigen und raus auf die Straße. Der Rest ergibt sich schon irgendwie.
Wer Zeit hat, irgendwelche Psychotherapeuten aufzusuchen, die nach Jahren immer noch nicht die Ursachen der Depressionen gefunden haben, der findet auch die Zeit und Kraft zum Sport treiben.
Den leichten, schmerzfreien Weg aus der Depression gibt es nicht. Wenn Du ihn dennoch zu gehen versuchst, wirst Du scheitern.
10. Januar 2010 um 21:19
@ rebo
Mir ist da noch etwas aufgefallen:
Du schreibst:
“Aber ich kanns verstehen, wenn man mehrmals schwere Despressionen überwunden hat, irgendwann beim nächsten Schub keine Energie mehr hat gegen den Todeswunsch anzukämpfen.”
Wenn Du wirklich selbst Depressionen gehabt hättest, dann wüsstest Du, dass diese eben nicht, wie in psychiatrischer Literatur behauptet wird, in “Schüben” auftreten.
Außerdem hättest Du außerhalb der “Schübe” jede Menge Zeit, die während der “Schübe” liegen gebliebenen Dinge zu erledigen - ohne Pillen!
Also hör auf, die Leute für Dumm zu verkaufen.
Friss den Dreck, den Du unter die Leute bringen willst, selbst, möglichst viel möglichst schnell, damit bald Ruhe ist.
12. Januar 2010 um 02:55
@ rebo
Und noch etwas:
Du schreibst
“Aber eigentlich auch traurig zu sehen, dass auch selbst eine tolle Frau und Familie das nicht auffangen kann”
Was bezweckst Du damit?
Familien kommen sehr oft nicht damit zurecht, wenn ein in der Familie wohnender Angehöriger von Depressionen betroffen ist. Sie fangen den Familienangehörigen nicht auf, sondern wollen eine Lösung.
Der Angehörige wird gedrängt, sich zum Arzt zu begeben. Genau das hat Robert Enke getan. Das Ergebnis ist bekannt.
Aber vertiefen wir die Sache doch etwas:
In der seriösen Wissenschaft arbeitet man in der Regel mit Studien, möglichst mit kontrollierten Studien. Nur wenn sich auf Grund geringer Fallzahlen eine Studie nicht anfertigen lässt, muss man sich gezwungenermaßen mit Fallbeispielen zufrieden geben.
Nicht so die Psychiatrie: Es gibt ein Fallbuch zu den
WHO (1984-2): Internationale Klassifikation psychischer Störungen. ICD-10, Kapitel V (F)
und darin auch ein Fallbeispiel zur Diagnose F64.0 - Transsexualität.
Unschwer zu erraten: Obwohl wissenschaftlich gesichert ist, dass die angeblich Transsexuellen gerade keine Transsexuellen sind, sondern Zwitter, wird ein Beispiel gebracht, an dem dargestellt ist, was für psychisch Gestörte Transsexuelle sind.
Seriöse Wissenschaft hätte kontrollierte Studien gefertigt, denn an Fallzahlen kann es hier nicht scheitern. Nur mal nebenbei ein Beispiel, wie Psychiatrie arbeitet.
Aber zurück zu den Familien, die laut rebo Depressive auffangen.
Mir liegt nun leider keine Studie vor. Ich muss also auf Fallbeispiele zurückgreifen.
Fallbeispiel 1 - Robert Enke
Familie, psychiatrische Behandlung mit Psychopharmaka, 6 Jahre überlebt, Tod durch Suizid im Alter von 32 jahren
Fallbeispiel 2 - Tim Kretzschmar, Winnenden
Familie, psychiatrische Behandlung spätestens seit 2008, Amoklauf, 15 Tote, 11 Verletzte (davon einige schwerverletzt) und Selbstmiord im Alter von 17 Jahren
Ich habe mit “Tim Kretzschmar Psychopharmaka” gegoogelt. Es finden sich einige Einträge, die im Verhalten von Tim Kretzschmar Parallelen zu Amokläufren sehen, die unter Psychopharmaka standen. Mehr konnte ich nicht ermitteln
Fallbeispiel 3 - Sabrina Schwanczar
eigene Wohnung, keine psychiatrische Behandlung, nach 18 Jahren immer noch am Leben.
Diese 3 Fallbeispiele können die These, dass die Familie bei Depressionen hilfreich ist, nicht stützen.
Nicht selten ist es sogar so, dass sich die Famlilienangehörigen vom Psychiater als eine Art Gefängniswärter mißbrauchen lassen, die strikt darauf fixiert sind, dass die “Therapie” möglichst erfolgreich verläuft, auf die Einhaltung der “Medikamenten”-Einnahme achten und den Psychiater sofort beiziehen, wenn etwas nicht planmäßig verläuft.
Die eigene Familie als Vorstufe der geschlossenen psychiatrischen Abteilung.
Erst werden die Familien zu Mittätern gemacht und dann sind sie, wie in den Beispielen Enke und Kretzschmar, Mitopfer.
30. Januar 2010 um 04:04
In den “Brainlogs” findet sich folgender Aufsatz von Stephan Schleim:
“Doch kein Depressions-Gen”
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/menschen-bilder/2009-07-13/doch-kein-depressions-gen
Darin wird das Ergebnis einer Studie vorgestellt:
“Es gab also keine Belege dafür, dass der Genotyp des Serotonintransporters allein oder im Zusammenwirken mit schlimmen Lebensereignissen mit einem höheren Risiko für Depressionen verbunden ist. Das gilt für Männer allein, für Frauen allein und auch dann, wenn man beide Geschlechter zusammennimmt. Das einzige signifikante Ergebnis in den verschiedenen Studien war die starke Verbindung der schlimmen Lebensereignisse mit dem Risiko für Depressionen. (S. 2467) ”
Titel der Studie:
Risch, N., Herrell, R., Lehner, T., Liang, K., Eaves, L., Hoh, J., Griem, A., Kovacs, M., Ott, J., & Merikangas, K. (2009). Interaction Between the Serotonin Transporter Gene (5-HTTLPR), Stressful Life Events, and Risk of Depression: A Meta-analysis JAMA: The Journal of the American Medical Association, 301 (23), 2462-2471 DOI: 10.1001/jama.2009.878
30. September 2010 um 11:19
Sehr gut! - Ich kann der Darstellung von Herrn Engelbrecht nur 100% zustimmen!
16. Januar 2011 um 10:50
Also irgendwie steh ich hier gerade total auf den Schlauch :/